Bibliothek @deAmire még emlékszem

Amire még emlékszem

Möchten Sie über ähnliche Themen erfahren?
Drücken auch Sie einen Like auf die –> Zentrum Facebook-Seite

Die Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek wächst ständig. Wir bemühen uns dem Erwerb von Publikationen verschiedener Genres Vorrang zu geben. Dies passierte auch dieses Mal: Nun stellen wir unseren Lesern eine aus den Erinnerungen einer älteren Dame herausgegebene Familiengeschichte und Zeitdokument vor.

Je älter man wird, desto stärker wird der Wunsch, die eigene Geschichte zu erzählen, diese in irgendeiner Form weiterzugeben, festzuhalten. Leider haben nur wenige Menschen die Möglichkeit, dies zu tun, entweder aus Mangel an Zeit oder an Fähigkeiten oder eben aus Mangel an Zuhörern. Ist der Prozess jedoch erst einmal in Gange, stellt sich die Frage, ob Menschen außerhalb der Familie das Recht haben, in dieses Werk hineinzulesen. Unsere Memoiren sind in erster Linie für unsere Kinder und Enkelkinder gedacht, aber mit der Zustimmung der Nachkommen können auch die Außenstehenden die erzählten Geschehnisse selbst „miterleben”.

Borbála Hofher geb Krenn wurde im Mai 1920 in Wudigess als drittes Kind einer schwäbischen Familie geboren. Im Alter von siebzig Jahren beschloss sie, die Geschichte ihres Lebens und ihrer Familie zu Papier zu bringen, zumindest das, woran sie sich erinnern konnte. Wir erfahren nicht nur einiges über das wechselvolle und dramatische Schicksal ihrer Familie über vier Generationen hinweg, sondern auch über die Ereignisse in der Umgebung der Hauptstadt von den 1920er bis zu den 1980er Jahren, über die gesellschaftlichen Verhältnisse in Ungarn und in Wudigess und sogar die in Westdeutschland zu dieser Zeit. Wir erhalten ein authentisches Bild von der Schul- und Ausbildungssituation zwischen den 1920er und 1940er Jahren, vom Kleinhandel auf dem Land, aber auch von der Geschichte der Vertreibungen 1946-1948 und der Revolution 1956, dem Schicksal zerrissener Familien und den Jahrzehnten des Staatssozialismus. Nicht zuletzt ist diese auch die Geschichte einer Mutter, deren Sohn sein Leben dem priesterlichen Dienst gewidmet hat. Seinen Weg verfolgen wir aus der Perspektive einer tief religiösen Mutter.

Wir empfehlen diese Publikation all jenen, für die eine solche Erzählung als Quellentext für ihre Forschungen dienen kann. Möge dieses Buch darüber hinaus eine Ermutigung für alle sein, die eine ähnliche Geschichte aufzuzeichnen haben.

Amire még emlékszem. Hofher Józsefné Krenn Borbála feljegyzései (Woran ich mich noch erinnere. Aufzeichnungen von Borbála Hofher geb. Krenn)
Zusammengestellt von János Bednárik
Budapest: Jezsuita Kiadó, 2023
178 Seiten
Sprache: Ungarisch

Die empfohlenen Bücher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek – wenn nichts weiteres Angegeben – nur zur Leihe zugänglich.
Weitere Informationen: info@bibliothek.hu
Webseite: www.bibliothek.hu
 

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

Die Wanderausstellung mit den Finalisten des Vorjahres vom ungarndeutschen Online-Fotowettbewerb Blickpunkt war in der Karwoche in Bohl zu sehen.

Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.