SchnellnachrichtenTrauernachricht: Benediktinerpater Martin Anton Jelli OSB ist von uns gegangen

Trauernachricht: Benediktinerpater Martin Anton Jelli OSB ist von uns gegangen

Anton Jelli ist am 2. Januar 1930 in Schambek geboren, wo er, bis zur Vertreibung der Familie im Jahre 1946 ins baden-württembergische Niederstotzingen, seine Kinder- und Jugendjahre verbrachte. Nach dem Abitur in Dillingen trat er dem Benediktinerorden bei, nahm den Namen Martin an, und das Kloster in Neresheim wurde sein neues Zuhause. Er studierte an der Ordenshochschule bei Kloster Beuron Theologie und Philosophie und wurde 1957 zum Priester geweiht.

Sein Interesse galt der menschlichen Psyche, deswegen machte Pater Martin 1965 eine Ausbildung zum Psychotherapeuten. In Stuttgart hatte er sogar eine eigene Praxis für Psychotherapie und war als Dozent an der Stuttgarter Akademie für Tiefenpsychologie und Psychotherapie tätig. 1993 kehrte Pater Martin endgültig nach Neresheim zurück, wo er zum Subprior aufstieg. 2007 feierte er mit einer festlichen Messe sein goldenes Priesterjubiläum.

Seine Heimat und seine Herkunft vergaß Pater Martin nie. Er machte sich auch um das Ungarndeutschtum verdient und zelebrierte jahrelang Vertriebenen- und Städtepartnerschaftsmessen im Rahmen von Wallfahrten nach Mariazell. Er war Gründungsvorsitzender des Schambeker Heimatvereins. Und auch in der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn war er über Jahrzehnten aktiv, 1994-1996 war er Landesvorsitzender der LDU in Baden-Württemberg. Er schrieb für die Heimatzeitung „Unsere Post” bzw. für „Unser Hauskalender”, publizierte regelmäßig wissenschaftliche Aufsätze und war Autor von Ortsfamilienbüchern und Ortsmonografien, wie auch von der dreibändigen Monografie über Schambeck. Pater Martin setzte sich vielfach für sein Heimatort ein, vermittelte u. a. finanzielle Hilfen für die Pfarrei bzw. Kirche. 2002 wurde ihm die Ehrenbürgerwürde von Schambek verliehen.

Er leitete jahrzehntelang die umfangreiche und einzigartige Abteibibliothek in Neresheim und unterstützte mit wertvollen Bücherspenden die Bibliothek des Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrums in Budapest. Pater Martin verfolgte mit großer Begeisterung die Arbeit des Zentrums und bei seinen Ungarnreisen machte er stets gerne einen Abstecher im Haus der Ungarndeutschen, und diskutierte mit dem Team mit großer Begeisterung über die Gegenwart und Zukunft der Ungarndeutschen.

Pater Martin Anton Jelli ist nun am 19. April 2024 im Kloster Neresheim für immer eingeschlafen. Nach dem Requiem am 23. April 2024, um 14 Uhr in der Abteikirche Neresheim wird er von seinen Ordensbrüdern, Familienangehörigen und Weggefährten auf seinem letzten Weg zu seiner Ruhestätte auf dem Klosterfriedhof begleitet.

Monika Ambach

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Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

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Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

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Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.