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Bedanken wir uns auch bei den Vätern!

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Wie jedes Jahr, feierten wir am ersten Maisonntag die Mütter und am letzten die Kinder. Die Pädagogen kamen am ersten Sonntag im Juni an die Reihe, aber eigentlich konnten diesmal vielerorts ganze Familien mitfeiern, da wegen der Corona-Krise auch die Eltern sich als Pädagogen am sonderbaren Hausunterricht beteiligten. Aus diesem „Festkreis” fehlt aber noch eine „Gruppe”, nämlich die der Väter. Obwohl es in Ungarn nicht so verbreitet ist, aber der dritte Sonntag im Juni ist der Vatertag.

Wer hätte gedacht, dass der allererste Vatertag in der Welt genau vor 110 Jahren gehalten wurde. Es fand zuerst am 19. Juni 1910 in Spokane, im Staat Washington in den Vereinigten Staaten von Amerika statt. Der Anlass dazu war, dass die Tochter eines verwitweten Bürgerkriegsveterans ihren Vater feiern wollte. William Jackson Smart, der alleinstehende Vater, hatte mehrere Kinder zu erziehen, und zeigte mit seinem beispielhaften Leben ein gutes Vorbild.

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Wie das Leben von Herrn Smart, war auch das Leben von vielen ungarndeutschen Vätern sowohl nach der Ansiedlung (im 18. Jhr.) als auch nach der Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg auch nicht leicht zu meistern. Seit Ende des Zweiten Weltkrieges haben sich die „klassischen Rollen” in den Familien langsam verändert. Um den Lebensunterhalt der Familien zu sichern, mussten auch viele Hausfrauen eine Stelle suchen. Fleiß, Sparsamkeit, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit gehörten immer zu den Tugenden der Ungarndeutschen, so war es nicht selten, dass 10-20 Jahre nach der Enteignung und Vertreibung viele schon wieder ein eigenes Haus besaßen, das alte Haus zurückkauften, oder –sowohl die in Ungarn Verbliebenen wie auch die nach Deutschland Vertriebenen –ein neues aufbauten.

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Die Flexibilität, um bestimmte Herausforderungen des modernen Lebens anzupassen, wird aber heutzutage nicht nur von den Ungarndeutschen verlangt. Früher war es eher in den westlichen Gesellschaften üblich, dass Väter in die Mutterschaftsurlaub gingen und auf die Kleinkinder aufpassten, weil die Mütter so ihre Stellen behalten konnten oder der Ausfall des – höheren – Lohnes der Mütter das Gleichgewicht im Familienbudget gefährdet hätte.

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Heutzutage ist es auch in Ungarn keine Seltenheit mehr, dass diese Rolle der Mütter im Haushalt von den Vätern teilweise oder ganz übernommen werden muss. Aber nicht nur die Beteiligung an der Betreuung der Kinder, sondern auch das Übernehmen der „klassischen Frauenarbeiten”, oder die Aufteilung dieser die Qualitätszeit für jeden innerhalb der Familie wesentlich erhöhen kann. Die Familie sollte man auch als ein einheitlicher Organismus verstehen, in dem das Wohl von jedem Glied wichtig ist. Es hat eine Auswirkung auf die ganze Familie, wenn sich die Frau ausgeruht und wohl fühlt, so ist es aber auch mit den Kindern und den Vätern. Man sollte nicht nur den eigenen Interessen egoistisch nachjagen, sondern – so wie es früher auch bei den Ungarndeutschen üblich war – an der Arbeit gemeinsam teilnehmen. Kochen, Waschen, Bügeln, Staubsaugen, Geschirrspülen, den Müll rausbringen, aufwischen, aber auch das Auto waschen sollte nicht geschlechts- oder – nach und vor einem gewissen Alter – altersbedingt sein. Man sollte dabei das Allgemeinwohl beachten, aber auch die persönliche Qualitätszeit und die Unabhängigkeit innerhalb der Familie der einzelnen Personen in Gleichgewicht bringen.

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Der Brauch des Vatertages hat sich ziemlich schnell in den ganzen USA verbreitet, hat aber erst seit den 1970er Jahren den Rang eines offiziellen Feiertages und wird immer am dritten Sonntag im Juni gefeiert. In der Welt wurde er unterschiedlich übernommen, und wird auch je nach Land an anderen Daten gefeiert. In den meisten Ländern wurde aber der dritte Sonntag übernommen, so auch in Ungarn, wo er aber noch keine Tradition ist. Mit diesem Tag haben wir jedoch eine gute Gelegenheit, unsere Väter, Großväter und Urgroßväter zu feiern.

Nándor Frei

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