SchnellnachrichtenKomitatsgala in Waschludt

Komitatsgala in Waschludt

Möchten Sie über ähnliche Themen erfahren?
Drücken auch Sie einen Like auf die –> Zentrum Facebook-Seite

Am 7. Oktober feierten die Ungarndeutschen im Komitat Wesprim ihre Gala, dieses Jahr in der – im Alterweibersommer besonders malerischen – Gemeinde Waschludt.

Die deutschsprachige Messe vor der Gala wurde von Dr. Dávid Kulcsár zelebriert. Der Tag der Feierlichkeit fiel auf den Tag des Rosenkranzfestes. Wie ein Rosenkranz ein Glaubensbekenntnis sei, so bekenne man sich mit einem Rosmarinzweig zum Ungarndeutschtum, meinte der Pfarrer in seiner Predigt, in der er erörterte, was für eine Bedeutung und Verantwortung es mit sich bringe, sich derart zu bekennen. 

Nach dem Gottesdienst hörten wir auf dem Kirchenplatz der Kapelle Löder Buam zu, fröhlich stimmten uns die sechs jungen Musikanten mit einem Liederkranz auf den Nachmittag ein.

Das Kulturhaus erwartete die Gäste prachtvoll dekoriert, mit gedeckten Tischen. Der Nachmittag verlief einfach zauberhaft: Die Kulturgruppen aus Kreis Ajke verzauberten die Zuschauer mit ihrem Gesang und Tänzen. 

Jeder Auftritt trug neben seinem hohen Niveau etwas Besonderes in sich: Der Frauenchor aus Urkut und der Nationalitätenchor aus Rendek sangen Lieder in ihrer Mundart, der Gemischtchor aus Waschludt brachte mit klassischen Werken Glanz in den Raum. Die Tanzgruppe aus Urkut zeigte, dass man im Alter so flott und unbeschwert tanzen kann, wie die relativ neue, voll begeisterte Tanzgruppe aus Rendek. Der Chor Heimatklang – ebenfalls aus Waschludt – und der Singkreis aus Polan sorgten mit fröhlichem Gesang für Heiterkeit, genau wie die Schülerinnen Franciska Csekényi und Linett Török mit Rezitationen in Mundart und Hochdeutsch. Die Tanzgruppe aus Waschludt in ihrer wunderschönen Tracht brachte ein großes Finale auf die Bühne. 

Bei der Komitatsgala wurden natürlich auch Preise, als Würdigung der herausragenden Tätigkeit für das Ungarndeutschtum, überreicht.

Den Nelli-Wagenhoffer-Preis – für engagierte, junge Ungarndeutsche – erhielt Ádám Weisz aus Waschludt. Den Maria-Schönwald-Preis erhielt Josef Oszvald aus Waschludt für sein außergewöhnliches pädagogisches Lebenswerk. Der Ehrenpreis wurde zwei Damen für ihre immerwährende, selbstlose Tätigkeit in der Gemeinde, in der Region zugesprochen: Katalin Csáky aus Rendek und Erzsébet Varga-Ádám aus Kischludt. Applaus und Freudentränen bezeugten bei der Preisübergabe die Wichtigkeit und Richtigkeit der Anerkennung der Preisträger.

Nach dem herzhaften Abendessen spielte die Johann’s Kapelle auf, und wir feierten fröhlich bis in die Nachtstunden, mal tanzten wir – unabhängig vom Alter – zu originalen Polkas und Walzern, mal zu modernen Interpretationen. Fantastische Stimmung herrschte im Saal.

Einmal im Jahr sitzen wir so gemütlich beisammen, es wird uns bewusst, dass jeder es anders auffasst und erlebt, Ungarndeutsch zu sein. Einmal im Jahr kommen wir zusammen, und freuen wir uns über- und miteinander, preisen Verdienste, entdecken das Besondere, neue Wege und frühere Bekanntschaften, die uns weiterbringen. Das ist es, was bleibt im Herzen, für das nächste Jahr.

Katalin Hudi
Regionalbüro Wesprim

Foto: Szilárd Szendrei

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

Die Wanderausstellung mit den Finalisten des Vorjahres vom ungarndeutschen Online-Fotowettbewerb Blickpunkt war in der Karwoche in Bohl zu sehen.

Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.