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Unsere Wurzeln in Herend

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Zu unserer Freude brachte der August schon das dritte Jahr die Veranstaltung Unsere Wurzeln in Herend mit sich. Da die Ungarndeutschen der ganzen Bakonyer Region dabei mitwirken, müssen wir mit den Vorbereitungen schon im Februar beginnen. Programme, Ideen werden abgesprochen und darauf geachtet, dass wir uns Jahr für Jahr etwas Neues ausdenken. In den Sommermonaten kommt es dann zum Feinschliff: Es wird eifrig geprobt, jede Einzelheit festgelegt, stimmungsvoll dekoriert und noch vieles mehr. Wir wollen uns selber und unseren Sponsoren, den Gábor-Bethlen-Fondverwalter, der Deutschen Komitatsselbstverwaltung und der Gemeinschaft, gerecht werden.

Am 13. August war es dann wieder soweit: wir trafen uns voller Erwartung in unserer Festtagstracht im Kulturhaus, um beim Treffen der Ungarndeutschen aus Herend, Kischludt, Markau, Polan, Urkut, Waschludt und Wesprim mit dabei zu sein.

Traditionsgemäß begann die Veranstaltung mit einer deutschsprachigen Messe, Zelebrant war Zoltán Tál. Der Pfarrer aus Keszthely wurde vor 25 Jahren zum Priester geweiht, so war sein Jubiläumssegen etwas ganz Besonderes und Bewegendes für die Gläubigen. Nach der innigen Messe segnete er den Preis, den die Deutsche Selbstverwaltung von Herend an Maria Giron für ihre langjährige Verdienste verlieh. Frau Giron war höchst überrascht, als sie erfuhr, dass die 25 Jahre, in denen sie die Kleider für die zwei Christkindl-Gruppen der Stadt in Stand hält, bei diesem Anlass gewürdigt wurden.

Im Kulturprogramm am Nachmittag wirkten sowohl Jugendliche als auch Erwachsene mit. Die ungarndeutschen Chöre aus Herend, Markau, Urkut und der Heimatklang-Chor aus Waschludt sowie die Tanzgruppen Vergissmeinnicht, Rosmarin und Pergő Rozmaring verzauberten das Publikum. Die Aufarbeitung der Hochzeitsbräuche der Polaner lockte uns Tränen in die Augen, lustige Geschichten in Mundart und Hochdeutsch brachten uns zum Lachen.

Nach dem Programm besuchten wir im Vorraum die Stände, an denen die Gemeinden ihre ungarndeutschen Projekte vorstellten. Ahnen- und Mundartforschung, die Christkindl aus dem Komitat in Sankt Andrä, Heimatmuseum Sankt Markus und Traditionspflege luden zum Gespräch, zum Ideen- und Informationsaustausch ein. Für die Kleinen gab es kreative Beschäftigung in der Bastelecke.

Beim herzhaften Abendessen ging es auch lebhaft und munter zu, mal ungarisch, mal deutsch, mal ungarndeutsch. Es war der Zauber des Augenblicks, wo man merkt, großes Glück zu haben einfach nur dazuzugehören.

Katalin Hudi
Leiterin des LdU-Regionalibüros Wesprim

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