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Akkordeon und Gesang klingen durch den Otto-Heinek-Saal im Haus der Ungarndeutschen in Budapest, in dem am 23. November die Vorstellung des Gedenkbandes „In memoriam Valeria Koch, die es hätte geben können“ stattfand. Der Germanist János Szabó bezeichnete die viel zu früh verstorbene Dichterin (1949 – 1998) einst als „Fixstern am ungarndeutschen Literaturhimmel“.
Zu Beginn des Abends rezitiert die Schauspielerin Szandra Holczinger ein Gedicht von Koch. Monika Ambach, Direktorin des Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrums und Bibliothek, spricht einige Worte zur Begrüßung. Es folgt ein Gespräch mit Maria Wolfart, Maria Erb und Johann Schuth, bei dem ein facettenreiches Bild von der Dichterin und ihrem Werk gezeichnet wird.
Wolfart ging mit Koch zur Schule. Schon damals konnte man ihr Sprachgefühl spüren, als Koch in der vierten Klasse eines ihrer ersten Gedichte schrieb. „Literatur ist verdichtete Welt“ – dieser Grundgedanke war von Beginn an vorhanden. Durch Maria Erbs Erzählungen lernen wir die erwachsene Valeria Koch als eine sensible, aber dennoch harte Persönlichkeit kennen. Ihre Kreativität war allgegenwärtig, sie zeichnete, fotografierte und bastelte gern. Erb erzählt von einer Wohnung voller Bilder, an Valeria erinnere sie vor allem eine Zeichnung des Klatschmohns – „zerbrechlich, aber doch auf dem kargen Feld überlebend“. Johann Schuth illustriert seine Zusammenarbeit mit Valeria Anfang der 1970er Jahre. Er erlebte sie in der Redaktion stets als gut vernetzte, literarisch begabte Journalistin.
Koch hinterließ nicht nur Freunde, die ihr sehr nahestanden, sondern auch einen künstlerischen Nachlass. Dieser wurde von Maria Erb und Maria Wolfart aufgearbeitet. Sie ordneten Notizen, Aufzeichnungen, Fragmente, Bücher, Zeichnungen, Fotos und Filme. Einige der bislang unveröffentlichten Werke und Bemerkungen sind im Band zu finden.
Der Entstehungsprozess der Dokumentation wurde begleitet von einer Ausstellung zum 20-jährigen Todestag Kochs, die im Jahr 2018 in ungarndeutschen Gymnasien in Fünfkirchen, Budapest, Werischwar, Baje, Ödenburg und Wesprim gezeigt wurde. Ein Jahr später erschien das Buch schließlich. Es erzählt die Geschichte einer Valeria Koch mit vielen Facetten – Künstlerin, Dichterin, Übersetzerin, Journalistin und letztendlich gute Freundin der Herausgeber.
Marina Knust/Neue Zeitung
Video: Monika Ambach/Zentrum.hu
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Fotos: Ludwig Grund/Zentrum.hu
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Die Ausstellung zu Leben und Werk von Valeria Koch und die Illustrationen zu sieben Gedichten von Valeria Koch sind bis zum 20. Dezember im Otto-Heinek-Saal des Hauses der Ungarndeutschen, Budapest VI., Lendvay u. 22 zu sehen. Um vorherige Absprache unter info@zentrum.hu wird gebeten.
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Organisator:
Ungarndeutsches Kultur- und Informationszentrum und Bibliothek
Partner:
Verband Ungarndeutscher Autoren und Künstler
Förderer:
Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen
Ministerpräsidentenamt • Staatssekretariat für Nationalpolitik
Ministerpräsidium über den Bethlen-Gábor-Fondsverwalter (NKUL-KP-1-2022/2-000542)





