NachrichtenOtto Heinek vor 5 Jahren verstorben

Otto Heinek vor 5 Jahren verstorben

Vor fünf Jahren, am 20. August 2018 ist Otto Heinek, langjähriger Vorsitzender der LdU von uns gegangen. Er war die Person, die durch seinen Geist, durch Erinnerungen an gemeinsame Arbeit, durch Erlebnisse, die uns immer verbinden, durch Momente, die an ihn denken lassen, immer gegenwärtig bleibt.

Mit ungeheurer Energie, mit Pflichtbewusstsein, Können, Weisheit und Ausgeglichenheit bahnte er den Weg der in Ungarn lebenden deutschen Gemeinschaft: Unter seiner Leitung erstarkten die deutschen Selbstverwaltungen und Zivilorganisationen landesweit, gewannen die Bildungseinrichtungen an Eigenverantwortung, während seiner Amtszeit verankerte die Landesselbstverwaltung ihre Ziele in einer Strategie, und auch die Kontakte mit anderen Nationalitäten sowie mit den deutschen Minderheiten der anderen Länder wurden intensiviert.

Im Hof der Geschäftsstelle der LdU erinnert eine Gedenkstätte an den Politiker, Fachmann und Menschen. Die Dreiergruppe der Kleinplastiken – deren Grund je ein Weingartenpfahl ist – muss als Einheit betrachtet werden: In der Mitte eine Männergestalt, auf der einen Seite die Blume der Pietät, die einen neuen Spross bringt, auf der anderen Seite ein Schutzengel. Wie jedes Kunstwerk, wird auch dieses einem jeden von uns etwas anderes bedeuten, wir alle müssen seine Aussage für uns selbst formulieren, alle Deutungen sind nur aus dem Gesichtspunkt der Person, die sie ausspricht, zu verstehen. Für uns sagt es, dass Otto Heinek (Männergestalt) durch sein geistiges Erbe uns immer beisteht (Schutzengel) und uns dazu verpflichtet, die Pflanze (das Ungarndeutschtum), die er sorgenvoll gepflegt hat, immer wieder neu sprießen zu lassen.

Eine Gedenkstätte errichtet man, um die Erinnerung an eine Person wachzuhalten, um der Nachwelt zu zeigen, wie maßgebend sie für eine Gemeinschaft war. Wir wollen mehr: Wir wollen eine ständige Präsenz dem Andenken von Otto Heinek verleihen, indem wir die Maßstäbe, die er gesetzt hat, stets vor Augen halten.

Mit den Worten von Dietrich Bonhoeffer, die auf Otto Heinek, den Politiker und Menschen vorbehaltlos zutreffen, rufen wir alle Angehörigen unserer Volksgruppe zum stillen Gedenken auf:
„Die Ehrfurcht vor der Vergangenheit und die Verantwortung gegenüber der
Zukunft geben für das Leben die richtige Haltung.“

Ibolya Hock-Englender,
Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen


Foto: LdU, Neue Zeitung

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

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Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

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Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.