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Die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU) startet eine Podcast-Serie, in der Führungskräfte, Experten und Partner der deutschen Nationalität in Ungarn über kulturelle, soziale und politische Fragen des Ungarndeutschtums diskutieren.
Im ersten Teil unterhielt sich Dr. Judit Klein, Journalistin und Kulturexpertin, Abteilungsleiterin des Goethe-Instituts Budapest, mit Dr. Erzsébet Szalay-Sándor, der stellvertretenden Ombudsfrau für Nationalitäten, und Ibolya Hock-Englender, der Vorsitzenden der LdU, über die aktuelle Situation, über die Möglichkeiten und über die Zukunft der deutschen Minderheit, bzw. über die Anfänge, über den Beginn der Etablierung des Nationalitätenselbstverwaltungswesen erzählt Dr. Jenő Kaltenbach, ehemaliger Ombudsman für Minderheitenrechte.
In der Sendung wurden das deutsche Nationalitäten-Selbstverwaltungssystem und seine Struktur, das Verhältnis zwischen lokaler, regionaler und Landesselbstverwaltung sowie die Aufgaben und Rechte dieser Organe diskutiert. Ziel war es, den künftigen Zuhörern ein umfassendes Bild von dem einzigartigen System der Nationalitätenselbstverwaltungen in Ungarn zu vermitteln. Auch die Bedeutung der Bewahrung von Traditionen und des ungarndeutschen Bildungssystems sowie aktuelle Probleme wie der Sprachverlust und der Rückgang der Zahl der Deutschen in Ungarn werden angesprochen.
„Dieser Podcast ist nicht nur für die LdU wichtig, sondern ich denke, er ist für uns alle, für alle Ungarndeutschen von Bedeutung, deshalb haben wir diese neue Initiative ins Leben gerufen“, so Ibolya Hock-Englender. „Wir versuchen auch, immer mehr moderne und populäre Kommunikationsmittel zu nutzen. Wir wissen, dass sich immer mehr Menschen Podcasts anhören. Für uns eröffnet diese Plattform neue Möglichkeiten, weil wir endlich einen Dialog über Themen führen können, die uns betreffen, fast ohne zeitliche und räumliche Beschränkungen. In unseren Gesprächen geht es um Ungarndeutsche, aber nicht nur für sie, sondern für jeden, der Deutsch versteht und sich für uns interessiert. In unseren ersten Sendungen finden Sie Studiodiskussionen über Nationalitätenpolitik, unser kulturelles Leben, unser Bildungssystem und unsere Bemühungen und Pläne in Bezug auf Nachwuchsförderung. An der ersten Sendung habe ich selbst teilgenommen: Es war eine sehr angenehme Stunde, und ich hatte das Gefühl, dass die stellvertretende Ombudsfrau und ich uns gegenseitig ergänzten und durchgehend auf einer Wellenlänge waren. Wir hatten eine ausgezeichnete Kommunikation mit der Moderatorin, Judit Klein, und ihre Fragen und unsere Antworten waren perfekt aufeinander abgestimmt. Wir sind mit einem sehr positiven Gefühl aus dem Studio gegangen!“
Quelle: LdU-Presse
Der erste Podcast wird nach der noch laufenden Nachbearbeitung in Kürze verfügbar sein. Über seine Veröffentlichung werden wir berichten.

