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So verging die Faschingszeit 2024 in Harast

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Ball, Faschingbegraben, Strudelessen und Funkenfeuer… Die vergangenen Wochen waren in Harast keineswegs ereignislos. Nun berichtet Andor Simon über die Geschehnisse in der Stadt im Komitat Pesth.

Faschingsball des Vereins Junger Haraster Schwaben

Am zweiten Februarsamstag fand unser Faschingsball statt. Für die gute Laune sorgten die Kapellen Heimatklang und Haraster Dorfmusik. Die Dreidörfler Buam sangen dabei ein Liederpotpourri mit der Blaskapelle, unsere Kindergruppe stellte den Fuhrmannsmarsch und die Plättscherpolka aufs Parkett, die Jugendtanzgruppe präsentierte zwei „klassische“ Choreografien, die Faschingseröffnung von Josef Wenczl und den Marsch und Zeppel von Nikolaus Manninger. Als Mitternachtseinlage diente ein elegant kostümierter Charleston. Alle Tänze wurden live von der Haraster Dorfmusik begleitet.

Hiermit bedanken wir uns bei allen Musikkapellen, Mitwirkenden, Sponsoren und Förderern sowie bei allen Gästen, die unserer Einladung gefolgt sind.

Faschingsleich/Faschingbegraben

Unter großer Anteilnahme wurde der Fasching Seppi im Haraster Kulturhaus eingesegnet und verabschiedet. Im traditionellen Rahmen, aber doch der Zeit angepasst. Die Einsegnung nahmen Msgr. Andreas Zwick und Kaplan Tamás Gyöngyösi unter der Assistenz des Blumenstrausschores, der Dreidörfler Buam und der Kindertanzgruppe Kleine Rosinen vor. Tief betrauert von seiner Witwe (Edina Schuster) ging der Fasching im Aschermittwoch auf.
Es is‘ wie man sogt, a scheini und lustige Leich g’wes’n.

Strudelessen und Funkenfeuer

Am Aschermittwoch suchten die Haraster Burschen die Mädchen auf, um sie noch zu einer Art „Afterparty“ nach dem Fasching einzuladen. Dabei wurden die Jungs mit frisch gebackenem Strudel bewirtet bzw. das Gebäck wurde auch zu der Veranstaltung mitgebracht. Bei dieser Zusammenkunft wurde aber nicht mehr getanzt, meistens nur gesungen. Am Aschermittwoch wurde auch Bohnensuppe ohne Fleisch gekocht. Der Kochtopf sollte aber von den Hausfrauen gut bewacht werden, denn einige Burschen warfen alte Schuhe als „Bekräftigung“ in die Fisolasuppe. 

Am Funkensonntag, am ersten Sonntag nach Aschermittwoch, gab es Weinsuppe oder eine Obstsuppe aus Dörr- oder Dunstobst mit Krapfen. Am späten Nachmittag wurde außerhalb des Dorfes ein großer Scheiterhaufen aus Stroh, Ästen und Zweigen zusammengetragen. Auf dem Scheiterhaufen kam eine Hexenfigur, die den Winter und das viele Leid verkörperte. Aus dem Dorf gab es ein Fackelzug zum Scheiterhaufen, die brennenden Fackeln wurden in dem Stroh geworfen und dabei folgender Reim gesagt:
Hietz zünd’n wir des Feuer oan, auf des die Hex verbrenne‘ koann
Und mit der Hex verbrennt der Schnee, so muaß es sei‘,
so is es schee‘
Und wenn dann goar kein Schnee mehr liegt,
und groas scho‘ aus dem Boden spitzt, dann is‘ es so weit,
dann kaonn er komma, jo dann erwartet weard der Somma‘

Fotos: Gábor Tóth / dunaharaszti online
Videos: Verein Junger Haraster Schwaben

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