SchnellnachrichtenWortlaut der Festrede von LdU-Vorsitzender Ibolya Hock-Englender anlässlich der Online-Landesgala 2021

Wortlaut der Festrede von LdU-Vorsitzender Ibolya Hock-Englender anlässlich der Online-Landesgala 2021

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Meine sehr verehrten Damen und Herren! Liebe Zuschauer!

Im Namen der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen heiße ich Sie anlässlich unserer Online-Landesgala am Tag der Ungarndeutschen Selbstverwaltungen willkommen.

Im Jahr 2020 hat sich die Welt um uns herum verändert, die Corona-Pandemie hat uns alle sowohl im Privaten- wie auch im Berufsleben hart getroffen. Wir möchten unser heutiges Galaprogramm all den Freunden und Mitstreitern widmen, die von der Krankheit betroffen worden sind und sie nicht besiegen konnten. Die Situation hat uns auch gelehrt, wie wichtig Werte sind, die wir oft nicht mehr beachtet haben – wie Gesundheit, menschliche Kontakte, Nächstenliebe.

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Auch die Landesselbstverwaltung musste sich auf eine andere Form des Arbeitens einstellen.
Trotz der ungewöhnlichen Situation haben wir unsere Vorhaben, wenn auch auf andere Art und Weise, wie gewohnt, durchführen können: Informationsveranstaltungen für die Bildungsinstitutionen und Träger, Verwirklichung zahlreicher Projekte, unterstützt durch das Bundesministerium des Innern, Starten von Investitionen, Ausweitung des Stipendienprogrammes auf alle Jahrgänge der Pädagogenausbildung im Nationalitätenbereich. Schmerzhaft getroffen hat uns das Streichen der Bewerbungen für kulturelle Veranstaltungen und Durchführung von Nationalitätenlagern, wobei letztere dann doch in Regie der Landesselbstverwaltung zum größten Teil verwirklicht werden konnten. Neue, engagierte Mitarbeiter in der Geschäftsstelle, im Iglauer Park und bei der Deutschen Bühne brachten Schwung in unsere Alltage.
Wir mussten lernen, online zu arbeiten, zahlreiche Konferenzen und Besprechungen im In- und Ausland kennzeichneten unsere Alltage: Kabinett- und Ausschuss-Sitzungen, eine Online-Vollversammlung mit Online-Abstimmung, Teilnahme an der Vollversammlung der Föderativen Union Europäischer Nationalitäten, Mitarbeit in der Arbeitsgruppe Deutscher Minderheiten in Europa.

„Vergangenheit hat Zukunft“ – dieses Motto trägt der ungarndeutsche Landeslehrpfad, der ebenfalls in diesem Jahr fertiggestellt wurde. Es handelt sich dabei bereits um den 9. thematischen Weg in Ungarn, der errichtet werden konnte, und der über die deutsche Gemeinschaft in unserem Lande erzählt. Auch der Schlüsselbegriff dessen lautet „Gemeinschaft“. Die acht Stationen des Ungarndeutschen Landeslehrpfades laden ein zu einer Reise durch Raum und Zeit: durch Werk- und Feiertage, durch Arbeit und Vergnügen, durch Bewahrung, Anpassung und Erneuerung, durch Wachstum, Schicksalsschläge und dennoch immer wieder hoffnungsvolle Neuanfänge.

Wir wollen zuversichtlich das Jahr 2021 angehen: zuversichtlich im Sinne der Besserung der gesundheitlichen Situation in unserem Land und in der Welt, und zuversichtlich, was meinen Satz aus dem Neujahrsgruß des letzten Jahres betrifft: „Wir selber sind die Garantie für unsere eigene Zukunft!“

2021 ist das Jahr der Volkszählung, bei der wir die Möglichkeit, sogar die Pflicht haben, zu unserer Herkunft, Sprache und Bindung zu stehen. Sprechen wir uns für unsere Volksgruppe aus, stehen wir auch diesmal dazu!

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

Die Wanderausstellung mit den Finalisten des Vorjahres vom ungarndeutschen Online-Fotowettbewerb Blickpunkt war in der Karwoche in Bohl zu sehen.

Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.