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Fachtag über die Wichtigkeit des Musik- und Tanzunterrichts in der Erziehung

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An der von dem Verband der Deutschen Selbstverwaltungen in Nordungarn e. V. und der Deutschen Selbstverwaltung des Komitates Pesth organisierten Fortbildung am 11. November in Maan nahmen Kindergärtnerinnen und Deutschpädagogen der Unterstufe ungarndeutscher Bildungsinstitutionen aus Pußtawam, Iklad, Wudersch, Bogdan, Wudigeß und Leinwar teil.

Die erste Referentin des Fachseminars, Mira Gölcz, Doktorandin an der ELTE, sprach über die Lage der Nationalitäten-Kindergärtnerin-Ausbildung, wo – trotz zahlreicher vorteilhafter Maßnahmen wie z. B. Stipendien – noch viel nachzuholen ist. Sie betonte die Wichtigkeit der Tätigkeit der Kollegen in den Kindergärten: von ihnen hänge die Zukunft der deutschen Nationalität ab. Sie informierte die Teilnehmer auch über die Fortbildungsmöglichkeiten landesweit und stellte einen großen Teil der Fachliteratur, Liederbücher, Märchenbücher, Notenblätter, CD-s aus dem Ausland (Österreich) und aus Ungarn zur Verfügung.

Zum Thema Musikunterricht und Tanzunterricht im Kindergarten bekamen die Teilnehmer zahlreiche  Ideen – im Vordergrund standen Materialien aus Schaumar -und es wurde auch darüber gesprochen, wie die Eltern heutzutage in die Musikerziehung einbezogen werden können. Neue Methoden und Tendenzen wurden auch erwähnt, wo die Bewegung im Mittelpunkt steht. Die Feststellung des Komponisten Zoltán Kodály, dass die Musikerziehung schon neun Monate vor der Geburt im Bauch der Mutter beginnt, müsse man vor Augen halten, sagte Mira Gölcz.

Der große Raum im Leimen-Haus bot den Kollegen gute Möglichkeit, Spiele und Tänze auch in der Praxis auszuprobieren.

Anna Gräff, die jahrzehntelang als Kindergärtnerin, später als Leiterin des Kindergartens in Bogdan arbeitete, beherrscht noch die örtliche Mundart. Das wertvolle Material mit den Bewegungsspielen, Schlafliedern, Gebeten, Paarweise-Spielen, Abzählreimen, Reimen, Liedern in Mundart, das verteilt, analysiert und ausprobiert wurde, machte auf die Kollegen einen großen Eindruck. Und noch dazu konnten wir uns das alles auf DVD ansehen, sogar kaufen. Die Zusammenstellung mit dem Titel „Es war einmal… in Bogdan” wurde für die Zukunft angefertigt: das niveauvolle Begleitheft enthält die Lieder und Sprüche nicht nur in Mundart, sondern auch in Hochdeutsch.

Forscherin Ildikó Winhardt gab den Teilnehmern praktische Hinweise, wo und wie sie im Institut für Musikwissenschaft Materialien zu den örtlichen Siedlungen erhalten können, und machte die Kollegen auf die Wichtigkeit der Sammelarbeit aufmerksam. Sie brachte auch ihr besonderes Instrument, das Hackbrett, mit und damit begleitete sie die Tänze der Kollegen. Die rhytmischen Spiele, die wir mit „Körperinstrumenten” (klatschen, patschen, schnipsen, mit den Füßen stampfen, auf den Tisch klopfen usw.) ausprobierten, fanden die Kindergärtnerinnen sehr unterhaltsam. Das verteilte Material enthielt nicht nur Texte und Notenblätter, sondern auch Instruktionen und Bewegungsvariationen, die die Kollegen später benutzen können.

Der Fachtag in Maan endete mit der Verteilung der Zertifikate und der Auswertung des Fachseminars. Die Rückmeldungen waren äußerst positiv nicht nur seitens der Kindergärtnerinnen, die das Gelernte auch in der Praxis verwenden können: auch die ältere Generation genoss die Kinderlieder, die Sprüche, die Reime bzw. die Spiele in Mundart und fühlte sich dadurch für einen Tag als Kind in der Vergangenheit, zur Zeit der Großeltern.

Vielen Dank den Organisatoren, Referentinnen und Förderern für den lehrreiche Fachtag!

Maria Herein Kőrös

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