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„Freizeit“ – Eine Reise in die Bayerischen Alpen

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Auf Einladung des evangelischen Pfarrers der schweizerischen Gemeinde Bad Ragaz Christoph Sauer haben sich die Bonnharder am 20. August auf eine Reise in die wunderschönen Bayerischen Alpen begeben. Die Reise galt als zweiter Schritt in dem Kontaktausbau der Deutschen Selbstverwaltung Bonnhard und der evangelischen Kirchgemeinde Bad Ragaz.

Am Tegernsee

Pfarrer Sauer war im Internet auf der Suche nach Auslandsdeutschen, zufällig entdeckte er das deutschsprachige Blatt Bonnharder Nachrichten, er war fasziniert und überrascht von dem Gelesenen, weil er nicht gedacht hätte, dass in einer ungarndeutschen Kleinstadt wie Bonnhard so viel los ist. Nach diesem Eindruck rief er Ilona Köhler-Koch, die Leiterin der Bonnharder Deutschen Selbstverwaltung, an, um sich zu erkundigen, wie die dortige deutsche Gemeinschaft lebt. Sauer erzählte auch über sein Vorhaben, möglichst bald nach Südungarn, insbesondere nach Bonnhard zu reisen. Frau Köhler-Koch antwortete, dass er jeder Zeit in Bonnhard herzlich willkommen sei. So kam es im Mai 2019 zu einem Besuch. Mit der Tanzgruppe Kränzlein suchte er sogar das Bawazer Bohnenfest auf, das ihn sehr beeindruckte. Aufgeladen mit neuen Impulsen kehrte er in die Schweiz zurück und beschloss, die Freundschaft mit den Ungarndeutschen zu vertiefen. So könnte die Vorgeschichte der jetzigen Reise zusammengefasst werden.

Gruppenfoto im Schlosspark Linderhof

Dank Pfarrer Sauer verbrachten also diesmal dreizehn Personen von der Bonnharder Seite sowie zwölf Personen aus Bad Ragaz ein angenehmes Wochenende im sog. Pfaffenwinkel. Das Programm bekam zutreffend den Namen „Freizeit“. Ich hatte auch das Glück, mit dabei zu sein und die Entstehung einer hoffentlich noch lang währenden Freundschaft zu verfolgen. Der Pfaffenwinkel ist wie sein Name auch andeutet (wurde lateinisch auch „‚Ecke der Mönche“ genannt) vor allem für seine prächtigen Wallfahrtskirchen und Klöster im Barock- und Rokokostil bekannt. Das Hauptprogramm bildeten die Besuche dieser einzigartig schönen religiösen Denkmäler in der Umgebung von Steingaden. Wir besichtigten unter anderem die Klosterkirche Rottenbuch, das Welfenmünster in Steingaden und die deutschlandweit berühmte Wieskirche, die sogar auf der Liste des UNESCO-Welterbes steht. Außerdem besuchten wir noch Sehenswürdigkeiten wie die Passionsspielstadt Oberammergau, das Ettaler Benediktinerkloster und das Schloss Linderhof von König Ludwig II.

Auf dem Weg zu der Wieskirche

 Die gemeinsamen Ausflüge dienten dazu, einander besser kennenzulernen bzw. gemütliche Gespräche über die Kultur der beiden Länder zu führen. Die Atmosphäre zwischen Ungarndeutschen und Schweizern wurde schnell freundlich. Dazu trugen natürlich auch die gemeinsamen Mahlzeiten und die Bonnharder Weinverkostungen abends bei. Wichtig ist zu erwähnen, dass aus der ungarndeutschen Delegation alle hervorragend Deutsch sprachen, also es gab überhaupt keine sprachlichen Schwierigkeiten.

Gruppenfoto vor der beruehmten Wieskirche

Als eindeutiger Höhepunkt des Freundschaftsausbaus diente der ungarndeutsche Abschlussabend, an dem der neue Film von Udo Pörschke Lissi – Portrait einer Ungarndeutschen vorgestellt wurde. Dies war unter anderem in der Hinsicht besonders interessant, weil seine Hauptfigur auch mit uns unterwegs war. Frau Lissi unterhielt sich mit uns fast ausschließlich in der Ofaler Mundart, und sie erzählte uns im Bus auch viele lustige und interessante Geschichten. Ich lernte in ihrer Person eine immer positive und lebensfrohe Frau kennen, die noch eine echte „Branauer Schwäbin“ ist. Nach der Premiere sorgten noch Kränzlein-Mitglied Boglárka Götcz mit ihrer Ziehharmonika und Frau Lissi mit ihrer Flöte für gute Laune. Die gemeinsame Reise endete mit der Hoffnung auf die Weiterentwicklung der Freundschaft bzw. es wurde ein Treffen für das nächste Jahr entweder in der Schweiz oder in Ungarn in Aussicht gestellt.

Martin Surman-Majeczki

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