Schnellnachrichten„Von der Patenschaft zur Städtepartnerschaft“

„Von der Patenschaft zur Städtepartnerschaft“

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Gedanken zum Welttag der Städtepartnerschaft

Kommunale Partnerschaften waren ursprünglich vom Gedanken der Aussöhnung und der Friedenssicherung nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt. Zunächst dominierten die deutschen Städtepartnerschaften mit Frankreich und England.

Im Jahr 1969 übernahm die Stadt Gerlingen die Patenschaft über die Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn in Baden-Württemberg. Ab dieser Zeit entwickelte sich Gerlingen zum Mittelpunkt für alle Ungarndeutschen. Die jährlichen Kulturtagungen sowie ab 1976 die traditionellen Bundesschwabenbälle belegen dies heute noch eindrucksvoll.

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In den 1980er Jahren erlaubte die Lockerung des Eisernen Vorhangs partnerschaftliche Beziehungen zwischen Städten und Gemeinden aus West- und Osteuropa. So besiegelten Albrecht Sellner für Gerlingen und Sándor Pap für Tata im Jahr 1987 die bundesweit erst fünfte offizielle Städte- partnerschaft zwischen zwei Kommunen aus Deutschland und Ungarn.

An dem Zustandekommen dieser Städtepartnerschaft war die LDU maßgeblich beteiligt. Der Patenschaftsrat der Stadt Gerlingen unternahm bereits im Jahr 1985 eine Ungarnreise, um nach einer passenden Partnerstadt Ausschau zu halten. Dabei fiel ein besonderes Augenmerk auf die rein ungarische Stadt Tata, umgeben von einer Reihe Dörfer mit großem deutschstämmigen Bevölker- ungsanteil. Zudem befand sich in Tata das zentrale Landesmuseum für die Ungarndeutschen.

Letztlich bildeten die Ungarndeutschen in der alten und neuen Heimat die Brücke. Gustav Wabro, langjähriger Staatssekretär und Abgeordneter des Baden-Württembergischen Landtages formulierte es seinerzeit so: „Besonderer Dank gebührt den Ungarndeutschen. Sie haben maßgeblichen Anteil am Zustandekommen dieser Städtepartnerschaft. Von Anfang an haben sie die Kooperation mitgetragen und mitgeprägt. Sie sind zu einem wichtigen Bindeglied geworden und haben sich als wahre Brückenbauer erwiesen“.

Gerade vor dem Hintergrund der Corona-Krise ist es angebracht, an den Welttag der Städtepartnerschaften zu denken und damit die Verbundenheit zu den Partnerstädten und die Wertschätzung für die dortigen Menschen zum Ausdruck zu bringen. Derzeit sind zwar noch keine Begegnungen möglich, aber wir haben die europäische Idee der Gemeinsamkeit vor Augen und sehnen den Tag herbei, an dem wir uns wieder treffen und austauschen können.

Wir möchten die Pandemie baldmöglichst hinter uns lassen und mit unseren Freunden positiv in die Zukunft blicken. Umso mehr schätzen wir, wie wichtig die menschlichen Kontakte sind.

Joschi Ament
Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn

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