Bibliothek @deVendel Pettinger-Szalma - Balázs Szalma (Red.): Eine ehemals deutsche Ortschaft im Schatten...

Vendel Pettinger-Szalma – Balázs Szalma (Red.): Eine ehemals deutsche Ortschaft im Schatten der Hauptstadt II.

Möchten Sie über ähnliche Themen erfahren?
Drücken auch Sie ein Like auf die –> Zentrum Facebook-Seite

Im Bestand der Ungarndeutschen Bibliothek befinden sich über 300 unterschiedliche ortsgeschichtliche Publikationen mit mehr als 500 Exemplaren, die zusammen eine unserer umfangreichsten Sammlungen ausmachen. Aus den Büchern auf den 12 Regalen dieser sich kontinuierlich erweiternden Sammlung können unsere Leser etwas Interessantes über fast alle ungarndeutschen Siedlungen erkunden. Viele dieser Werke zählen zu den rein geschichtlichen Ortsmonografien, andere zu den sog. Heimatbüchern. Es gibt in der Sammlung aber auch solche, die mit amüsanten Interviews den Leser ermuntern, oder als ortsmonografisches Lesebuch definiert werden können. Studien- bzw. Tagungsbänder gehen eher einer speziellen Thematik nach und haben selten nur eine einzige Siedlung in ihrem Fokus.

Egy hajdanvolt II Torokb 3

Der hier vorgestellte ortsgeschichtliche Studienband zählt zu den letzteren. Er ist schon der zweite als solcher über Großturwall von der deutschen Selbstverwaltung herausgegeben worden. Der 2016 herausgegebene erste Band ist auch Teil unserer Sammlung. Wie der erste, so auch der zweite Band – erschienen im Jahre 2017 – ist sehr anspruchsvoll gelungen. Er beinhaltet zwei in ungarischer und zwei in deutscher Sprache verfasste Studien. Diese wurden jeweils mit einer deutschen bzw. ungarischen Zusammenfassung ergänzt.

In der ersten, in Deutsch verfassten Studie von Dr. Erika Csébfalvi-Szalai kann man nicht nur über die einstigen Sitten und Bräuche im Jahreslauf lesen, sondern auch darüber, wie diese heute weiterleben. Die Studie von Ildikó N. Császi stellt uns in ungarischer Sprache die sich mit der Zeit wandelnden geografischen Namen von Großturwall ausführlich vor. Nicht weniger aufschlussreich ist die ebenfalls in ungarischer Sprache abgefasste Studie von Vendel Pettinger-Szalma, in der die nationale und konfessionelle Zusammensetzung der Siedlung sowie die der umliegenden Ortschaften zwischen 1800 und 1960 untersucht wird.

In der in Deutsch verfassten abschließenden Studie von Ágnes Simon kann man über die Geschichte und Integration der Großturwaller Vertriebenen in Baden-Württemberg lesen. Diese Arbeit basierte auf einem mit acht Gewährspersonen im Jahre 2011 erstellten Fragebogen und zusätzlichen Interviews. Die Zeitzeugen haben damals den Einheimischen in Deutschland immer betont, dass sie keine Flüchtlinge oder Ausgesiedelte, sondern Heimatvertriebene sind. Anfangs hatten sie jedoch – auch trotz ihrem Fleiß, ihrer Ausdauer und ihren Sprachkenntnissen – enorme Integrationsprobleme. Was sie aus der einstigen Großturwaller Kultur, Sprache und Identität aufbewahrt haben, wie sie damit heute umgehen, erschließt sich letztlich auch aus dieser Studie.

Diesen ortsgeschichtlichen Studienband empfehlen wir allen, die sich – aus Eigeninteresse oder Forschungszwecken – für die Großturwaller Ungarndeutschen interessieren.

Vendel Pettinger-Szalma – Balázs Szalma (Red.):
Eine ehemals deutsche Ortschaft im Schatten der Hauptstadt II. Ortsgeschichtliche Studien über Törökbálint
Großturwall : Deutsche Selbstverwaltung
201. S., Ill.
Sprache: Deutsch und Ungarisch

Die empfohlenen Bücher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek – wenn nichts weiteres Angegeben – nur zur Leihe zugänglich.
Weitere Informationen: info@bibliothek.hu
Webseite: www.bibliothek.hu

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

Die Wanderausstellung mit den Finalisten des Vorjahres vom ungarndeutschen Online-Fotowettbewerb Blickpunkt war in der Karwoche in Bohl zu sehen.

Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.