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Am 16. April fand das 29. Gymnasialtheatertreffen an der Deutschen Bühne Ungarn in Seksard statt. Die jungen Darstellerinnen und Darsteller zeigten ihre ganz eigene Antwort auf die Frage, was Schultheater alles kann.
Das Treffen der deutschsprachigen Laientheatergruppen der Gymnasien wurde von der Intendantin der Deutschen Bühne Ungarn, Katalin Lotz, und der Direktorin des Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrums und Bibliothek, Angelika Erdélyi-Pfiszterer, eröffnet.
Die Stücke wurden mit viel Leidenschaft und einer Menge Spaß dem Publikum präsentiert. Das Theaterfestival begann mit der Truppe der Gastgeber, der JungeDBU, und ihrem selbstausgeschriebenen Stück, das sich die verschiedensten Seifenopern zum Vorbild nahm und mit typisch überdrehten Familienintrigen für Lacher sorgte. Im zweiten Stück von der Gruppe The Chicks & der Hahn aus dem Valeria-Koch-Bildungszentrum in Fünfkirchen mit dem Titel „An der Arche um 8“ wurden zwei Pinguine mit der bevorstehenden Sintflut konfrontiert und versuchten ihren dritten Pinguinfreund mit auf Noahs Arche zu nehmen.


Das dritte Theaterstück „Blutige Spur“ der Gruppe PaThalia aus dem Friedrich-Schiller-Gymnasium in Werischwar handelte von einem vermeintlichen Mordfall in einem Mädcheninternat, bei dem die Mädchen versuchten herauszufinden, wer ihre gemeinsame Rektorin auf dem Gewissen haben könnte. Das Besondere an diesem Stück war, dass es mithilfe von Künstlicher Intelligenz geschrieben wurde. Die Kulturelle Offensive des Deutschen Nationalitätengymnasiums Budapest zeigte eine gekürzte Version von „Der Herr der Fliegen“. Als Abschluss kam ebenfalls ein Klassiker: „Der kleine Prinz“ in der Aufführung der Gruppe GrimMasken aus dem Petőfi Sándor Evangelischen Gymnasium in Berin zeigte die bekannte Geschichte in einer kompakten Variante.



Im Mittelpunkt der Stücke stand eine schöne Prise Humor gemischt mit guter schauspielerischer Leistung, in einer kurzen Laufzeit von ca. 30 Minuten pro Aufführung verpackt. Beeindruckend waren aber nicht nur die Leistungen der einzelnen, sondern auch die gut umgesetzten Ideen, ebenso die Kostüme und das Bühnenbild, was immer stimmig eingesetzt wurde.
Die Produktionen wurden am Ende vom Vorsitzenden der Jury, Theaterregisseur András Frigyesi, bewertet, und er gab auch Tipps, wie sie mit kleinen Tricks noch professioneller werden können.

Hier zählte der Spaß, nicht die Punktzahl. Genau deshalb gab es am Ende Urkunden für alle, bevor sich Ensemble und Publikum beim gemeinsamen Mittagessen versammelten.
Förderer der Veranstaltung waren das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI), das Ungarndeutsche Kultur- und Informationszentrum und Bibliothek, die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, die Deutsche Bühne Ungarn und das Goethe-Institut Budapest.
Neel Junghans/Neue Zeitung, Zentrum.hu
Fotos: Ludwig Grund/Zentrum.hu
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