Bibliothek @deErzsébet Kállai-Kovács: Alle sind Verwandte

Erzsébet Kállai-Kovács: Alle sind Verwandte

Möchten Sie über ähnliche Themen erfahren?
Drücken auch Sie einen Like auf die –> Zentrum Facebook-Seite

Der Bestand der Ungarndeutschen Bibliothek wurde kürzlich um die Kurzgeschichtensammlung Alle sind Verwandte von Erzsébet Kállai-Kovács erweitert. Das Buch wurde 2011 in ungarischer Sprache im Selbstverlag veröffentlicht und von Harriet Nemeskürty und Rudolf Radenhausen ins Deutsche übersetzt. Die meisten Geschichten und Figuren des Buches spielten in der Kindheit der Autorin eine wichtige und prägende Rolle. Gerade deshalb schrieb sie Erzählungen über diese fröhliche Zeit ihres Lebens: Um ihrer geliebten Großeltern, Verwandten und des Dorfes im Komitat Eisenburg, in dem sie aufgewachsen ist, zu gedenken. Darüber hinaus enthält das Buch weitere Geschichten, die zwar der Fantasie der Autorin entsprungen sind, aber auch wahr sein könnten.

Das Buch ist eine Sammlung von 30 Kurzgeschichten, in denen es um die Autorin selbst, ihre Familie und deren Geschichte, denkwürdige Tage, die Landwirtschaft oder eben um die Ehe geht. Außerdem wechseln sich die Protagonisten und andere Figuren in den Geschichten ständig, so dass der Leser jedes kleine Detail über das Leben der Bewohner des kleinen Dorfes Kajd erfahren kann. Zum Beispiel gibt es eine besondere Geschichte über die Dorfschule, in der die Autorin, Erzsébet, wie sie im Dorf genannt wurde, Bözsi, lernte. Die Leser können ebenfalls erfahren, wie der freundliche junge Lehrer der Dorfschule eine Gattin fand, aber auch fiktive Figuren tauchen in der Sammlung von Kurzgeschichten auf. Das Buch enthält weiterhin Geschichten aus Kindermund und die netten, aber manchmal peinlichen Situationen, die daraus entstehen, über Untreue, ewige Freundschaft oder eine Familie, die gerade in einen Schutzraum geflüchtet ist.

Die Schriften in diesem Band sind voll von Komik und Tragik der Vergangenheit. Die Autorin ist 1930 geboren, so dass wir ein wahrhaft zeitgenössisches Bild von den Verhältnissen im Land zwischen den beiden Weltkriegen, der Strenge in den Schulen und dem Umgang der Menschen miteinander erhalten. 

Das Buch ist all jenen zu empfehlen, die der Meinung sind, dass die Liebe, der Zusammenhalt und das gegenseitige Verständnis immer mehr aus unserem Leben schwinden, die es aber dennoch für wichtig halten, diese Werte in irgendeiner Form zu bewahren und die Gesellschaft im Geiste der Menschlichkeit voranzubringen. 

Kállai-Kovács Erzsébet: Alle sind Verwandte
Tatabánya : Privatausgabe, 2011
153 Seiten
Sprache: Deutsch

Die empfohlenen Bücher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek – wenn nichts weiteres Angegeben – nur zur Leihe zugänglich.
Weitere Informationen: info@bibliothek.hu
Webseite: www.bibliothek.hu

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

Die Wanderausstellung mit den Finalisten des Vorjahres vom ungarndeutschen Online-Fotowettbewerb Blickpunkt war in der Karwoche in Bohl zu sehen.

Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.