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Spuren suchen und wahrnehmen

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Deutschsprachige Spuren in Bohl/Bóly? Auf den ersten Blick scheinen sie unsichtbar zu sein. Doch wer genauer hinschaut, erkennt, wie tief sie in der Geschichte und Identität unserer Stadt – und unseres Landes – verwoben sind. Beim Spaziergang durch die Straßen sehen wir z. B. alte Fassaden, auf denen deutsche Schriftzüge leise von früheren Zeiten erzählen. Es sind Spuren, die die Geschichte lebendig halten. Genau darum ging es bei dem Fotowettbewerb der Universität ELTE: deutsch(sprachig)e Spuren wahrzunehmen, sie zu dokumentieren und etwas über sie herauszufinden – oder eigene Überlegungen darüber zu formulieren.

In der Bohler Allgemeinbildende Schule wird nun vom 20. bis zum 29. Januar 2025 die Ausstellung gezeigt, die aus den zu dieser Ausschreibung eingereichten Fotos zusammengestellt worden ist. Die Ausstellung wurde diese Woche von Alexander Mionskowski von der Eötvös-Loránd-Universität und mit dem Programm der Klasse 1.c/1 feierlich eröffnet. Die Aufführung, wie auch die Bilder erzählten kleine Geschichten: Geschichten von den Spuren der deutschen Sprache und Kultur. Nach der Eröffnung konnten sich unsere SchülerInnen und Gäste die Bilder bewundern. Die Fotos lösen Emotionen und Assoziationen beim Betrachter aus, sie werden nicht nur angeschaut, man schaut in sie hinein. 

Alexander Mionskowski eröffnet die Ausstellung – Foto: Brigitta Ódor

Ausgewählt wurden 10 prämierte Bilder, die später im Rahmen einer weiteren Wanderausstellung in mehreren Teilen des Landes von Interessierten besichtigt werden können.

Die deutschsprachigen Spuren sind mehr als nur Überbleibsel vergangener Zeiten. Sie verbinden uns mit der Geschichte, erinnern an kulturelle Vielfalt und zeigen, wie prägend der Austausch zwischen verschiedenen Gemeinschaften war und noch heute ist.

Bianka Faluhelyi

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