HauptnachrichtPädagogischer Naschmarkt 2025 – Ein virtueller Marktplatz für kreative Bildungsideen

Pädagogischer Naschmarkt 2025 – Ein virtueller Marktplatz für kreative Bildungsideen

Möchten Sie über ähnliche Themen erfahren?
Drücken auch Sie einen Like auf die –> Zentrum Facebook-Seite

Am 26. August 2025 fand der Pädagogische Naschmarkt als Online-Workshop zum fünften Mal statt. Die Fortbildungsveranstaltung widmete sich ganz der methodischen Vielfalt und der Vermittlung ungarndeutscher Inhalte und damit eng verbunden dem Gebrauch der deutschen Sprache. Das Programm – organisiert vom Ungarndeutschen Pädagogischen und Methodischen Zentrum (UMZ) in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Budapest und dem Zentrum für die pädagogische Bildung der Nationalitäten (NPOK), bot praxisnahe Impulse für Pädagogen aus Kindergarten und Schule.

Der Workshop begann mit einer gemeinsamen Begrüßung durch UMZ-Institutsleiter Josef Weigert und Claudia Schmitz, Leiterin der Spracharbeit am Goethe-Institut Budapest. Im anschließenden Plenumsvortrag sprach Ibolya Hock-Englender, Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU), über die Aktivitäten des Nationalitätenrates des Landes (ONT). Sie verwies auch auf die Wichtigkeit des bewussten und ständigen Gebrauchs der deutschen Sprache. Dieses Ziel unterstützend stellte sie die Broschüre Du bist das Sprachmodell, Steh‘ dazu, die die verschiedenen Sprachvermittlungsmodelle mit praxisnahen Beispielen vorstellt, sowie die Broschüre mit dem Titel Empfehlungen zum Sprachgebrauch in ungarndeutschen Bildungseinrichtungen, Organisationen und Familien. Dieses Material enthält konkrete Empfehlungen, hilfreiche sprachliche Sammlungen und Muster, die als praktische Leitfäden dienen, um den Sprachgebrauch zu erleichtern und zu standardisieren sowie die lebendige Nutzung der deutschen Sprache zu gewährleisten.“

Die Veranstaltung verlief dann in zwei Sektionen. 

In der Sektion Kindergarten stellte Anita Kaitz, Kindergartenpädagogin am Valeria-Koch-Bildungszentrum in Fünfkirchen/Pécs kreative Wege vor, wie schwäbische Lieder, Sprüche und Märchen auch Kindern ohne Deutschkenntnisse nähergebracht werden können. Der Fokus lag auf einer spielerischen und erlebnisorientierten Vermittlung, bei der visuelle und auditive Hilfsmittel sowie kreative Methoden zum Einsatz kommen. Besonders wertvoll war der Austausch über die Herausforderungen von Pädagoginnen, die selbst keine aktiven Mundartkenntnisse besitzen. Ziel war es, eine Ideensammlung zu entwickeln, die direkt im Kindergartenalltag angewendet werden kann.

Tünde Sárvári, Fachdidaktikerin an der Universität Segedin/Szeged, stellte die sogenannten Quiet Books vor, also handgemachte, interaktive Bücher, die zur Sprachentwicklung im Kindergarten beitragen. Die Bücher zu den Themen Essen und Trinken sowie Kleidungsstücke wurden gemeinsam erkundet. Die Teilnehmerinnen konnten erleben, wie diese Materialien die Sprachförderung spielerisch und individuell unterstützen. Der Workshop war nicht nur informativ, sondern auch einladend: 

In der Sektion Schule präsentierte Dr. Gizella Mária Nagy-Balogh, Assistentin an der ELTE TÓK, grammatische und sprachliche Spiele, die nicht nur die Motivation der Lernenden steigern, sondern auch den Lernprozess nachhaltig fördern. Die Teilnehmerinnen erfuhren, wie durch Bewegung, visuelle Reize und digitale Tools ein mehrkanaliges Lernen ermöglicht werden kann. Besonders hervorgehoben wurde die Stationenarbeit mit dem Thema Der kleine Angsthase, die Grammatik und Kommunikation auf kreative Weise verbindet.

Im darauffolgenden Workshop widmete sich Gábor Kertész, Lehrer am Deutschen Nationalitätengymnasium in Budapest und Fachberater des NPOK, der Frage, wie Künstliche Intelligenz (KI) sinnvoll im Nationalitätenunterricht eingesetzt werden kann. Anhand praktischer Beispiele wurden Tools vorgestellt, mit denen Texte, Präsentationen, Quizze, Bilder und Filme generiert werden können – etwa zur individuellen Differenzierung, zur Erstellung multimedialer Inhalte oder zur Unterstützung beim Sprachenlernen. Die Teilnehmerinnen konnten ausgewählte KI-Tools direkt ausprobieren und auf deren Einsatzmöglichkeiten kritisch reflektieren.

Der diesjährige Pädagogische Naschmarkt war ein inspirierender Treffpunkt für alle, die sich für die Vermittlung ungarndeutscher Inhalte engagieren. Die Veranstaltung bot nicht nur theoretische Impulse, sondern auch konkrete Werkzeuge für die Praxis. Die Teilnehmerinnen konnten eine Fülle an Ideen mitnehmen, die sie direkt in ihrer täglichen Arbeit umsetzen können – sei es im Kindergarten oder im Schulunterricht.

Die Veranstaltung war wirklich – wie geplant – ein Markt voller pädagogischer Köstlichkeiten.

Mitgefördert wurde die Veranstaltung durch das Goethe-Institut Ungarn aus Mitteln des Auswärtigen Amtes.

UMZ

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

Die Wanderausstellung mit den Finalisten des Vorjahres vom ungarndeutschen Online-Fotowettbewerb Blickpunkt war in der Karwoche in Bohl zu sehen.

Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.