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Joschi Ament: „Es geht alles vorüber, es geht alles vorbei”. Das Schicksal der Deutschen aus Elek in Ungarn

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Diese Woche bieten wir den Lesern der Ungarndeutschen Bibliothek eine Dokumentation über die Ungarndeutschen in Elek an. Das Buch Es geht alles vorüber, es geht alles vorbei von Joschi Ament wurde 2015 veröffentlicht und steht nun in unserer Bibliothek zum Lesen und zur Ausleihe zur Verfügung.

Joschi Ament, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn und Vorsitzender des Kulturkreises Elek, nahm im Juni 2022 in Stuttgart das Goldene Verdienstkreuz von Ungarn entgegen. Damit wurde sein jahrzehntelanger Einsatz für die Stärkung und Pflege der Beziehungen zwischen den Ungarndeutschen und den in Deutschland lebenden, aber aus Ungarn stammenden Deutschen gewürdigt. Ament wurde in Deutschland geboren. Er begann 1986 die Geschichte seiner eigenen Familie und die der Stadt Elek zu erforschen. Er ist außerdem führendes Mitglied des Bundes der Vertriebenen (BdV), des Donauschwäbischen Zentralmuseums in Ulm und Kuratoriumsmitglied des Donauschwäbischen Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg.

Im vorliegenden Buch liefert Joschi Ament ein umfassendes Bild über die Donauschwaben sowie die Ursprünge der Ungarndeutschen und die Geschehnisse, die ihnen widerfuhren, darüber hinaus genaue Zahlen über die deutschsprachige Bevölkerung entlang der historischen Ereignisse. Der Titel des Buches ist inspiriert vom Refrain eines Liedtextes, den seine Großmutter in einem Brief an ihren Mann zitierte, als sie im September 1946 in die Sowjetunion deportiert wurde. Es handelt sich um ein Lied von Fred Raymond mit dem Titel Walzerlied, das während des Zweiten Weltkriegs geschrieben wurde und die Sehnsucht der Soldaten nach ihrer Heimat thematisiert.

In seinem Buch beschreibt Ament in elf Kapiteln das Schicksal der Ungarndeutschen, wobei er besonders auf das Schicksal der Eleker eingeht. Auch die Geschichte Ungarns wird kurz behandelt, der Schwerpunkt liegt jedoch auf den Folgen der Weltkriege und deren Auswirkungen auf das deutsche Volk in Ungarn.

Wir empfehlen dieses Buch all jenen, die sich für die Geschichte der Ungarndeutschen und insbesondere die der Deutschen aus Elek interessieren. Abschließend soll ein Zitat als Zusammenfassung dienen:

„Es geht alles vorüber, es geht alles vorbei, 
Auf jeden Dezember folgt wieder ein Mai.
Es geht alles vorüber, es geht alles vorbei,
Doch zwei, die sich lieben, die bleiben sich treu.” 

-Max Wallner, Kurt Feltz

Joschi Ament: „Es geht alles vorüber, es geht alles vorbei”. Das Schicksal der Deutschen aus Elek in Ungarn. Eine Dokumentation über Flucht, Deportation, Vertreibung, Eingliederung und Integration der Deutschen aus Elek in Ungarn 
Privatausgabe: Sinsheim, 2015
411 Seiten
Sprache: Deutsch

Die empfohlenen Bücher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek – wenn nichts weiteres Angegeben – nur zur Leihe zugänglich.
Weitere Informationen: info@bibliothek.hu
Webseite: www.bibliothek.hu

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