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Bereits zum vierten Mal organisierte das Ungarndeutsche Bildungszentrum in Baje (UBZ) den Landeswettbewerb Deutsch für Schülerinnen und Schüler, die für den Landeswettbewerb für Grundschulkinder (OÁTV) in Deutsch schon zu alt, für den Landeswettbewerb für Gymnasiasten (OKTV) in Deutsch aber noch zu jung sind, also für die Jahrgänge 9 und 10. Nach der ersten und zweiten Online-Runde kamen die Jugendlichen aus dem ganzen Land nach Baje, um gegeneinander anzutreten.
Im Finale mussten Dreier-Teams mit Hilfe einer vorbereiteten Präsentation ihre Schule vorstellen, danach folgten schriftliche Blitzaufgaben zum Lese- und Hörverstehen, zur Grammatik und zum Wortschatz sowie Situationsübungen. All das natürlich auf Deutsch. Es gab zwei Kategorien: das Niveau A2-B1 und das Niveau B2-B2+. In beiden Kategorien bewertete je eine dreiköpfige Jury die teilnehmenden Teams.

Mitglieder der Jury in der Kategorie A2-B1 waren Dr. Peter Kappel, Oberassistent am Institut für Germanistik an der Universität Szeged. Gábor Werner, Leiter des Schülerwohnheims des Valeria-Koch-Bildungszentrums, Vizevorsitzender des Vereins für Ungarndeutsche Kinder sowie Lejla Dömény-Dobosi, Lehrerin am III. Béla Gymnasium Baje.
Mitglieder der Jury der Kategorie B2-B2+ waren Dr. habil. Susanne Gerner PhD, Hauptdirektorin des Lehrerbildungszentrums der Universität Pécs, Leiterin des Germanistischen Instituts, Honorarkonsulin der Bundesrepublik Deutschland in Ungarn, Antje Heinicke, Fachberaterin der ZfA in Budapest und Ildikó Kiss, Lehrerin am József- Katona-Gymnasium in Kecskemét.

Wie jedes Jahr, so richteten sich die Aufgaben auch heuer nach einem Thema, das Teil des Lehrplanes im Fach Deutsch bildet. Im diesjährigen Finale drehte sich alles um die Natur und die Umwelt.
Dr. Susanne Gerner fasste ihre Erfahrungen so zusammen: „Es freut mich sehr, dass die Schüler die Aufgaben kreativ gelöst und ein hohes Niveau an Sprachkenntnissen nachgewiesen haben. Es ist nicht einfach, über Umweltschutz in einer Fremdsprache zu sprechen, deshalb gilt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein besonderes Lob. Wir haben ausgezeichnete Vorträge gehört. Allerdings muss ich auch bemerken, dass wir Unterschiede in den Sprachkenntnissen der Gruppenmitglieder feststellen konnten, was nicht immer zu einer einheitlichen Teamarbeit führte. Im Großen und Ganzen war es ein ausgezeichneter Wettbewerb, mit einer hervorragenden Organisation und großartigen Aufgaben – wie wir es vom UBZ gewohnt sind. Ich bin mir sicher, dass sich alle Teilnehmer sehr gut gefühlt und viele Erfahrungen gesammelt haben.“

Die Audi Hungaria Deutsche Schule Győr war ebenfalls vertreten. Lili Anna Ladocsi bereute nicht, dass sie gekommen war: „Ich denke, dass bei diesem Wettbewerb jeder seine Komfortzone verlassen hat. Vor einigen Tagen war ich noch krank, ich hatte auch Angst, dass ich nicht kommen kann. Die gemeinsame Arbeit hat unser Team gut zusammengeschweißt.“ Réka Schandl ergänzte ihre Teamkameradin mit folgenden Gedanken: „Wir haben erfahren, wie wir auch in anderen Situationen das einsetzen können, was wir in der Schule gelernt haben. Es war ein sehr nützlicher Tag.“ Kata Klinger, drittes Mitglied des Teams, wollte noch eine Sache auf jeden Fall hervorheben: „Ich war zum ersten Mal in Baje am UBZ und ich muss sagen, dass bei diesem Wettbewerb alles perfekt war!“ Das Team wurde von Mátyás Szabó, Lehrer für Deutsch, Geografie und Englisch, begleitet. Wir fragten auch nach seiner Meinung: „Alle Wettbewerbsteilnehmer haben bewiesen, dass einerseits der Deutschunterricht in den entsendenden Institutionen auf einem hohen Niveau stattfindet, und andererseits, dass die Kollegen überall großen Wert auf die Pflege deutscher Traditionen legen. Es ist ein starkes Teilnehmerfeld zusammengekommen, in dem sehr gut vorbereitete Teams angetreten sind, und alle haben sehr gut abgeschnitten. Neben der professionellen Organisation und Durchführung war auch die Zusammenstellung der Aufgaben einwandfrei. Es freut mich, dass wir dabei sein konnten, wir kommen auch nächstes Jahr!“

Auch das Team „Die drei Musketiere“ berichtete begeistert über ihre Erfahrungen. Sie traten auf „heimischem Terrain“ an, da sie Schüler der Klasse 9.A am UBZ sind. Bence Bognár, Dávid Koch und Patrik Markó freuten sich schon auf den Wettbewerb. Fast gleichzeitig sagten alle drei, dass dieser ein toller Tag gewesen sei. Szandra Péter habe ihnen bei der Vorbereitung sehr viel geholfen. Sie hätten an einem sehr strengen, aber korrekten Wettbewerb teilgenommen. Es sei ihnen klar geworden, wie viel das im Unterricht erworbene Wissen bedeutet. Gleichzeitig würden sie auch die heute gewonnenen Erfahrungen in ihrem Alltag nutzen können.
Einer der Organisatoren, Péter Csorbai, Deutschlehrer des UBZ, äußerte sich so über den Wettbewerb: „Dieser Wettbewerb füllt eine Lücke, da es für Schüler der Klassen 9 und 10 vorher keinen landesweiten Deutschwettbewerb dieser Art gegeben hat. Als wir das Konzept des Wettbewerbs erarbeitet haben, haben wir den Schwerpunkt auf die reale sprachliche Kommunikation und den aktiven Sprachgebrauch gelegt. Das Ziel ist, die Schüler dazu zu motivieren, dass sie die deutsche Sprache benutzen, und dass ihr Selbstvertrauen in Wettbewerbssituationen gestärkt wird. Gleichzeitig entwickeln wir auch die digitalen Kompetenzen und Medienkompetenzen der Schüler und bereiten sie auf den Landeswettbewerb für Gymnasiasten im 11. und 12. Jahrgang vor.“

Die drei Siegerteams und ihre betreuenden Lehrer erhielten schöne Preise (Einkaufsgutscheine im Wert von 25.000, 20.000 und 15.000 Ft), außerdem bekam jeder Teilnehmer ein Geschenkpaket. Wir hoffen, dass wir auch im nächsten Schuljahr so viele talentierte Schülerinnen und Schüler in unserer Institution willkommen heißen können, um die deutsche Kultur und sprachliche Traditionen pflegen und weitergeben zu können.
Wir gratulieren den Lehrerinnen und Lehrern, die diese Veranstaltung organisiert und durchgeführt haben: Erzsébet Kemmer, Tünde Nagy, Edit Mikó, Enikő Osztheimer, Bettina Földi und Péter Csorbai.
Antal Fiedler
