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Wein, Tradition, Zusammengehörigkeit

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16. Landesweiter Weinwettbewerb der Ungarndeutschen abgehalten

Die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU) und der Nadascher Winzerverein haben wieder ihren traditionellen Weinwettbewerb veranstaltet, bei dem fast 650 Weine von einer Fachjury bewertet wurden. In diesem Jahr fand der Wettbewerb zum 16. Mal statt, wo die besten Winzer ausgezeichnet wurden. Die Preisverleihung fand am 12. April in Nadasch statt. Insgesamt wurden 648 Weine aus dem ganzen Land eingesandt – 329 Weißweine, 234 Rotweine, 70 Roséweine und 15 Schillerweine kämpften um die renommierten Auszeichnungen.

Gruppenfoto der Gewinner

Der von der LdU gestiftete Ehrentitel „Weißwein der Ungarndeutschen 2025“ ging an den Chardonnay 2024 der Familienkellerei Geszler aus Moor, der „Rotwein der Ungarndeutschen 2025“ wurde der Cabernet Franc 2024 der Kellerei Hetényi aus Nadasch, und der Rosé Cuveé 2024 der Kellerei Koch (Borota-Willand) wurde zum „Roséwein der Ungarndeutschen 2025“ ernannt. Der „Wein des Ungarndeutschen Parlamentsabgeordneten“ wurde in diesem Jahr zum dritten Mal gewählt – diese Auszeichnung ging an den Welschriesling 2024 von János Krämer aus Jerking.

Die Gewinner der Ehrentitel “Weißwein, Rosé und Rotwein der Ungarndeutschen” mit Olivia Schubert

„Das vergangene Jahr war sowohl aus weinbaulicher als auch aus önologischer Sicht ein sehr schwieriges Jahr, trotzdem hat der Wettbewerb sehr gute Ergebnisse erzielt. Die Jury vergab 187 Goldmedaillen – darunter drei ausgezeichneten Goldmedaillen, 286 Silber- und 128 Bronzemedaillen sowie 47 Urkunden“, so Csaba Schlapp, Vorsitzender des Winzervereins Nadasch.

Die Übergabe der Ehrentitel “Wein des Ungarndeutschen Parlamentsabgeordneten“

An der Preisverleihung nahm auch Olivia Schubert, stellvertretende Vorsitzende der LdU, teil: „Ich freue mich, dass der Weinwettbewerb – eine wichtige Veranstaltung der Landesselbstverwaltung mit einer langen Tradition – auch in diesem Jahr wieder stattgefunden hat. Der Wettbewerb bringt landesweit die Mitglieder unserer Gemeinschaft zusammen und dient als Brücke zwischen den Generationen. Es ist schön zu sehen, dass so viele junge Leute sich der Weinherstellung anschließen.“

Csaba Schlapp, Szilvia Krasz-Auth und Olivia Schubert

„Diese Veranstaltung ist nicht nur ein Wettbewerb – es ist viel mehr: ein Fest, ein Treffen im Geiste der Tradition, der Fachkenntnis und der Zusammengehörigkeit. Der Wein ist hier nicht nur ein Getränk, sondern eine Brücke zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart, zwischen den Menschen, und erinnert uns immer wieder an den Wert unserer Gemeinschaft“, betonte Szilvia Krasz-Auth, Bürgermeisterin von Nadasch.

„Wir haben dieses Jahr insgesamt 21 Weine eingereicht, also praktisch alle Weine des Jahrgangs 24, sowie Rotweine aus 2023 und Blaufränkische des Jahrgangs 2022“, erklärte Winzer Krisztián Németh. „In der Vergangenheit war unsere Kellerei Hetényi einer der Hauptorganisatoren, deshalb haben wir diesmal zum ersten Mal an diesem Weinwettbewerb teilgenommen. Wir freuen uns sehr über das gute Ergebnis und sind überzeugt, dass wir in Zukunft noch besser werden können.“ 

Auch Ákos Garai, Winzer der Kellerei Garai und eines der Jurymitglieder, äußerte sich zum Wettbewerb: „Wir sind seit 11 Jahren in der Weinregion Seksard und seit mehr als 20 Jahren in Nadadsch tätig. Zum diesjährigen Wettbewerb haben wir viele Sorten mitgebracht, vor allem unsere Weine des neuen Jahrgangs 2024, darunter Irsai Olivér, Welschriesling, unsere Flamingo Rosé Cuvée, Blaufränkische, Cabernet Franc und viele andere. Ich bin froh, weil von den 16 Weinen 15 eine Goldmedaille bekommen haben, ich bin sehr zufrieden mit unseren Weinen des neuen Jahrgangs 2024 und mit den Ergebnissen. Außerdem habe ich selbst an mehreren Weinwettbewerben teilgenommen; ich denke, dass die Weine des Jahrgangs 2024 hervorragend waren, sie haben sich sehr entwickelt. Zusammenfassend kann ich sagen, dass es nur wenige fehlerhafte Weine gab, sondern eher gute Qualitätsweine, deshalb wurden viele Goldmedaillen und auch reichlich Silbermedaillen vergeben.“

Viele hervorragende Weine werden in der Zukunft das landesweit anerkannte Emblem für die erfolgreiche Teilnahme beim ungarndeutschen Weinwettbewerb tragen dürfen. Die Beteiligung setzte übrigens nicht voraus, dass die antretenden Winzer ungarndeutscher Abstammung sind. Vielmehr steht der Wettbewerb mit der deutschen Volksgruppe in Ungarn dadurch in Verbindung, dass seine Organisatoren Mitglieder dieser Gemeinschaft und begeisterte Bewahrer der von Generation zu Generation weitergegeben ungarndeutschen Weinkultur sind.

Emmerich Ritter, Szilvia Krasz-Auth, Josef Szugfil, Olivia Schubert und Ákos Müller

Die Preisverleihung wurde von einer ungarndeutschen Kulturvorstellung mit der Nadascher Feuerwehrkapelle und mit dem Hahner-Duo begleitet, danach wurde der Abend mit einem stimmungsvollen Schwabenball mit der Platin Kapelle abgeschlossen.

Die detaillierten Ergebnisse des diesjährigen Weinwettbewerbs sind hier erreichbar>>>

Quelle: LdU-Presse

Fotos: Viktor Leidl

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