Projekt Wanderschlüssel„Zukunft braucht Herkunft”

„Zukunft braucht Herkunft”

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Die Paul Angermann Nationalitätengrundschule aus Waschludt hat sich auch für die Wanderschlüssel-Kampagne angemeldet. Ziel und Zweck dieser Kampagne ist, an die Ansiedlung der Deutschen in Ungarn vor genau 300 Jahren zu erinnern. Im Frühling machte sich ein schöner ungarndeutscher Kasten aus Fünfkirchen, mit einem Schlüssel aus Wudersch auf den Weg im ganzen Land. Dieser Kasten ist unterwegs in der Hoffnung, dass die Institutionen, die an der Kampagne teilnehmen, die lokale Ansiedlungsgeschichte auf irgendeiner Weise aufarbeiten und das Ergebnis ihres Projekts in den Kasten legen. 

Am 12. Mai war es bei uns auch soweit, unser Projekt wurde fertig und die Feierlichkeiten konnten beginnen. Wochenlang haben wir mit unseren Schülern recherchiert und die Vergangenheit wieder ins Leben gerufen. Wir stellten uns vor, wie das Leben  vor 300 Jahren wohl war, und machten darüber eine Fotoausstellung. Momente aus dem damaligen Leben haben wir wieder neu belebt, unsere Schüler zogen die alte Werktagstracht an und machten sich an die Arbeit. Sie zeigten, wie unsere Vorfahren in Ungarn ankommend sich an die Arbeit machten, wie sie anfingen, die verwilderte Natur zu bezwingen, wie sie Häuser bauten und was für Handwerke sie mitbrachten. 

Natürlich durfte die ungarndeutsche Küche mit ihren Speisen auch nicht fehlen, dafür eignete sich wunderbar unser Heimatmuseum, wo wir die damalige Küche als Kulisse benutzen konnten. 

In unserem Schulmuseum stellten wir das Schulleben dar, die Schüler setzten sich in die alten Schulbänke und knipsten dort ein Paar Fotos. Zum Leben der damaligen Kinder gehörte auch das Spielen sowohl draußen als auch drinnen. Die Kleinsten stellten Kreisspiele und Fangspiele auf dem Hof dar und spielten mit den damaligen einfachen Spielsachen. 

Die ungarndeutschen Tänze zu tanzen machte nicht nur damals viel Spaß, sondern auch den heutigen Kindern. Das Leben mit Musik und Liedern war in der Vergangenheit auch heiterer, so musizieren und singen unsere Schüler auch heute mit großer Freude. All diese nachgestellten Szenen haben wir fotografiert, ließen die Fotos alt wirken und machten daraus eine Ausstellung.

Wir Lehrer/innen, in der Schule arbeiten tagtäglich daran, dass wir möglichst viele Werte aus der Vergangenheit an unsere Schüler weitergeben. Die Mundart, die Lieder, die Tänze, die Tracht und der Glaube lassen die Kultur unserer Vorfahren weiterleben. Jährlich organisieren wir den Kulturwettbewerb für Schulen aus dem Komitat Wesprim, wo die Schüler ihr Können in den Kategorien Mundart, Tanzen, Gesang und Musik unter Beweis stellen. Auch in diesem Jahr trafen sich beinah 400 Schüler aus 10 Nationalitätenschulen und trugen zur Weitergabe der ungarndeutschen Kultur bei. Als Eröffnung dieses Treffens präsentierten wir unsere Fotoausstellung über unsere Ansiedlungsgeschichte, und schafften den Übergang zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart mit einer kurzen Szene „Schule früher und heute”, die unsere Schüler auf die Bühne brachten. Wir legten unsere Projektarbeit feierlich in den Kasten, der sich nun auf den Weg nach Hartian machte. Die Anfertigung dieser Fotoserie machte uns und den Kindern großen Spaß und hoffen, dass die Betrachter dieser Fotos dasselbe fühlen.

Henriett Kungl
Deutschlehrerin

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