Projekt WanderschlüsselWanderschlüssel-Projekt in Nadwar

Wanderschlüssel-Projekt in Nadwar

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Unsere Schule, die Nadwar-Érsekhalma Deutsche Nationalitätengrundschule, nahm an der Wanderschlüssel-Kampagne der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen teil. Was haben unsere Ahnen mitgebracht? Um diese Frage herum bauten wir das Thema der Projektwoche auf.

Die ersten Siedlerfamilien, die im Juni 1724 hier, in Nadwar/Nemesnádudvar angekommen waren, hatten ihre Sprache, ihre Mundart, ihren Fleiß, ihre Bräuche und ihren christlichen Glauben mitgebracht.

Die Siebt- und Achtklässler beschäftigten sich mit der Sprache und mit den Festen. Maria Knáb und ihr Enkel, Balázs Marusa, schenkten uns eine Aufnahme mit einer Mundartgeschichte mit dem Titel Zwá Kschichta fum Heirá. Die Schüler übersetzten den Mundarttext ins Hochdeutsch und erstellten dazu ein Miniglossar. Von den Festen behandelten wir die Hochzeit ausführlicher.

Die Sechstklässler lernten die wichtigsten Feiertage des Kirchenjahres kennen. Sie sammelten alte  Bibeln, Gebetbücher und Heiligenbilder. Sie fertigten einen Rosenkranz an und wählten dazu Marienlieder aus einem Gesangbuch.

Die Kinder der fünften Klasse fragten bei ihren Großeltern nach, an welche alten Berufe im Dorf sie sich noch erinnern können. Es wurden dabei viele genannt. In der Zeichenstunde zeichneten die Schüler zu jedem Beruf ein Aushängeschild, die Namen schrieben sie dazu mit Frakturschrift. In den Volkskundestunden lernten sie dann diese alten Berufe und die dabei verwendeten Werkzeuge kennen.

Die Erst- und Viertklässler setzten sich mit dem Fleiß und der Arbeit der Ahnen auseinander. Sie sprachen über die Arbeit im und um das Haus, in der Küche und mit den Tieren. Die Kleinen bastelten aus Lehm Kleintiere – Küken, Entchen, Gänslein, Ferkel, Lämmchen und Rösslein. Die Kinder aus der vierten Klasse zeichneten zu der alltäglichen Arbeit die Gegenstände auf Dominos.

Die dritte Klasse beschäftigte sich mit den Trachten. Die Kinder lernten dabei die Besonderheiten der Erwachsenen- und Kindertrachten in Nadwar kennen. Neben Alltags- und Festkleidung betrachteten wir auch die Kleidung des Brautpaares, über die wir dann Zeichnungen anfertigten. Auch das typisch ungarndeutsche Schuhwerk, der Patschker, wurde aus Papier hergestellt.

In der zweiten Klasse beschäftigten wir uns mit unserer Sprache. Wir lernten Reime im Nadwarer Dialekt und machten dazu Illustrationen. Wir benutzten dazu die CD So hat mai Altmotr kspielt.

Wir organisierten eine Ausstellung aus den angefertigten Arbeiten im Schulflur. Ein Kuriosum der Ausstellung ist, dass die im Dialekt aufgezeichneten Geschichten, Kinderreime und die deutschen Kirchenlieder mit einem QR-Code-Reader angehört werden können.

In die bemalte Truhe legten wir eine Fotokopie des ursprünglichen Ansiedlungsvertrags, Dokumente aus der Ansiedlungszeit, einen Kellerschlüssel und die CD So hat mai Altmotr kspielt.

Die deutsche Arbeitsgemeinschaft der Schule

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