Nachrichten„Lassen wir uns vom Erbe unserer Ahnen inspirieren”

„Lassen wir uns vom Erbe unserer Ahnen inspirieren”

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Studienreise ungarndeutscher Lehrer in Kronstadt

In Organisation des Ungarndeutschen Pädagogischen und Methodischen Zentrums (UMZ) nahmen achtzehn Lehrerinnen und Erzieherinnen aus der Umgebung von Budapest und Fünfkirchen an der Studienreise zwischen dem 28. September und 1. Oktober in Kronstadt teil. Im Gastgeberland kümmerten sich Geschäftsführer Benjamin Józsa und Kulturreferentin Doris Köber seitens des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR) um unseren Aufenthalt und ausgezeichnete Verpflegung.  Die stellvertretenden Schulleiterinnen Enikő Józsa und Anina Micleru-Soana führten uns in das Leben des Honterus-Kollegs Kronstadt ein, wir erhielten einen Einblick ins deutschsprachige Bildungswesen in Rumänien vom Kindergarten bis zum Abitur.  Schulleiter Radu Chivărean stellte uns dann die Schule vor. An den Hospitationen konnte man in der Praxis die deutschsprachige Erziehung und den Unterricht auf Deutsch erleben. Es waren leider nur zwei Stunden, die wir in verschiedenen Bildungsinstitutionen unter den Kindern verbringen konnten, trotzdem konnte man viele Erfahrungen sammeln.

Hier lesen Sie einige Meinungen der ungarischen Kolleginnen:

„Die Kindergärtnerin sprach hauptsächlich deutsch mit den Kindern, nur in einigen Fällen übersetzte sie. Man konnte sehen, dass Sprachvermittlung und Sprachgebrauch eine wichtige Rolle im Kindergarten spielen.”

„Ich habe an einer Geschichtsstunde in der 8. Klasse teilgenommen. Das Thema war unsere Heimat, Siebenbürgen. Die Stunde war einsprachig, Deutsch. Durch das Kartenspiel konnte ich die Geschichte von Siebenbürgen kennenlernen. Die Lernspiele sind für mich nicht völlig neu, aber das war für mich eine gute Inspiration.”

„Ich war in einer Mathestunde. Die Schüler schrieben alles ins Heft, was ihnen ganz selbstverständlich war.  Die Heftführung war besonders schön. Die Kinder sprechen sehr gut Deutsch. Ich differenziere hier in Ungarn immer in meiner Klasse, ich mache mit ihnen Partnerarbeit, Gruppenarbeit, benutze Karten und Spiele usw. Jetzt stelle ich mir die Frage: Ist weniger manchmal mehr?”

„Diese Musikstunde machte mir Spaß, weil sie sehr vielfältig und lustig war. Mir hat es gefallen, dass die Lehrerin sehr jung und fröhlich war, und Gitarre spielte. Durch die Hospitation lernte ich neue Methoden von der Lehrerin kennen. Durch die Musik kann man also sehr erfolgreich unterrichten. Das muss ich auch üben.”

„Im Mathematikunterricht arbeiteten die Kinder überwiegend selbstständig, bzw. an der Tafel, sie lösten schriftliche Aufgaben. In der Zwischenzeit zeigte uns die Lehrerin die Lehrbücher, mit denen sie arbeitet. In der Pause zwischen den beiden Unterrichtsstunden gelang es uns im Lehrerzimmer mit mehreren rumänischen Kolleginnen zu sprechen. Sie empfingen uns sehr freundlich und beantworteten bereitwillig alle unsere Fragen. Wir entdeckten, dass es zwischen den Zielen der dortigen und unserer Institution viele Ähnlichkeiten gibt, aber auch die Probleme, die wir haben, sind ähnlich.”

„Der Unterricht im Lyzeum verlief sehr ruhig und stressfrei, mit zwei sehr gut vorbereiteten Lehrerinnen, die beide über 70 waren, und sie benutzten beide IKT-Tools. Die Stunden waren sehr intensiv, sie haben mir sehr gut gefallen.”

Am Nachmittag besuchten wir noch die ungarische Schule und die örtlichen Kollegen machten mit uns einen großen Stadtrundgang. Am Abend bildete sich ein spontanes Rundtischgespräch heraus, an dem wir uns über die fachlichen Erfahrungen austauschten. Am Samstagvormittag organisierte uns das DFDR einen ausgezeichneten Ausflug, wir waren in Keisd am großen Sachsentreffen mit mehreren Hunderten Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Tracht. Ein Höhepunkt des Festes war der Gottesdienst, an dem der Bischof auf die Werte der Traditionen hinwies und sagte, dass wir uns vom Erbe unserer Ahnen inspirieren lassen sollten. Es gab Kindergruppen, Blasmusik, Umzug der Trachtengruppen und Möglichkeiten zum Gespräch. Unsere Studienreise beendeten wir in der Perlenstadt der Sachsen, in Sankt Georgen. Am Sonntag ging es dann nach Hause, die lange Fahrt verbrachten wir mit gemeinsamem Singen und lustigen Spielen.

Die Reise war ein tolles Erlebnis, vielen Dank für die Gastfreundschaft und für die Organisation! Das Programm wurde vom Bundesministerium des Innern und für Heimat freundlicherweise unterstützt.

Maria Miskovics
Gruppenleiterin

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