HauptnachrichtVielfalt und tiefe Verbundenheit - Blickpunkt ging zum 16. Mal zu Ende

Vielfalt und tiefe Verbundenheit – Blickpunkt ging zum 16. Mal zu Ende

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„Ich sehe in den Beiträgen weit mehr als technisch gelungene Aufnahmen, sie sind Einblicke in die Seele einer Gemeinschaft, die ihre Wurzeln nicht nur bewahrt, sondern auch mit Stolz und Kreativität weiterträgt.” So äußerte sich Ibolya Sax, Bildungsreferentin der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, die dieses Jahr als eine der drei Juroren bei der Auswahl der Preisträger des ungarndeutschen Online-Fotowettbewerbs Blickpunkt und der Zusammenstellung des wohlbekannten Wandkalenders dem Organisator, dem Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrum und Bibliothek, zu Hilfe war. 

Die Juroren bewerten die Bilder

Mit ihren Worten kann der Sinn der seit 2008 laufenden Initiative sehr gut zusammengefasst werden. Angesprochen werden Jung oder Alt, Hobby- und Profifotografen sowie alle, die sich engagiert mit der in Ungarn lebenden deutschen Volksgruppe und somit mit dem kulturellen Erbe unserer Ahnen befassen möchten. Jeder hat seine eigene spezielle Perspektive, wie er/sie seine/ihre Umgebung und Gemeinschaft betrachtet. Hier sollte erwähnt werden, dass dieses Jahr ein 16-jähriger junger Mann die Kategorie Foto gewonnen hat. Hoffentlich wird dies ein weiterer Ansporn für die Jugend sein, ungarndeutsche Momente mit ihren Kameras oder Handys festzuhalten, oder eben die alten Fotosammlungen der Familie durchzustöbern und sich in den kommenden Jahren mit diesen schönen Erinnerungsstücken zu bewerben.

Egal ob Fotos der Gegenwart oder Bilder der Vergangenheit, hinter jeder Aufnahme steckt eine Geschichte, und diese Kombination macht die Werke, die für Blickpunkt Jahr für Jahr eingesandt werden, so wertvoll und speziell.

Fanni Elekes, Angelika Erdélyi-Pfiszterer, Ibolya Sax, Stefan Brunner, Bence Ament-Kovács, Ludwig Grund

Genau dieser ethnografische und dokumentarische Wert der Beiträge hob Bence Ament-Kovács in seiner Bewertung hervor. Der Ethnologe vom Institut für Ethnologie des Humanwissenschaftlichen Forschungszentrums findet es auch interessant, wie viel man mit Hilfe dieser Aufnahmen über die Selbstdefinition des Ungarndeutschtums erfahren kann. 

Stefan Brunner, dem Leiter der Spracharbeit am Goethe-Institut Ungarn, gefiel zum Beispiel am besten, dass sich in vielen der Fotos die Lebensfreude widerspiegeln und die Archivfotos den Alltag und damit das Alltagsleben der Vorfahren näherbringen. 

Wenn Sie diese schöne Auswahl von ungarndeutschen Bildern auch in ihrer Ortschaft bewundern möchten, dann kontaktieren Sie das Zentrum-Büro (info@zentrum.hu): Aus den Finalisten wird erneut eine Wanderausstellung zusammengestellt, die Schulen, Kulturgruppen, Vereine oder Deutsche Nationalitätenselbstverwaltungen gerne ausleihen können.

Blickpunkt 2024 – Die Preisträger >>>

Blickpunkt 2024 – Die Finalisten >>>

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Förderer: Deutsche Botschaft Budapest Ministerpräsidentenamt, Fondsverwalter Gábor Bethlen (NKUL-KP-1-2024/3-000588) Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen Zeitschrift Barátság Neue Zeitung Verband Ungarndeutscher Autoren und Künstler Institut für Ethnologie des Humanwissenschaftlichen Forschungszentrums • MTVA: Unser Bildschirm, Treffpunkt am Vormittag.

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