SchnellnachrichtenBonnharder Pädagogen auf zweitägiger Exkursion in Steinamanger

Bonnharder Pädagogen auf zweitägiger Exkursion in Steinamanger

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Im Rahmen des Projekts Überregionale Erfahrungsaustausch der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU) und des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI) besuchten am 19. und 20. September 27 Deutschlehrer des Sándor Petőfi Evangelischen Gymnasiums, Internats, Grundschule und Kunstschule in Bonnhard/Bonyhád die Antal Reguly Grundschule in Steinamanger/Szombathely. 

Während der zweitägigen Exkursion erhielten unsere Kollegen Einblicke in den dortigen deutschen Nationalitätenunterricht, lernten die Traditionen der deutschen Gemeinschaften der Region kennen und nahmen an Fachvorträgen sowie Unterrichtsbesuchen teil.

Bonnharder Pädagogen auf zweitägiger Exkursion in Steinamanger

Zuerst wurden die Gäste von Bernadett Unger, der Leiterin der Grundschule, begrüßt. Dem folgte ein kleines Programm, wo die Lehrkräfte ungarndeutsche Gedichte hörten und Tänze sahen. Bernadett Unger hielt einen Vortrag über die lokale deutsche Gemeinschaft der Hienzen. Dabei erhielten wir einen umfassenden Überblick über die Geschichte, Kultur und aktuelle Lage der deutschen Bevölkerung in der Region. Der Vortrag zeigte detailliert die reichen deutschen Traditionen der Umgebung und hob hervor, wie dieses wertvolle Erbe bis heute in der Schule bewahrt und weitergegeben wird.

Einen Vortrag über die Ungarndeutschen der Region Bonnhard hielt Dr. Helmut Herman Bechtel, unser Deutschlehrer. In einer anschaulichen Präsentation stellte er die historische Entwicklung der Schriftlichkeit vor. Er betonte, welche wichtige Rolle die lokalen deutschen Gemeinschaften im kulturellen Leben der Region gespielt und wie sie zur Bewahrung schriftlicher Traditionen beigetragen hatten. Das Referat war für unsere Kollegen besonders nützlich, da er tiefe Einblicke in die reiche Geschichte der Ungarndeutschen gewährte.

Dr. Helmut Herman Bechtel

Nach den Vorträgen begann eine Diskussion zwischen den Arbeitsgemeinschaften. Am Ende wurde sogar eine gemeinsame Erklärung zwischen den beiden Schulen unterschrieben. Das Ziel dieser Vereinbarung ist es, die Zusammenarbeit zwischen den Schulen zu stärken, die der Entwicklung der Schüler, der Durchführung gemeinsamer Programme und dem Austausch von Fachwissen dienen soll.

Am zweiten Tag nahmen unsere Kollegen auch an Unterrichtsbesuchen teil. Die Grundschullehrer beobachteten verschiedene Unterrichtseinheiten, z. B. Deutsch, deutsche Landeskunde und deutschen Volkstanz. Diese Unterrichtsstunden zeigten nicht nur die methodische Vielfalt, sondern auch das Engagement der örtlichen Lehrer bei der Pflege der Nationalitätenkultur und des Unterrichts.

Unsere Gymnasiallehrer besuchten eine zweisprachige Chemiestunde, die sich als äußerst lehrreich erwies. Die Disziplin und die aktive Teilnahme der Schüler waren besonders bemerkenswert. Die Schüler verstanden nicht nur die chemischen Fachbegriffe, sondern verwendeten sie auch sicher auf Deutsch. Diese Unterrichtsstunde war beispielhaft und zeigte, wie effektiv der zweisprachige naturwissenschaftliche Unterricht sein kann.

Am Ende des Ausflugs bewerteten unsere Kollegen den Besuch anhand eines Fragebogens, und es gab durchweg positive Rückmeldungen. Die Vorträge und die Unterrichtsstunden erwiesen sich sowohl fachlich als auch pädagogisch als äußerst wertvoll, und wir konnten viele neue methodische Anregungen mitnehmen. Der Erfolg des Besuchs zeigt sich auch daran, dass alle Teilnehmer die Bedeutung des Nationalitätenunterrichts und die vorbildliche Arbeit der Schule in Steinamanger hervorhoben.

Insgesamt war der Besuch äußerst erfolgreich, da er die Möglichkeit zum fachlichen Austausch, zur Aneignung neuer methodischer Kenntnisse und zum tieferen Verständnis des kulturellen Erbes der deutschen Gemeinschaften bot.

Gabriella Herger-Macsek
stellvertretende Direktorin 
Sándor Petőfi Evangelische Grundschule
Bonnhard

Die Reise wurde durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

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