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In der Hajoscher Sankt Emmerich Grundschule wird jedes Jahr Anfang November zur Ehre unseres Namensgebers die Sankt Emmerich Woche veranstaltet. Diesmal wählten wir das Motto „Ahnen und Helden”. Das passte genau zum Wanderschlüssel-Projekt. Der Wanderschlüssel kam zur Eröffnungsfeier der Sankt Emmerich Woche, am 6. November in Hajosch/Hajós an. Die wunderschöne Hartauer Truhe brachte eine Delegation – Bürgermeister Tamás Klinger, Schuldirektorin Anna Palatin und zwei Schüler in Tarianer Volkstracht mit.
Zuerst lasen unsere Siebtklässler in Hajoscher Volkstracht Zitaten aus Kolonistenbriefen aus dem 18. Jahrhundert vor. Sie lieferten uns Einblicke in die Schicksale, Empfindungen und Hoffnungen. Die Geschichte lehrt uns, dass unter den Eigenschaften eines Helden der Mut die wichtigste sei. Der heilige Emmerich war ein mutiger „Atleta Christi”. Der Mut, der von den Hajoscher Schwaben aufgebracht wurde, als sie 1722 drei Kilometer vom Steilrand weg mitten in die sumpfige Flussaue hineinsiedelten, ist bewundernswert. Sie waren auch die einzigen, die aushielten. Die Schüler und die Mitglieder der Deutschen Selbstverwaltung pflanzten eine Jubiläumseiche vor die Schule als Erinnerung an das 300-jährige Jubiläum der Ansiedlung der Hajoscher Schwaben. Dieser Baum hat eine symbolische Bedeutung: Er kann ohne Wurzel nicht leben und wir können es auch nicht.
Am nächsten Tag nahmen unsere Deutschlehrerinnen die Hartauer Truhe zum Deutschunterricht mit. Die Schulkinder bewunderten ihren Inhalt und den Wanderschlüssel. Am Nachmittag mussten die Schüler versteckte Fotos von Helden und Ahnen in der Stadt suchen und danach eine Präsentation zusammenstellen, auf der die Personen eine deutschsprachige Sprechblase bekamen.
Am nächsten Morgen versammelten wir uns auf dem Schulhof, wo die Präsentationen vorgestellt wurden, und wir füllten die Truhe mit Hajoscher Inhalt, also mit verschiedenen Stoffresten der Hajoscher Volkstracht, dem Wappen von Hajosch, Fotos über das Wanderschlüssel-Projekt und einem kleinen Büchlein mit dem Titel „Száág maal mit miár”, die Sprüche in Hajoscher Dialekt enthält und mit den Zeichnungen unserer Schulkinder illustriert ist.
Der Weg des Wanderschlüssels führte nach Sankt Martin/Szigetszentmárton weiter. Wir bedanken uns bei der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen für diese wunderbare Möglichkeit!
Erika Schindler-Geiger
Direktorin
Hajoscher Sankt Emmerich Grundschule




