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Am 17. September 2025 um 18 Uhr wurde im feierlichen Rahmen die Ausstellung des bildenden Künstlers Antal Lux im Haus der Ungarndeutschen eröffnet. Zur Vernissage luden der Verband Ungarndeutscher Autoren und Künstler (VUdAK) und das Ungarndeutsche Kultur- und Informationszentrum und Bibliothek (Zentrum) ein. Die Schau ist bis zum 25. Oktober nach vorheriger Anmeldung unter info@zentrum.hu zu besichtigen.
Präsentation eines vielseitigen Lebenswerks
Die Ausstellung zeigt das reiche und vielfältige künstlerische Lebenswerk von Antal Lux, das sieben Jahrzehnte umfasst, von klassischer Grafik und Malerei über Skulptur, Videokunst und Elektrografik bis hin zur Konzeptkunst. Der Künstler wurde 1935 geboren und feierte in diesem Frühjahr seinen 90. Geburtstag, den er auch mit neuen Werken beging. In der Ausstellung sind auch zwei frisch entstandene Arbeiten zu sehen.
Der Beginn von Lux’ Laufbahn ist mit Sorokschar verbunden, wo er gemeinsam mit Ádám Misch die Grundschule besuchte, und Mitte der 50-er Jahre an der freien Schule von István Ilosvai-Varga lernte. Nach der Revolution von 1956 verließ er Ungarn und schloss 1965 sein Studium an der Stuttgarter Kunstakademie ab. 1970 zog er nach Berlin. Im Laufe der Jahrzehnte beeinflussten verschiedene Stilrichtungen wie Pop-Art, Surrealismus, Informel oder Dada sein Schaffen, wobei er häufig bildliche und literarische Elemente miteinander verknüpft.
Inspiration und Energie auch mit 90
Bei der Eröffnung wurden Auszüge aus einem zuvor geführten Gespräch zwischen dem Kunstsachverständigen János Wolfart und Antal Lux vorgelesen, das Einblicke in die Gedankenwelt und Inspirationsquellen des Künstlers gab. Lux betonte, dass er auch mit 90 Jahren noch aktiv arbeite, was die zahlreichen neuen Werke dieses Jahres beweisen. Er sagte: „Mein Zuhause ist dort, wo ich arbeiten kann: Berlin, Schorokschar, Honolulu. Die Kunst ist meine innere Heimat.“
Er erläuterte zudem, dass seine Kunst nicht die naturgetreue Abbildung der Wirklichkeit sei, sondern Gedanken durch Farben, Formen und Komposition ausdrücke. So ist es nicht überraschend, dass in seinen Arbeiten der Name Kurt Schwitters oder das Wort Dada auftauchen; sie sind nicht bloße Hinweise, sondern spiegeln sein künstlerisches Credo wider.
Musikalisches Erlebnis: Klassisch und volkstümlich
Das musikalische Programm von Zsuzsa Krausz-Hommer und Stefan Valentin machte die Vernissagezu einem besonderen Ereignis. Der Abend begann mit einem von Béla Bartók bearbeiteten ungarischen Volkslied, dem folgte das Stück Hüvelyk Matyi von Sándor Szokolay sowie der Toccatina“ von Kabalewski, dargeboten mit Violine, Gesang und Klavier.
Der zweite musikalische Block erinnerte an die Traditionen der Ungarndeutschen: Balladen aus der Sammlung des Vereins für Ungarndeutsche Traditionspflege Harast erklangen, darunter Es treibet der Jäger und Es war einmal eine Müllerin. Den Abschluss bildete das Lied Wo’s Dörflein dort zu Ende geht.
Anna Schulteisz






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Foto: Ludwig Grund/Zentrum.hu
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Organisatoren:
Ungarndeutsches Kultur- und Informationszentrum und Bibliothek
Verband Ungarndeutscher Autoren und Künstler
Förderer der Veranstaltung:
Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen
Ministerpräsidium über den Bethlen-Gábor-Fondsverwalter (NKUL-KP-1-2025/3-000466)





