Bibliothek @deJános Ravasz: Die Chronik der evangelischen Kirchengemeinde Magyarbóly

János Ravasz: Die Chronik der evangelischen Kirchengemeinde Magyarbóly

Möchten Sie über ähnliche Themen erfahren?
Drücken auch Sie ein Like auf die –> Zentrum Facebook-Seite

Wer sich mit der Geschichte der Ungarndeutschen befasst, der weiß, dass die Religiosität in ihrem Leben immer eine identitätsstärkende und grundlegende Rolle spielte. Folglich ist die Dokumentation der Geschichte einer Kirchengemeinde fast mit einer Ortsmonografie identisch, die auch das Leben der hiesigen Bewohner behandelt. Es genügt auch nur daran zu denken, dass früher die meisten Schulen im kirchlichen Besitz waren.

DieChronikderEvangelischen

Vom Inhalt her ähnelt Die Chronik der evangelischen Kirchengemeinde Magyarbóly einer Monografie. Sie beinhaltet sogar mehrere Ortsgeschichten, da zur evangelischen Muttergemeinde in Ungarischbohl mehrere Filialen der umliegenden Ortschaften gehörten, deren Geschichte in diesem Werk ebenfalls behandelt wurde.

Das Buch basiert auf einem Werk aus dem Jahre 1940. Es wurde vom evangelischen Pfarrer Zoltán Vértesi in ungarischer Sprache über die Ungarischbohler evangelische Muttergemeinde und ihre Filialgemeinden mit dem Titel Magyarbóly ev. egyházközség és filiái története geschrieben. Die Geschichte der Muttergemeinde in Ungarischbohl, sowie die der Filialgemeinden in Iwandarde und Burjad bzw. in Siklós und Mohatsch werden darin auch behandelt. Neben den Kirchen und Siedlungsgeschichten hat Vértesi auch über die ungarndeutschen Bewohner und deren Geschichte von der Ansiedlung bis zu seiner Amtszeit, also bis 1940 geschrieben.

Das von János Ravasz verfasste Buch ist ein Ergebnis mehrerer Autoren. Er hat die Texte von Vértesi überarbeitet und die bearbeitete Zeitspanne der niedergeschriebenen Geschehnisse bis in die 1970er Jahre ergänzt. Die Ereignisse in der Filialgemeinde von Burjad zwischen 1940 und 1978 wurden vom Schullehrer János Heineck verfasst. Die Texte der beiden Autoren wurden dann von den Lehrern David Beck und Wilhelm Divy ins Deutsche übersetzt. So können wir im ersten und zweiten Kapitel über die Geschichte der evangelischen deutschen Bevölkerung in Ungarischbohl, im dritten über die in Iwandarde, im vierten über die in Burjad lesen. Die Kapitel über Siklós und Mohatsch sowie der Anhang wurden ungarisch erfasst.

Da es in dieser Arbeit nicht nur um Kirchengeschichte geht, sondern auch um die Ansiedlung, befinden sich zwischen den Seiten auch Ansiedlungslisten der einzelnen Ortschaften, in denen auch die Herkunft der Siedler angegeben wurde. Ein Großteil der ungarndeutschen evangelischen Bevölkerung von Ungarischbohl, Burjad und Iwandarde war von der Vertreibung und Verschleppung betroffen. Das auf Deutsch verfasste achte Kapitel berichtet nicht nur über diese tragischen Ereignisse, sondern auch darüber, wie das Leben der Vertriebenen in Deutschland war.

Das Buch empfehlen wir allen, die nicht nur über die Kirchengeschichte, sondern auch über das Leben der evangelischen Ungarndeutschen der Kirchengemeinde von Ungarischbohl und deren Filialen lesen möchten.

János Heineck – János Ravasz – Zoltán Vértesi: Die Chronik der evangelischen Kirchengemeinde Magyarbóly
(A magyarbólyi evangélikus egyházközség krónikája)
Magyarbóly: Emma Kerber und Josef Preiss (Hrsg.), 1996.
223. S., Ill.
Sprache: Deutsch und Ungarisch

Die empfohlenen Bücher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek – wenn nichts weiteres Angegeben- nur zur Leihe zugänglich.
Weitere Informationen: info@bibliothek.hu
Webseite: www.bibliothek.hu

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

Die Wanderausstellung mit den Finalisten des Vorjahres vom ungarndeutschen Online-Fotowettbewerb Blickpunkt war in der Karwoche in Bohl zu sehen.

Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.