Möchten Sie über ähnliche Themen erfahren?
Drücken auch Sie ein Like auf die –> Zentrum Facebook-Seite
Die vom Lenau Haus organisierte Herbstreise führte dieses Mal in die Mohatscher Gegend. Das erste Ziel des Ausflugs war das einzigartige Weißstorch-Museum des Landes in Kulken. Die Ortschaft liegt 5 km südlich von Mohatsch und grenzt an ein Überschwemmungsgebiet der Donau. Diese Gegend war schon immer ein sicherer Nist- und Futterplatz der Weißstörche. Über die Ernährung und das Verhalten dieser Zugvögel erhielt die Gruppe viele interessante Informationen während der Führung durch das Museum. Ob Storchenpaare ein Leben lang treu zueinander sind, und wohin sie im Winter ziehen? Diese und viele andere Fragen wurden beim Museumsbesuch beantwortet. Und die Gruppe wurde dann vom Weißstorch „Pipacs” auf dem Hof des Museums, das ehemals das Schulgebäude der Gemeinde war, verabschiedet.
Das nächste Ziel war das ungarndeutsche Dorf Großnaarad. Blaufärbermeister Johann Sárdi empfing die Teilnehmer auf dem Hof der Blaufärberwerkstatt. Mit viel Herz und Hingabe erzählte er über das Entstehen der Werkstatt und über das Handwerk. Die einzelnen Phasen der mühsamen und zeitaufwendigen Arbeit der Blaufärberei wie der große Kessel, in dem 80-Meter-Leinen eine Stunde lang gekocht werden, die schönen, handgefertigten Druckmuster und auch die Technik, mit der man den Stoff im Viertelstundentakt 14-15-mal in das Indigo eintaucht, um eine schöne blaue Farbe zu erreichen, vorgestellt. Alle Zuhörer waren erstaunt und begeistert, und bewunderten auch die Fertigware im kleinen Geschäft des Meisters.
Weiter ging das Programm mit einem köstlichen Mittagessen, wie aus Omas Küche. Die Mitglieder des Großnaarader Ungarisch-Deutschen Freundeskreises unter der Leitung von Gisela Zsifkovics bewirteten die Reisenden im Kulturhaus und ernteten viel Lob und Dank.
Johann Hábel, ehemaliger Leiter des Lenau Hauses, schloss sich am Nachmittag der Gruppe an und führte sie als gebürtiger Großnaarader durch das Dorf. Der Spaziergang führte von der katholischen Kirche im Barockstil über die ortsgeschichtliche Sammlung in der alten Schule ganz bis zur militärgeschichtlichen Ausstellung.
Es war ein gut gelungener Herbstausflug bei schönem Wetter und guter Laune. Die Reisegruppe verabschiedete sich mit dem Lied So ein Tag, so wunderschön wie heute, so ein Tag, der dürfte nie vergeh’n.







