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Der Verband der Deutschen Selbstverwaltungen des Komitats Bács-Kiskun gründete im Jahre 2000 die Auszeichnung Für das Ungarndeutschtum im Komitat Bács-Kiskun. Jedes Jahr kann die Anerkennung an eine Person verliehen werden, die für die Bewahrung des Ungarndeutschtums, für die Pflege der Kultur, Sprache und Traditionen eine außergewöhnliche Tätigkeit leistet. Der Austragungsort dieser Veranstaltung wird immer aufgrund der Bindung der Ausgezeichneten ausgewählt. Am 5. November 2022 konnte so Anna Szauter den 22. goldenen Ring in Wikitsch entgegennehmen.
Nach der ungarischen Nationalhymne und der Hymne der Ungarndeutschen begrüßten die Gastgeber, Bürgermeister László Kovács und Annamária Végh-Kanyó, Vorsitzende der örtlichen Deutschen Selbstverwaltung, das Publikum.
Nach der Eröffnungsrede des Verbandsvorsitzenden Josef Manz begann das Kulturprogramm, durch das Bíborka Végh und Balázs Engi führten.
Die Anton Kraul Blaskapelle spielte den jahrhundertelangen Waschkuter Blasmusiktraditionen getreu ungarndeutsche Stücke, dirigiert hatte György Huzsvay. Nóra Andor und Noémi Bischof, Viertklässler der Nadwarer Deutschen Nationalitätengrundschule erfreuten uns in der Nadwarer Mundart mit dem Gedicht „Tr Waj uns Wassr“. Es wurde ihnen von Rózsa Balogh geb. Bischof einstudiert. Die Tanzgruppe der Grundschule Bácska, die auch als Nachwuchssektion der Ungarndeutschen Tanzgruppe Wikitsch tätig ist, zeigte unter der Leitung von Edit Bánáti ihr Können. Der Animato Chor aus Nadwar, geleitet vom Kantor Gábor Szebelédi, sang kirchliche und weltliche deutsche Lieder.




Als Höhepunkt des Programms wurde die Anerkennung Für das Ungarndeutschtum im Komitat Bács-Kiskun vom Vorsitzenden Josef Manz an Anna Szauter überreicht. Die gebürtige Nadwarerin zog vor Jahrzehnten aus beruflichen Gründen nach Wikitsch, und war als Mitglied, später als Vorsitzende der Deutschen Selbstverwaltung der Gemeinde tätig.
Réka Rácz, Schülerin der örtlichen Grundschule trug dann das Gedicht „Mein Vaterland” von Georg Fath vor. Sie wurde von Annamária Végh-Kanyó vorbereitet. Die letzte Vorführung präsentierte die von Anna Mátrai geleitete Wikitsch Tanzgruppe. Die Choreografie „Im schwäbischen Wirtshaus” von Rita Krix erntete großen Applaus.



Die Zuschauer aus Nah und Fern konnten vor und nach dem Kulturprogramm das 2021 eröffnete Dorfmuseum mit der Führung von Pál Kurucsai, dem Vorsitzenden des Wikitscher Traditionsbewahrenden Vereins besichtigen.
Andrea Knoll-Bakonyi
Fotos: Lajos Káposzta, Deutsche Selbstverwaltung Wikitsch, Andrea Knoll-Bakonyi



