HauptnachrichtUngarndeutsche Gemeinschaft stellt neuen Spitzenkandidaten vor

Ungarndeutsche Gemeinschaft stellt neuen Spitzenkandidaten vor

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Die Vollversammlung der LdU entschied
im Zeichen von Erneuerung und Verjüngung

Die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU) hielt vom 14. bis 16. November ihre Klausurtagung in Baje, im Ungarndeutschen Bildungszentrum, ab. Als wichtigste Entscheidung des Wochenendes wählte die Vollversammlung die einheitliche ungarndeutsche Landesliste für die Parlamentswahlen 2026. Nachdem Emmerich Ritter offiziell bekanntgegeben hatte, dass er bei der nächsten Parlamentswahl nicht als Spitzenkandidat der Ungarndeutschen antritt, kam Nationalitätenpolitik-Experte Gregor Gallai an die Spitze der Liste.

Der auf der geschlossenen Sitzung am Samstag gefasste Beschluss bedeutet einen Meilenstein für die parlamentarische Vertretung der ungarndeutschen Gemeinschaft: An die Spitze der Liste wurde ein im nationalitätenspezifischen öffentlichen Leben bereits bewährter Fachmann gewählt, der gleichzeitig Kontinuität und Erneuerung verkörpert. Die Botschaft der Vollversammlung ist eindeutig: Die ungarndeutsche Gemeinschaft setzt auf jüngere, gut ausgebildete Fachleute, misst der Vereinbarkeit von moderner Denkweise und Tradition große Bedeutung bei und strebt eine parlamentarische Vertretung an, die auch die junge Generation anzusprechen vermag.

Auf die ersten fünf Plätze der ungarndeutschen Landesliste wurden Gregor GallaiIbolya Hock-Englender, Emil Koch, Richard Schneider und Gabor Werner gewählt.

v.l.n.r.: Richard Schneider, Gregor Gallai, Ibolya Hock-Englender, Emil Koch und Gabor Werner

Die Vollversammlung sprach Emmerich Ritter besonderen Dank aus, der die ungarndeutsche Gemeinschaft zwölf Jahre lang im Ungarischen Parlament vertreten hat – zunächst als Sprecher, anschließend zwei Legislaturperioden lang als vollberechtigter Abgeordneter –, und nun auch offiziell ankündigte, dass er nicht mehr antritt. Seine Arbeit trug wesentlich zur Durchsetzung nationalitätenpolitischer Rechte, zur Weiterentwicklung des Fördersystems und zur Stärkung der ungarndeutschen Identität bei. Seine Verdienste wurden von den Teilnehmenden mit langanhaltendem Applaus gewürdigt.

Gregor Gallai und Emmerich Ritter

Strategiebildung, Gemeinschaftspflege, internationale Beziehungen

Die dreitägige Klausurtagung drehte sich jedoch nicht ausschließlich um die Listenaufstellung. Die Teilnehmenden zogen Bilanz über die Ergebnisse der vergangenen Zeit und begannen mit der Planung der Projekte für 2026–27 in den strategischen Bereichen Bildung, Kultur, Jugend, Kommunikation und Nationalitätenpolitik. Darüber hinaus führten sie ein Online-Gespräch mit Jürgen Harich, dem Präsidenten des Weltdachverbandes der Donauschwaben, über mögliche internationale Kooperationen, und stärkten im Rahmen eines Gemeinschaftsabends das ungarndeutsche Zusammengehörigkeitsgefühl und die Identität.

Gemeinschaft, Tradition, Erneuerung und strategisches Denken – das prägte das Wochenende in Baje, das erneut bewiesen hat, dass die ungarndeutsche Gemeinschaft über eine starke, aktive und zukunftsorientierte fachliche Basis verfügt.

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