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„Ihr Engagement und ihre Einsatzbereitschaft haben wesentlich dazu beigetragen, die Interessen der ungarndeutschen Gemeinschaft erfolgreich zu vertreten”

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Die Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen
dankte den Mitgliedern der Vollversammlung
auf der Abschlusssitzung der Wahlperiode
für ihre fünfjährige Arbeit

Eine besondere Sitzung der Vollversammlung der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU) fand am 7. September statt: Es war die letzte Zusammenkunft des aktuellen Gremiums, da die fünfjährige Amtszeit der 47 Mitglieder am 30. September abläuft. Aufgrund des außerordentlichen Charakters der Tagung erörterte die Vollversammlung diesmal weniger inhaltliche Fragen: Die Tagesordnung war hauptsächlich institutionellen Berichten gewidmet. Der besondere Charakter der Veranstaltung wurde auch dadurch unterstrichen, dass die Sitzung im neu renovierten Lenau Haus in Fünfkirchen abgehalten wurde.

Neu gestaltete Fassade, gepflegter Innenhof und komplett erneuerte, moderne und geschmackvolle Räumlichkeiten, die ihrer Funktion viel besser gerecht werden – so erwartete das Kulturzentrum der ungarndeutschen Gemeinschaft in Südtransdanubien die Mitglieder der LdU-Vollversammlung, die zum letzten Mal in der gewohnten Konstellation der letzten fünf Jahre tagten.

Wie üblich begann die Sitzung mit der Behandlung des Haushalts. Dabei wurde ein Überblick über die finanzielle Situation der Selbstverwaltung in der ersten Hälfte dieses Jahres gegeben. Aus dem Bericht ging hervor, dass die Landesselbstverwaltung solide wirtschaftet und die ersten sechs Monate des Jahres 2024 mit einer stabilen Finanzlage abgeschlossen hat. „Ich habe der Vollversammlung diesen Bericht mit sehr gutem Gewissen vorgelegt“, meinte Ildikó Tóth-Szabó, die bald in den Ruhestand tretende Wirtschaftsleiterin.

Nach der dritten Modifizierung des Budgets der LdU für das Jahr 2024 zog Dr. Michael Józan-Jilling, eines der Gründungsmitglieder der Landesselbstverwaltung, scheidendes Mitglied der Vollversammlung und für soziale Angelegenheiten zuständiger Beirat, kurz Bilanz über die in den letzten drei Jahrzehnten erzielten Fortschritte und stellte fest: „Aus dem Nichts haben wir ein 14,5 Milliarden Forint schweres institutionelles System geschaffen. Es ist unglaublich, wo wir angefangen haben und wie weit wir gekommen sind!“

Im Anschluss diskutierte das Plenum eine Reihe von institutionellen Berichten: zum einen die Tätigkeitsberichte der Audi Hungaria Deutschen Schule Győr und des Ungarndeutschen Bildungszentrums Baja für das Schuljahr 2023-2024, da die LdU in den Kuratorien der Stiftungen, die diese Einrichtungen unterhalten, vertreten ist; zum anderen die Leistungsberichte der von der Landesselbstverwaltung selbst getragenen Bildungszentren, nämlich das Valeria-Koch-Bildungszentrum in Fünfkirchen, das Friedrich-Schiller-Gymnasium in Werischwar und das Deutsche Nationalitätengymnasium in der Hauptstadt. In den Berichten wurde einhellig bescheinigt, dass die Schulen besonderes Augenmerk auf den Deutschunterricht auf hohem Niveau und auf die Vermittlung von Inhalten und Werten der deutschen Nationalität legen. Neue digitale Hilfsmittel und moderne Lehrmethoden werden eingesetzt, um die Qualität des Unterrichts zu verbessern. Die Leistungen der Schüler sind in der Regel hervorragend. Die Lehrkräfte werden regelmäßig fortgebildet, und die Einrichtungen legen großen Wert auf die Talentförderung und die Unterstützung von Schülern mit besonderen Bedürfnissen. In diesen Einrichtungen werden schülergeführte Projekte stark gefördert, die es den Schülern ermöglichen sollen, theoretisches Wissen in die Praxis umzusetzen und ihre Unabhängigkeit und Kreativität zu entwickeln. Zu den Vorhaben der Schulen gehören die Verbesserung der Unterrichtsinfrastruktur, der Ausbau der Sporteinrichtungen und die Einführung neuer digitaler Lernmaterialien. „Der Bildungsausschuss der Landesselbstverwaltung hat die Bildungszentren mit besonderem Augenmerk auf die Verwendung der deutschen Sprache und die Vermittlung von Nationalitäteninhalten geprüft. Die Arbeit, die in unseren Einrichtungen geleistet wird, ist äußerst vielfältig und von sehr hoher Qualität“, betonte Alfred Manz, Vorsitzender des Ausschusses, vor der Vollversammlung.

Das Gremium diskutierte auch den Bericht der der LdU getragenen Kultureinrichtungen für das Jahr 2023. Im Bericht der Deutschen Bühne Ungarn in Seksard wurde festgestellt, dass das Repertoire der DBU deutschsprachige klassische und moderne Aufführungen für alle Altersgruppen umfasst, und dass das Theater durch seine landesweiten und internationalen Beziehungen versucht, seine Vorstellungen einem breiten Publikum zu präsentieren. Die Intendantin fügte hinzu, dass die DBU nun auch einmal im Monat in Budapest auftritt. Katalin Lotz unterstrich, dass das Publikum sowohl in der Hauptstadt als auch in Seksard und bei Gastvorstellungen landesweit willkommen ist, und sie bat auch die ungarndeutschen Selbstverwaltungen, Theaterbesuche der örtlichen Gemeinschaften durch den Kauf von Eintrittskarten oder Dauerkarten zu unterstützen.

Aus dem Jahresbericht des Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrums und Bibliothek, das ebenfalls von der Landesselbstverwaltung betrieben wird, geht hervor, dass die Einrichtung auch im vergangenen Jahr durch kontinuierliche Berichterstattung sowie zahlreiche kulturelle Veranstaltungen, Musik- und Theateraufführungen, literarische Programme, Ausstellungen und andere Initiativen die deutsche Sprache und ungarndeutsche Kultur gefördert hat. An der Spitze der Einrichtung, die in der ungarndeutschen Gemeinschaft unter dem Namen „Zentrum“ bekannt ist, hat es kürzlich einen Wechsel gegeben: Ab dem 1. Oktober wird Angelika Erdélyi-Pfiszterer die hauptamtliche Leitung der Institution übernehmen, nachdem Monika Ambach nach langjähriger Tätigkeit zurückgetreten ist. Die neue Direktorin war zuvor Kulturreferentin der LdU und wird in diesem Amt von Gabriella Jaszmann abgelöst.

Wie üblich berichtete auch Emmerich Ritter, Parlamentsabgeordneter der Ungarndeutschen, über seine Arbeit seit der letzten Vollversammlungssitzung. In seinem Bericht wies er vor allem darauf hin, dass er Mitte August den Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Frank-Walter Steinmeier, und den Präsidenten der Republik Ungarn, Tamás Sulyok, getroffen hatte, mit denen er die Gelegenheit hatte, über die Vergangenheit und Gegenwart der ungarndeutschen Gemeinschaft zu diskutieren, und die sich sehr positiv über diese Nationalität äußerten.

Der Jahresbericht der Landesselbstverwaltung und ihrer Geschäftsstelle, der auf der Tagesordnung stand, war integraler Bestandteil einer anschaulichen Präsentation, in der die stellvertretende Vorsitzende Olivia Schubert in ihrem Namen und im Namen der Vorsitzenden Ibolya Hock-Englender detailliert über die wichtigsten Ergebnisse der gesamten fünfjährigen Amtszeit in den Bereichen Wirtschaftsführung, Personalien, Arbeitsorganisation, Kooperationen, Investitionen, Immobilien, Kommunikation, Projekte, Veranstaltungen, Strategieumsetzung, Volkszählung und Nationalitätenwahlen berichtete. Der Applaus im Anschluss an die Präsentation galt all jenen, die in den letzten fünf Jahren ihren Teil zum Erfolg beigetragen haben.

Zum Abschluss der Zusammenkunft bedankte sich Vorsitzende Hock-Englender mit herzlichen Worten und einem Geschenk bei allen Mitgliedern der Vollversammlung und anderen Kooperationspartnern für ihre engagierte und wertvolle Arbeit während der 2019 begonnenen und nun zu Ende gehenden Amtszeit. Sie betonte, dass ihr Engagement und ihr Einsatz wesentlich zur erfolgreichen Vertretung der Interessen der ungarndeutschen Gemeinschaft beigetragen hätten.

Quelle: LdU

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Fotos: LdU-Presse, I.F. / Neue Zeitung

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