Nachrichten200 Chorsänger füllten mit ihrem Gesang die Badesecker Kirche

200 Chorsänger füllten mit ihrem Gesang die Badesecker Kirche

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In einer wunderschönen Umgebung, in der knapp 6000 Einwohner zählenden Gemeinde Badeseck im Komitat Tolnau, veranstaltete der Landesrat der ungarndeutschen Chöre, Kapellen und Tanzgruppen am 25. Oktober dieses Jahres das 17. Fest der ungarndeutschen Kirchenmusik. Die Badesecker katholische Kirche bot einen intimen, sakralen Ort für die Andacht und das Erleben des christlichen Glaubens in der Muttersprache der Gläubigen.

In den ungarndeutschen Gemeinden haben Kirchenlieder eine vielschichtige Bedeutung: Als fester Bestandteil der Liturgie tragen sie während der heiligen Messe dazu bei, dass die Gläubigen ihre Religiosität ausleben können, und verstärken das innige spirituelle Erlebnis. Darüber hinaus tragen sie durch die Wiederbelebung und Pflege alter liturgischer Melodien zum Erhalt des deutschsprachigen Glaubenslebens bei. Das Gemeinschaftsgefühl beim gemeinsamen Singen stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl der Gläubigen. Jede Kirchenmusik hat eine eigene Ausstrahlung, einen eigenen Stil, so auch die ungarndeutsche. Es ist wichtig, dass diese besonderen Lieder erhalten bleiben und bewahrt werden. 

Das Fest der ungarndeutschen Kirchenmusik ist eines der ereignisreichsten und erhebendsten Ereignisse im Leben der Landesrat-Gemeinde. In diesem Jahr erfüllten die Stimmen von mehr als 200 Chorsängern aus 20 Chören die Kirche in Badeseck. 

Die Veranstaltung begann mit einer deutschsprachigen heiligen Messe, die von Pfarrer Stefan Wigand zelebriert wurde. In seiner Eröffnungsrede dankte László Szax, Vorsitzender der Sektion Kirchenmusik im Landesrat, besonders ihm für seinen Dienst und auch Pfarrer Viktor Nyúl dafür, dass er ihnen die Feier in der Kirche der Heiligen Jungfrau Maria ermöglicht hatte.

Die Veranstaltung wurde durch die Anwesenheit von Dr. Róbert Bozsolik, dem Bürgermeister von Badeseck, Dr. Krisztina Kemény-Gombkötő, der Vorsitzenden der örtlichen Deutschen Nationalitätenselbstverwaltung und dem Mitglied der Vollversammlung der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, Hajnalka Pfeifer-Takács, der stellvertretenden Vorsitzenden der Sektion Kirchenmusik sowie Krisztina Kovács-Fódi, der Vorsitzenden der Chorsektion, beehrt. 

Wie in den Vorjahren traten auch heuer die Chöre in drei Gruppen auf. Die der ersten Gruppe sangen zweistimmig, die der zweiten Gruppe sangen drei- bis vierstimmig oder mehrstimmig, und in der dritten Gruppe traten gemischte Chöre auf. 

Die Auftretenden der ersten Gruppe waren: Deutscher Nationalitätenchor „Glück Auf“ aus Großmanok, Deutscher Nationalitätenchor Rosenbrücke, Deutscher Nationalitätenchor Tscholnok, Deutscher Nationalitätenchor aus Mesch, Chor Liederkranz aus Lantschuk, Chor der Dauroger Deutschen Nationalitätenselbstverwaltung, Wiesental-Chor aus Tevel-Kleindorog, Deutscher Nationalitätenchor aus Kokersch, Novi Cantores aus Tschawa, Chor Hl. Margarethe von Schottland aus Nadasch.

Anschließend begrüßte Dr. Róbert Bozsolik, Bürgermeister von Badeseck, die Anwesenden. Er erklärte, dass die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Gemeinde eng mit der deutschen Kultur verbunden seien und einen bedeutenden Einfluss auf die lokale Kultur hätten. Das Chorsingen sei schon immer mehr als nur die Harmonie von Stimmen gewesen, denn beim gemeinsamen Singen schwingen auch die Herzen im Einklang. Dies wünschte er auch den Anwesenden, dass sie ihre Herzen für dieses Erlebnis öffnen und sich der spirituellen Erbauung hingeben sollten.

Im zweiten Teil hörten wir dann dreistimmige und vierstimmige Kirchenlieder von dem Liederschatz-Chor des VDB des 18. Bezirks von Budapest, dem Deutschen Nationalitätenchor István Steixner aus Markau, dem Deutschen Nationalitätenchor Rozmaring aus Hanselbeck, dem Deutschen Nationalitätenchor Mondschein aus Seksard, dem Herbstrosen-Chor, dem Herender Deutschen Nationalitätensingverein Heimatklang aus Waschludt, dem Chor des Wesprimer Deutschklubs und dem Singverein Heideröslein.

Das Kirchenmusikprogramm schlossen der Herender Deutsche Nationalitätensingverein, der Chor Heimatklang aus Waschludt, der Gemischtchor Cantate aus Daurog, der Chor Hl. Margarethe von Schottland aus Nadasch sowie die Formation Novi Cantores Tschawa ab.

Anschließend würdigte Landesrat-Vorsitzender László Kreisz das Konzert als Geschenk. Er betonte, dass der christliche Glaube den Ungarndeutschen Halt gebe und ihre Identität stärke, weshalb es wichtig sei, dass die Gläubigen diese Möglichkeit nutzen und möglichst viele an solchen und ähnlichen Veranstaltungen sowie an deutschsprachigen Messen teilnehmen. Er forderte alle auf, mutig aus diesem Gefühl zu schöpfen und die erhebende Stimmung der Umgebung und der Musik mit in ihren Alltag zu nehmen.

Die Veranstaltung wurde durch das Bundesministerium des Innern (BMI), die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU), die ungarische Regierung und die Deutsche Nationalitätenselbstverwaltung der Stadt Badeseck gefördert.

LandesratForum

Foto: Attila Székely

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