NachrichtenWanderschlüssel: Bericht über eine außergewöhnliche Geschichtsstunde

Wanderschlüssel: Bericht über eine außergewöhnliche Geschichtsstunde

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Auf Einladung der Deutschen Selbstverwaltung Bekesch besuchte auch uns die Truhe mit dem Wanderschlüssel. Wir organisierten eine außergewöhnliche Geschichtsstunde, um das Programm erfolgreich zu gestalten. Drei Ortschaften – Berin, Gyomaendrőd und Bekesch – schlossen sich für die Aktion zusammen, weil wir eine starke Schicksalsgemeinschaft haben.

Berin ist die Ortschaft in dieser Gegend, wo die Deutschen tatsächlich angesiedelt wurden, in die beiden anderen Siedlungen seien die Schwaben wie „vom Winde verweht“ gekommen. Urkunden beweisen, dass das Lernen, die guten Felder, die Pflanzenwelt der Auen und die guten Arbeitsmöglichkeiten die schwäbische Bevölkerung angezogen haben. Dadurch entstanden menschliche Beziehungen – auch Lieben –, und Familien wurden gegründet. Schwaben lebten also im Laufe der Jahrhunderte in Bekesch, Gyomaendrőd und natürlich vor allem in Berin praktisch durchgehend. Für ihre Ansiedlung war Baron Georg Johann Harruckern verantwortlich. Wir wissen von hervorragenden, fleißigen Handwerkern – vor allem kannten sie sich mit der Verarbeitung der Auenweiden, mit dem Ackerbau und Tabakanbau aus.

In Bekesch, in unserem großen Veranstaltungsraum, empfingen wir die Jugendlichen und sonstige Interessierte: etwa siebzig Personen nahmen an der Veranstaltung teil. Unser Referent war Mihály Körösi, Forscher, stellvertretender Bürgermeister von Berin, ein renommierter Experte des Themas. In seinem Vortrag beschwor er mithilfe vieler Daten, Bilder und interessanter Texte die Vergangenheit herauf. Aus dieser ansprechenden Präsentation lernten wir viel. 

Unser Geschenk, das wir in die Truhe gelegt haben, enthält alte Dokumente, Bilder von Gebäuden sowie auch heutzutage gemachte Fotos. Auch die beiden anderen Ortschaften legten ihre Geschenke in die Truhe.

Wir sind froh, dass wir an dem Projekt teilnahmen und viel Neues über die Ansiedlung der Deutschen erfuhren.

An der Veranstaltung präsentierte sich auch der Verein der Deutschen aus Bekesch, bzw. auch dieses Mal stellten wir unserem Publikum eine bekannte Persönlichkeit unserer Nationalität, Dr. András Roósz, den Raumfahrtsexperten aus Bekesch vor. Sein Großvater, Dr. Elek Sebők, ist Ehrenbürger der Stadt.

Susanne Takács,
Vorsitzende der Deutschen Selbstverwaltung Bekesch

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