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Auf den Spuren der Heanzen, Ponzichter und Heidebauern

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DNG-Volkskundecamp 2022

Im Rahmen des traditionellen Volkskundecamps des Deutschen Nationalitätengymnasiums haben wir eine sehr schöne Woche in Westungarn verbracht. Das wichtigste Ziel unseres Aufenthalts vom 23.-27. Mai stellte das Kennenlernen der Kultur der hier lebenden Deutschen dar, mit besonderem Fokus auf die Region des Neusiedler Sees.

An einem schönen Frühlingsmontag haben wir uns am Schulhof getroffen, jeder wartete mit seinem vollgepackten Koffer schon sehr auf die gemeinsame Zeit im Volkskundecamp. Nach einer anderthalbstündigen Fahrt sind wir in Raab angekommen, wo wir in kleinen Gruppen die Stadt besichtigen konnten. Unsere Lehrer, Mónika Farkas und Martin Surman-Majeczki haben richtig vielseitige Aufgaben zusammengestellt, die eine spannende Wettbewerbssituation generierten. Wir können ebenfalls feststellen, dass sich alle das Wort Nasenschild hier fürs Leben gemerkt haben. 

Als nächste Station sind wir durch Ödenburg gebummelt. Tamás Taschner, Mitglied der Vollversammlung der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, unser netter Fremdenführer, hat uns die schönsten Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel die Pfarrwiese, die Geißkirche und den Feuerturm gezeigt. Wir hörten auch eine interessante Legende über die Herkunft der vielen Zahnarztpraxen. Wir hätten nie gedacht, dass es deshalb so viele Zahnärzte in der Stadt gibt, weil ein Mädchen hässliche Zähne gehabt hat. Am Nachmittag sind wir alle erschöpft und müde in der Huber-Pension in Kroisbach angekommen. 

Am nächsten Tag sind wir nach Agendorf gefahren, wo wir im evangelischen Pfarrhaus gemeinsam mit Frauen aus Wandorf Bohnenstrudel gebacken haben. Es war sehr köstlich. Danach schauten haben wir uns die evangelische Kirche an, die früher überschwemmt gewesen war. Am Nachmittag haben wir einen kleineren Ausflug nach Brennberg gemacht, wo wir uns unter anderem auf Kohlensuche begeben haben. Der Höhepunkt des Tages ist aber eindeutig die Traktortour mit Herrn Taschner gewesen. Wegen des schlechten Wetters sind wir alle nass geworden. Schließlich haben wir uns in einer Scheune den unterhaltsamen Akkordeonvortrag von Herrn Kurti angehört, der ein echter ungarndeutscher Stand-up-Comedy-Star ist.

Am Mittwoch haben wir uns im Burgenland den Geburtsort von Franz Liszt, dem weltberühmten Komponisten, angesehen. Wir haben sogar die Möglichkeit gehabt, auf seinem Klavier zu spielen. Dann sind wir zum Geschriebenstein gewandert, der mit seinen 882 Metern der höchste Punkt Transdanubiens ist. Nach dem Mittagessen haben wir die Burg Jurisics von Güns besichtigt. Leider haben wir die wunderbare Stadtmauer nicht mehr besuchen können, weil es ein großes Donnerwetter gegeben hat, aber im Burgmuseum haben wir Waffen aus dem Mittelalter ausprobiert. Am Abend haben wir einen Test zu der Stadt Güns ausgefüllt, was auch ein Teil des Wettbewerbs gewesen ist. 

Am Donnerstag haben wir Schlippach am See besichtigt, wo wir uns die authentischen, für die Volksarchitektur der Region charakteristischen Bauernhäuser angeschaut haben. Außerdem haben wir das Welterbezentrum im Schloss Széchényi besucht, wo wir die Kulturlandschaft Neusiedler See/Fertő-tó näher kennengelernt haben. An diesem Nachmittag sind wir auch nach Rust gefahren. Eine interessante Sehenswürdigkeit ist, dass auf die Schornsteine der Stadt viele Störche ihr Nest gebaut haben. Hier haben wir auch ein bisschen im See gebadet und einige Mädchen sind sogar mutig genug gewesen, in den See zu springen. Später ist es im Rahmen des Abschlussabends zur Bekanntgabe der Ergebnisse des Wettbewerbs gekommen. 

Am Freitagmorgen haben wir unsere Koffer wieder gepackt und sind in den Bus gestiegen. Zuerst haben wir einen kurzen Ausflug nach Esterhas gemacht, wo wir das prachtvolle Esterházy-Schloss bewundert haben, bzw. nach Frauenkirchen, wo uns die Basilika „Maria auf der Heide“ ebenfalls fasziniert hat. Zum Schluss haben wir uns mit einem Pomologenfreund von Martin Surman-Majeczki in Frauendorf getroffen, der uns einerseits seinen deutschen Obstgarten gezeigt und andererseits im Auwald beigebracht hat, wie man einen Baum richtig veredeln kann.

Ganz erschöpft sind wir zurück Richtung Budapest gefahren, mit schönen Erinnerungen, bunten Erlebnissen und neuen Freunden. Zu guter Letzt möchten wir uns bei unserer Lehrerin Mónika Farkas und unserem Lehrer Martin Surman-Majeczki bedanken. Ohne sie hätte das Camp bestimmt nicht so super zustande kommen können. Für die großzügige finanzielle Förderung möchten wir unseren besten Dank an das Staatssekretariat für die Beziehungen zu den Kirchen und den Nationalitäten im Ministerpräsidentenamt aussprechen.

Eszter Jenei, Petra Tisza 

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