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Sich den Herausforderungen der Zeit stellen

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Das Ungarndeutsche Pädagogische und Methodische Zentrum (UMZ) organisierte seine Fachtagung für die Region Nord in der István Széchenyi Grundschule in Obergalla am 21. September 2023. 

Als man Direktoren, Mitglieder der örtlichen Nationalitätenselbstverwaltungen sowie die Pädagogen der Schulen und Kindergärten in der Trägerschaft deutscher Selbstverwaltungen in der Turnhalle beobachtete, hatte man das Gefühl, gute Freunde haben sich getroffen. Von den vielen erfahrenen Funktionsträgern wurden auch die Neuankömmlinge freundlich aufgenommen.

Ein stimmungsvoller Auftakt wartete auf die Teilnehmer der Fachtagung, die Schüler der Gastgeberschule begrüßten sie mit Liedern und einem Tanz.

In der Sektion Kindergarten stand diesmal die Musik im Mittelpunkt.

Im Workshop von Kinga Ruppert-Nichter konnten die Teilnehmerinnen die Erfahrung machen, dass Erwachsene genauso viel Freude an Musik und Bewegung haben können wie Kinder. Sie betonte, dass die vorgestellten Methoden erst dann verinnerlicht werden können, wenn man sie adaptiert und mit eigenen Ideen bereichert. Sie hat die Sprachvermittlung mit den musikalischen Angeboten fast unauffällig verbunden, den natürlichen Spracherwerb mit einfachen Gegenständen und Bewegungen unterstützt. Kreativität und individuelle Ideen beim gemeinsamen Musizieren motivieren Erwachsene genauso wie Kinder. 

Mit vollem Schwung und starker Identität vermittelte Mónika Fazekas-Gombár Lieder, Sprüche und einfache ungarndeutsche Tänze authentisch. Nach einer theoretischen Einführung sorgten die erlernten Lieder und Tänze für gute Stimmung. Die Kindergartenpädagogen wollten gar nicht aufhören, sie waren von der Musik, Tanz und Bewegung fasziniert. In der Gesellschaft von so engagierten Kolleginnen verging der Tag schnell!

In der Sektion Pädagogen wies Maria Frey, Lehrerin am Valeria-Koch-Bildungszentrum in Fünfkirchen, in ihrem Workshop darauf hin, dass sich die Lernmethoden und auch die Denkweise der heutigen Jugend in der letzten Zeit stark verändert haben und die Pädagogen sich auch dieser Herausforderung bewusst stellen müssen. Die Referentin brachte zahlreiche Methoden, um den Lernprozess zu erleichtern.

Josef Weigert, Institutsleiter des UMZ, stellte Methoden und Tricks vor, wie ungarndeutsche Kenntnisse spielerisch, auch mit Methoden der Theaterpädagogik vermittelt werden können.

In der Sektion Träger und Institutsleiter gab es beinahe vierzig TeilnehmerInnen. László Appel erklärte die Mitbestimmungsrechte der örtlichen Selbstverwaltungen. Eva Waldmann-Baudentisztl hielt einen Vortrag über Rechte und Aufgaben der Nationalitätenselbstverwaltungen als Träger von Schulen und Kindergärten. Dr. Gabriella Dávid berichtete über aktuelle Themen in der Praxis und fasste die Fragen der Institutionen zusammen, die in letzter Zeit aufgetaucht sind. 

Wie gewohnt waren die Vorträge eher Diskussionen. Die Referenten nutzten die Möglichkeit, um Gespräche anzuregen, und die TeilnehmerInnen konnten ihre Meinung sowie ihre bewährten Praktiken austauschen. Obwohl die Themen eher trocken und sehr spezifisch waren, wurden von den Teilnehmern sehr viele Fragen aufgegriffen, und die Experten beantworteten diese gemäß der neuesten Regelungen. 

Natürlich stand auch das Gesetz über die Pädagogenlaufbahn im Mittelpunkt. Alle LeiterInnen und PädagogInnen beschäftigt momentan die Umstellung zum neuen Rechtsverhältnis. Das UMZ bot den LeiterInnen der Institutionen praktische Hilfe an. Schon im Voraus wurde ein Hilfsblatt zur Zusammenstellung des Informationsdokumentes verschickt. Eine Empfehlung, die die Institutionen für die einzelnen Arbeitnehmer ergänzen konnten. 

Die Teilnehmer beteiligten sich an der Tagung aktiv. Im Nachgespräch entwickelten sich rege Diskussionen mit den Referenten, aber auch unter den Trägern und Leitern.  

Vielen Dank für die freundliche Aufnahme und Organisation an die KollegInnen in der Széchenyi Grundschule in Obergalla! Das Programm wurde freundlicherweise vom Bundesministerium des Inneren und für Heimat unterstützt.

Das UMZ-Team

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