Möchten Sie über ähnliche Themen erfahren?
Drücken auch Sie einen Like auf die –> Zentrum Facebook-Seite
In ausgelassener Stimmung verlief
das diesjährige Landesrat-Sommerabschlusstreffen der Schwabenjugend
Die anderthalbjährigen enthusiastischen Vorbereitungen der Organisatoren des kleinen, nur 600 Einwohner zählenden Ortes trugen an diesem Wochenende Früchte, denn eine professionelle Umgebung und eine angemessene Infrastruktur boten den Jugendlichen komfortablen Rahmen für die Veranstaltung. Das Treffen begann mit einem Kennenlernabend, der mit einer Party spät in der Nacht endete, bei der die Band Junge Spatzen aus Nadasch und die Schwung-Kapelle aus Gereschlak für beste Stimmung sorgten.
Am nächsten Vormittag fand ein fröhlicher Wettbewerb und die landesweite Jugendkonferenz #HalloJugend 3.0 statt. Als Auftakt sangen die Jugendlichen aus der Region als Zeichen ihrer Zusammengehörigkeit die Hymne von Kier. Anschließend wurde die Vergangenheit der Gemeinde durch die Fotosammlung von „Onkel Sepi”, dem allseits bekannten Josef Molnár, zum Leben erweckt. Kier ist ein Juwel, das sich einer aktiven ungarndeutschen Gemeinschaft rühmen kann, in der das Leben und die Pflege ihres dreihundertjährigen deutschen Erbes für alle Einwohner von grundlegender Bedeutung sind. Im Anschluss gab es einen Vortrag über das Hügelland „Völgység”. Die Jugendlichen konnten aus dem Vortrag von Ilona Köhler-Koch die Herstellung von Patschkern, dem für die Region typischen handgefertigten Schuhwerk, kennenlernen.
Obwohl das regnerische Wetter den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung machte, begann das Galaprogramm statt der Parade mit einem feierlichen Einzug. Die Roger Schilling Kapelle aus Paks unter der Leitung von József Fricz eröffnete die Gala, dann begrüßte Erika Horváth-Gál, Bürgermeisterin von Kier, die Jugendlichen, und anschließend fasste László Kreisz, Vorsitzender des Landesrates der ungarndeutschen Chöre, Kapellen und Tanzgruppen, zusammen, was die ungarndeutsche Herkunft für die deutschstämmige Bevölkerung in Ungarn bedeutet. Die dreihundertjährige deutsche Identität gibt Haltung und Halt in der heutigen verwirrenden Welt, in der wir uns den Herausforderungen des Alltags stellen müssen. Er ermutigte die Jugendlichen, ihre Traditionen mutig zu leben, sie mit ihrer reinen, jugendlichen Energie zu füllen und all das, was von Generation zu Generation in ihren Adern fließt, zu lebendigen Werten werden zu lassen.

An der Veranstaltung nahmen folgende Gäste teil: Ibolya Hock-Englender, Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, Parlamentsabgeordneter János Süli, György Féhr, Vorsitzender des Verbandes der DeutschenNationalitätenselbstverwaltungen der Tolnau, Attila Horváth, Vorsitzender der Komitatsversammlung von Tolnau, LdU-Vollversammlungsmitglieder Ilona Köhler-Koch und Gregor Gallai, Erika Horváth-Gál, Bürgermeisterin von Kier, Orsolya Baumann, Vorsitzende der Kierer Deutschen Nationalitätenselbstverwaltung, Landesrat-Vorsitzender László Kreisz, in Vertretung der Landesrat-Jugendsektion Vorsitzende Edina Bunth sowie Vizevorsitzende Viktória Varga und Berta Bakó, Julianna Szabó, Vorsitzende der Tanzsektion des Landesrats, bzw. Pfarrer József Erb, der die Veranstaltung auf Deutsch segnete.
Das Galaprogramm begann mit einer je einminütigen Vorstellung der teilnehmenden Jugendgruppen, gefolgt von ihren Gesangs- und Tanzaufführungen. Der Abend endete mit einem traditionellen Schwabenball, bei dem die Kierkrain aus Kier und die Löder Buam aus Waschludt für gute Stimmung sorgten.






Am Sonntag versammelten sich die Jugendlichen zur deutschen Messe und banden gemäß Kierer Tradition Bänder mit den Namen ihrer Vereine an den Abschiedsbaum, den die Teilnehmer des Treffens gemeinsam auf dem Platz vor der Kirche aufstellten.
Sie trafen sich anschließend zu einem weiteren „Jugendblick”, bei dem die Ergebnisse der Wettbewerbe bekannt gegeben und die Erfahrungen der zweieinhalb Tage zusammengefasst wurden. Bürgermeisterin Erika Horváth-Gál schloss das Treffen mit einem treffenden Gedanken: „Der Herr hat die Wüste geschaffen, damit die Menschen lächeln, wenn sie die Oase erreichen. “ Sie zog damit eine Parallele, wonach in der Hektik des Alltags die ungarndeutschen Jugendlichen für Kier in diesen drei Tagen die Oase darstellten.
Die Jugendlichen konnten ein inhaltsreiches und stimmungsvolles Wochenende zusammen verbringen, von dem sie hoffentlich in ihren Gemeinden berichten werden, damit die nächsten Treffen noch besser besucht sind. Wir heißen alle nächstes Jahr in Polan herzlich willkommen!
Die Veranstaltung wurde durch das Bundesministerium des Innern (BMI), die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU), die Regierung Ungarns, die Gemeinde Kier, die Kierer Deutsche Nationalitätensenselbstverwaltung und die Kierer Deutsche Nationalitätentanzgruppe gefördert.
LandesratForum
Foto: Attila Székely




