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Die Batschkaer Schwaben feierten in Nadwar

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Batschkaer Ungarndeutscher Kulturabend
in Nadwar

Am 22. August 2021 wurde die Auszeichnung Für das Ungarndeutschtum im Komitat Bács-Kiskun 2020 feierlich an Elisabeth Heltai-Panyik überreicht. Sie erhielt die 20. Auszeichnung des Verbandes der Deutschen Selbstverwaltungen des Komitats, darunter als 6. Person mit Nadwarer Wurzeln.

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Die Roger Schilling Blaskapelle aus Paks unter der Leitung von Josef Fricz wurde auch zur Veranstaltung eingeladen. Die Kapelle spielte die ungarische Nationalhymne, die Hymne der Ungarndeutschen, sowie im kulturellen Programm einige ungarndeutsche Stücke. Die Nadwarer Grundschüler trugen unter der Leitung von Susanne Nagy-Sziegl fröhliche Sommerkreisspiele vor. Vivien Bischof erzählte eine lustige Geschichte in Nadwarer Mundart, sie wurde von Judit Dobler-Kántor vorbereitet. Der Animato Chor aus Nadwar unter der Leitung von Gábor Szebelédi sang Kirchenlieder.

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Der Höhepunkt des Abends war die Verleihung der Auszeichnung. Überreicht wurde sie von Hedwig Heffner, der stellvertretenden Vorsitzenden des Verbandes der Deutschen Selbstverwaltungen des Komitats Bács-Kiskun. Mehr über Elisabeth Heltai-Panyik können Sie am Ende des Berichts lesen.

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Zum Schluss des Abends präsentierte das Ungarndeutsche Traditionspflegende Ensemble die Choreografie vom künstlerischem Leiter Simon Kishegyi jun. Erinnerungsbilder.

Dem Programm wohnte auch Ibolya Hock-Englender, Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen bei.

Andrea Knoll-Bakonyi

Fotos: Flóra Kovács

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Laudatio

Elisabeth Heltai-Panyik wurde in Nadwar geboren, ihre Grundschuljahre verbrachte sie in ihrer Heimatgemeinde. Das Abitur legte sie im Leo Frankel Deutschsprachigen Gymnasium in Baje ab.

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1974 erwarb sie ihr Diplom als Nationalitätenkindergärtnerin in Ödenburg, anschließend begann sie ihre pädagogisch-erzieherische Arbeit im Nadwarer Kindergarten, wo sie 1995 zur Leiterin ernannt wurde. 2012 ging sie in den Ruhestand. Für ihre hervorragende pädagogische Arbeit bekam sie 1981 ministeriale Belobigung.

Sie übt bis heute eine weitreichende öffentliche Arbeit aus.

Das Schicksal der deutschen Nationalität im Dorf liegt sehr an ihrem Herzen, sie arbeitet fest daran, dass die Bräuche und Sitten der Nadwarer erhalten bleiben. Für diese Tätigkeit bekam sie im Jahre 2000 die Auszeichnung Für die Nationalitäten des Komitats Bács-Kiskun.

Sie war jahrzehntelang aktives Mitglied der Nadwarer Traditionspflegenden Volkstanzgruppe, gründete eine Kindertanzgruppe, mit der sie am Landeskindertanzfestival den ersten Platz erreichte. Sie war ständig bestrebt, dass der mittlerweile seit 70 Jahren tätigen Tanzgruppe der Nachwuchs gesichert ist.

Seit 1994 war sie Mitglied der Deutschen Selbstverwaltung, von 2006 bis 2019 setzte sie sich als Vorsitzende für die Anliegen der Ungarndeutschen ein. 2007-2011 war sie in der Vollversammlung der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen als Delegierte des Komitats und als Mitglied des Bildungsausschusses tätig. In der Deutschen Selbstverwaltung des Komitats Bács-Kiskun war sie von 2011 bis 2019 Mitglied. Im Verband der Deutschen Selbstverwaltungen des Komitats Bács-Kiskun war sie eine Legislaturperiode als Vorstandsmitglied tätig.

Als Bleibendes schuf sie unter anderem die Wandtafeln mit Archivfotos, die Straßenaufschriften mit den alten mundartlichen Bezeichnungen, das Gebetbuch Erhebet die Herzen, für den Nationalitätenunterricht in der Nadwarer Grundschule eine CD mit den gesammelten ungarndeutschen Kinderreimen.

Die Partnerschaftsbeziehungen, besonders mit der deutschen Gemeinde Neibsheim liegen ihr am Herzen. Die Pflege der Partnerschaft basiert nicht nur auf politischer Ebene, auch die Chöre der Gemeinden arbeiten aktiv zusammen. Sie managt den örtlichen Animato Chor, sie wirken oft bei den deutschen Messen auf Komitatsebene mit, bei einer deutschen Messe in Fünfkirchen wurden sie landesweit im MR4 ausgestrahlt.

Sie ist Mitglied und Vorsitzende des Komitees für die Sammlung lokaler Werte, wodurch sehr viele Werte mit ungarndeutschem Bezug in die Sammlung aufgenommen wurden.

Sie übt auch im religiösen Leben unserer Kirchengemeinde eine aktive Tätigkeit aus, zurzeit ist sie die weltliche Vorsitzende. Sie unterrichtet Religion und bereitet die Kinder zur Erstkommunion vor.
Sie wirkt bei zahlreichen Veranstaltungen der Gemeinde als Organisatorin oder mit guten Ratschlägen mit.

Sie nimmt an der Verschönerung des Dorfes mit der Bepflanzung von öffentlichen Plätzen aktiv teil.

Mit ausgezeichnetem pädagogischem Sinn pflegt sie gute Beziehungen mit Jung und Alt, mit allen Dorfbewohnern. Dafür erhielt sie 1994 die Auszeichnung Für Nadwar. Die Selbstverwaltung ernannte sie 2019 zur Ehrenbürgerin der Gemeinde Nadwar.

2019 trat sie bei den Wahlen nicht mehr an, zog sich jedoch aus dem öffentlichen Leben nicht völlig zurück. Weiterhin ist sie bemüht, das Interesse der Ungarndeutschen vor Augen zu halten, die Werte aufrechtzuerhalten und die Traditionen an die jüngeren Generationen weiterzugeben.

Mit ihrer bisher ausgeübten Tätigkeit, mit ihrem Engagement und mit den zahlreichen Erfolgen stellt sie ein vorbildliches Beispiel sowohl für die Einwohner von Nadwar, als auch für das ganze Ungarndeutschtum.

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