Bibliothek @deSchneider Péterné: Hartai festett bútorok és ajándéktárgyak / Hartai motívumok jellegzetes virágai

Schneider Péterné: Hartai festett bútorok és ajándéktárgyak / Hartai motívumok jellegzetes virágai

Möchten Sie über ähnliche Themen erfahren?
Drücken auch Sie ein Like auf die –> Zentrum Facebook-Seite

Die Motive und Farben der Stickerei aus Kalocsa oder auch die der Matyóer sind sicherlich jedem mit volkskundlichem Interesse in Ungarn bekannt. Dank verschiedener Forschungen und Publikationen der Wissenschaftler und Ethnologen wie Marietta Boross oder Ausstellungen in Museen wie die vom Ungarndeutschen Landesmuseum in Totis, sind die unverwechselbaren Farben und Motive der Hartauer Möbelmalerei nicht nur in engeren ungarndeutschen Kreisen bekannt geworden. Wer am 7. Oktober 2015 der Veranstaltung der Zentrum-Programme im HdU beiwohnte, konnte sogar die Möbelmalerin Maria Schneider bei der Arbeit bewundern.

Die hier empfohlenen Bücher wurden nicht von einem Wissenschaftler oder Ethnologen verfasst, sondern von der Hartauer Volkskunstgewerblerin selbst, die seit 2010 auch Trägerin der Auszeichnung Népművészet Mestere (Meister der Volkskunst) ist.

Hartai festett butorok

So kann man aus dem Buch Hartai festett bútorok és ajándéktárgyak (Bemalte Hartauer Möbel und Geschenkgegenstände) nicht nur über die Geschichte und Charakteristika der Möbelmalerei, sondern auch vieles über ihre Herstellung und Kulissengeheimnisse erfahren. In Hartau lebten ganze Möbelmalerdynastien. In eine einzigartige Tabelle sind von 1800 bis 2020 alle 53 MeisterInnen aufgelistet. Im Kapitel über die Herkunft und Geschichte der Hartauer Möbelmalerei werden die Herausbildung und Charakteristika der Malstile als Stil I und Stil II bezeichnet beschrieben. Beim ersten Malstil ab etwa 1800 war noch die Technik der braunen Maserung für Holzimitation verbreitet und die blaue Grundfarbe wurde nur unter den bunten Motiven verwendet. Um 1900 setzte sich der bis heute andauernde zweite Malstil mit zusätzlichen Farben und der Dominanz der blauen Grundfarbe durch. In den kommenden Kapiteln schreibt die Autorin über ihre eigene Möbelmaler-Kunst, die sie vom berühmten Meister Peter Himpelmann erlernte bzw. noch heute als eigenständige Unternehmerin mit ihrem Mann einzigartig ausübt. Am Ende des Buches werden die einzelnen Motive und ihre Konstruktion, die verwendeten Materialien und Instrumente, sogar auch Arbeitsphasen detailliert beschrieben. Hier erfährt man zum Beispiel auch, wie und wozu Katzenhaar verwendet wird und wie dieses zu beschaffen ist.

Hartai hartai motivumok festett viragai

Das zweite Buch Hartai motívumok jellegzetes virágai (Charakteristische Blumen der Hartauer Motive) ist eine gut eignende Ergänzung zum ersten Werk. Hier gibt es 33 originaltreue farbige Abbildungen von unterschiedlichen Blumenmotiven und eine Blumenmotiv-Komposition. Auf der jeweiligen rechten Seite befindet sich eine zum Kopieren oder Nachzeichnen verwendbare gleich große schwarz-weiße Abbildung. Das Büchlein spornt somit den Betrachtern auch zum Nachmalen sowie zu weiterer Kombination und Verwendung der Hartauer ungarndeutschen Blumenmotive an.

Wir empfehlen diese Bücher allen, die sich für die Hartauer Möbelmalerei interessieren und Eigentümlichkeiten dieses kunstvoll betriebenen Gewerbes erfahren möchten.

Schneider Péterné: Hartai festett bútorok és ajándéktárgyak
(Bemalte Hartauer Möbel und Geschenkgegenstände)
Harta : Selbstverlag, 2021.
57. S., Ill.
Sprache: Ungarisch

Schneider Péterné: Hartai motívumok jellegzetes virágai
(Charakteristische Blumen der Hartauer Motive)
Harta : Selbstverlag, 2021.
69. S., Ill.
Sprache: Ungarisch

Die empfohlenen Bücher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek – wenn nichts weiteres Angegeben – nur zur Leihe zugänglich.
Weitere Informationen: info@bibliothek.hu
Webseite: www.bibliothek.hu

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

Die Wanderausstellung mit den Finalisten des Vorjahres vom ungarndeutschen Online-Fotowettbewerb Blickpunkt war in der Karwoche in Bohl zu sehen.

Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.