HauptnachrichtErneuerung und Vorbildwirkung: Doppeltes Fest im Valeria-Koch-Bildungszentrum

Erneuerung und Vorbildwirkung: Doppeltes Fest im Valeria-Koch-Bildungszentrum

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Übergabe der renovierten Sporthalle
und Verleihung von Nationalitätenstipendien
im Dienst der ungarndeutschen Bildung

Am 16. Dezember fand im Valeria-Koch-Bildungszentrum in Fünfkirchen eine Feierstunde von doppelter Bedeutung statt. Im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU) und der Bildungseinrichtung wurde zunächst die vollständig renovierte Sporthalle feierlich übergeben, anschließend erfolgte die Verleihung der Nationalitätenstipendien für Gymnasiasten.

Feierliche Einweihung der Sporthalle

Die Übergabe der erneuerten Sporthalle stellt einen bedeutenden Meilenstein im Rahmen des Institutionssanierungsprogramms der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen dar. Die Investition wurde mit Unterstützung der Regierung Ungarns und unter Mitwirkung der Bethlen-Gábor-Fondsverwaltung realisiert und umfasste ein Gesamtvolumen von 225 Millionen Forint. Die Sanierung erfolgte in zwei Bauphasen: Sie umfasste unter anderem die Erneuerung der Sanitäranlagen und des Abwassersystems, die Modernisierung der Vorhangfassaden und Fenster, die Dachdämmung sowie die elektrotechnischen und mechanischen Systeme. Abschließend wurden Malerarbeiten durchgeführt – eine vollständige bauliche und technische Erneuerung. Infolge der Maßnahmen wurde die Sporthalle sowohl strukturell als auch technisch erneuert und bietet den Schülerinnen und Schülern nun eine moderne, sichere und den heutigen Anforderungen entsprechende Umgebung.

Die Gäste der Feier wurden von Agnes Amrein-Pesti, Hauptdirektorin des Valeria-Koch-Bildungszentrums, begrüßt. An der Veranstaltung nahmen außerdem Ibolya Hock-Englender, Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, Parlamentsabgeordneter Dr. Péter Hoppál, Richárd Tircsi, Leiter der Nationalitätenabteilung des für kirchliche und Nationalitätenangelegenheiten zuständigen Staatssekretariats im Amt des Ministerpräsidenten, sowie Gregor Gallai, Spitzenkandidat der einheitlichen Landesliste für die Parlamentswahlen, teil.

In seiner Ansprache betonte Miklós Soltész, Staatssekretär für kirchliche und Nationalitätenangelegenheiten im Amt des Ministerpräsidenten, sowohl im Zusammenhang mit der Investition als auch bei der Würdigung der ausgezeichneten Jugendlichen die Bedeutung der Aufmerksamkeit für Details, gemeinschaftlicher Erlebnisse sowie eines qualitativ hochwertigen Bildungs- und Erziehungsumfeldes. Er hob hervor, dass neben den schulischen Leistungen auch das Engagement in der Gemeinschaft – sei es im Sport oder in kulturellen Aktivitäten – einen grundlegenden Wert darstelle. „Wer sich nur um sich selbst kümmert, kann zwar ein Genie werden, findet jedoch nur schwer seinen Platz in der Gesellschaft. Neben den schulischen Leistungen ist die Teilnahme am Gemeinschaftsleben mindestens ebenso wichtig“, unterstrich der Staatssekretär.

Soltész kündigte zudem an, dass die diese Bildungseinrichtung betreffenden Entwicklungen nicht abgeschlossen seien und weitere Modernisierungen – unter anderem die Erneuerung des Sporthallenbodens – geplant seien.

Verleihung der Nationalitäten-Studienstipendien

Im Anschluss an die Übergabe der renovierten Sporthalle fand die feierliche Verleihung der Nationalitätenstipendien statt. Ziel des vom zuständigen Staatssekretariat ausgeschriebenen Stipendienprogramms ist die Unterstützung von Nationalitätenschülerinnen und -schülern mit hervorragenden schulischen Leistungen sowie aktivem Engagement im Gemeinschaftsleben. In diesem Jahr wurden zehn ungarndeutsche Jugendliche ausgezeichnet, die das Gymnasium in Fünfkirchen absolvieren. Vom Klara-Leőwey-Gymnasium erhielten Zsófia Bak, Gerda Kamilla Mintál, Regina Mogyorósi und Réka Napsugár Pohl ein Stipendium. Das Valeria-Koch- Bildungszentrum wurde durch Nikoletta Erika Anta, Richard Heil, Péter Jászberényi, Marcell Schmidt, Marcell Takács und Léna Virth unter den Preisträgerinnen und Preisträgern vertreten.

In ihrer Ansprache an die Ausgezeichneten hob Agnes Amrein-Pesti hervor, dass diese Jugendlichen Vorbilder für ihre Mitschüler seien. Sie betonte, dass das Stipendium nicht nur die aktuellen schulischen Leistungen unterstütze, sondern auch eine wichtige Hilfe bei der Vorbereitung auf ein Hochschul- bzw. Universitätsstudium darstelle, und ermutigte die Jugendlichen, ihr erworbenes Wissen später zum Nutzen ihrer engeren und weiteren Gemeinschaft einzusetzen.

Die feierliche Veranstaltung wurde von einem kulturellen Programm begleitet: Die deutsche Nationalitätentanzgruppe der Oberstufe sowie ein aus Lehrkräften und Schülerinnen bestehender Chor traten auf. Den Abschluss bildete ein freundschaftliches Lehrer-Schüler-Fußballspiel in der erneuerten Sporthalle, bei dem der Staatssekretär den symbolischen Anstoß ausführte.

Das Valeria-Koch-Bildungszentrum, das zwei Kindergärten, eine Grundschule, ein Gymnasium sowie ein Schülerwohnheim betreibt, zählt zu den bedeutendsten Bildungseinrichtungen der ungarndeutschen Gemeinschaft. Gemeinsam mit seinem Träger, der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, engagiert es sich konsequent für die Stärkung der Nationalitätenbildung, der Talentförderung und des gemeinschaftlichen Lebens.

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