NachrichtenProjektbericht: „Ausstattung der Begegnungsstätte in Fünfkirchen (Lenau-Haus)”

Projektbericht: „Ausstattung der Begegnungsstätte in Fünfkirchen (Lenau-Haus)”

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Am Jahresende 2024 wurde das vom BMI geförderte Projekt „Ausstattung der Begegnungsstätte in Fünfkirchen (Lenau-Haus)“ umgesetzt. In dessen Rahmen wurden weitere Möbelstücke für das Lenau-Haus angeschafft, die sich nach dem Abschluss des vorherigen Ausstattungsprojektes als notwendig erwiesen hatten. Seitdem werden diese Möbel bei verschiedenen Veranstaltungen genutzt, und nun wird das Jahr 2025 aus dieser Perspektive bewertet.

Die im Rahmen des Projektes angeschafften Möbel:

  • 14 zusammenklappbare Konferenztische
  • 10 schwarze Konferenzstühle
  • 26 Meter Galerieschienen
  • 4 Bücherregale
  • 1 Rednerpult aus Plexiglas
  • 2 Flipcharts
  • 10 Bierbank-Sets
  • 30 Klappstühle für den Außenbereich
  • 1 Kochgeschirr-Set (12-teilig)

Vergleich der Anzahl von Teilnehmern und Besuchern zum letzten Jahr:

Insgesamt nahmen 5.341 Personen an 158 Veranstaltungen teil, was die gute Nutzung und die Attraktivität der Angebote zeigt. Die Evaluation der Maßnahme „Ausstattung der Begegnungsstätte in Fünfkirchen (Lenau-Haus)“ erfolgte mittels eines standardisierten Fragebogens, der von Mitarbeitern sowie von Besuchern und Nutzern unterschiedlicher Altersgruppen ausgefüllt wurde. Insbesondere hervorgehoben wurden die verbesserte Funktionalität, die zeitgemäße Gestaltung sowie die flexible Nutzbarkeit der Räumlichkeiten. Die Befragten bestätigten, dass die Ausstattung zu einer besseren und vielfältigeren Nutzung des Begegnungszentrums beigetragen hat. Die Räumlichkeiten werden nun gleichermaßen von Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren für kulturelle Veranstaltungen, Bildungsangebote, Vereinsaktivitäten sowie generationsübergreifende Begegnungen genutzt.

Kurzberichte von einigen sehr erfolgreichen Veranstaltungen:

ifa-Regionaltreffen
Die KulturmanagerInnen und RedakteurInnen des ifa-Entsendeprogramms aus Rumänien, Serbien, Ungarn und der Ukraine trafen sich in der Woche vom 03.-07. März 2025 im Lenau-Haus in Fünfkirchen mit VertreterInnen ihrer Gastinstitutionen.
Neben dem Austausch und der Vernetzung standen auch einige spannende Besuche auf dem Programm: Bei der deutschsprachigen Redaktion des Ungarischen Rundfunks, dem Honorarkonsulat der BRD, dem Valeria-Koch-Bildungszentrum und dem Verein für Ungarndeutsche Kinder (VUK).

VUK-Landesfinale
Die Besten der Besten trafen sich am 9. Mai 2025 im Lenau-Haus in Fünfkirchen. Beim Landesfinale des Sprach- und Kulturwettbewerbs des VUK zeigten die Mannschaften ihr Wissen über das Ungarndeutschtum.

Open-Air-Konzerte
Im Sommer 2025 erklang wieder schwäbische Blasmusik in der Fünfkirchner Innenstadt! Vom 6. Juli bis zum 31. August begeisterte jeden Sonntag von 18:00 bis 19:00 Uhr eine andere Blaskapelle im stimmungsvollen Innenhof des Lenau Hauses das Publikum.
Familien, Freunde und Interessierte besuchten die Konzerte und genossen die schwäbische Blasmusik bei einer der beliebtesten Sommerveranstaltungsreihen in Fünfkirchen.

Blaskapelle Magyarszék
Wemender Blaskapelle
Blaskapelle aus Seetsche
Ritter Kapelle
Alte Kameraden Blaskapelle
Bawazer Dorfmusikanten
Willander Blaskapelle
Schnaps Kapelle

Musikatzen – Zweisprachiges Musikangebot für die Kleinsten (U3)
Im Lenau-Haus gibt’s kostenlos: deutsche Kinderlieder, Reime und kleine Bewegungsspiele – alles ganz entspannt und zweisprachig mit Kata Sághy. Die Beschäftigungen finden jeden zweiten Dienstag vormittags statt.
Mitorganisator ist der Verein für Ungarndeutsche Kinder.

Kunst & Literatur im Lenau Haus
Am 26. September 2025 präsentierten der Verband Ungarndeutscher Autoren und Künstler (VUdAK) und der Kulturverein Lenau die Quadriga-Ausstellung mit Werken von Bernadett Breszkovics, Erzsébet Horváth, Erzsébet Lieber und Zsuzsa Trieb.
Kunstsachverständiger János Wolfart sprach mit den Künstlerinnen Bernadett Breszkovics und Erzsébet Horváth über ihre Inspiration und Zukunftspläne. Danach sorgten ungarndeutsche AutorInnen – Christina Arnold, Csilla Susi Szabó, Diana Feuerbach, Robert Becker, Koloman Brenner, Alfred Manz, Peter Wesz, Josef Michaelis und Stefan Valentin – mit Gedichten und Anekdoten für eine bunte, mal witzige, mal nachdenkliche Lesung.
Ein Abend voller Kreativität, Vielfalt und ungarndeutscher Kultur!
Die Quadriga-Ausstellung konnte bis Ende Oktober im Lenau-Haus besichtigt werden.

Stadtrallye 2025 in Fünfkirchen
„Lerne die ungarndeutsche Seite von Fünfkirchen kennen!“ – mit diesem Motto wurde am 9. Oktober 2025 die bereits traditionelle Stadtrallye in der Fünfkirchner Innenstadt veranstaltet.

Die elfte Stadtrallye war erneut sehr erfolgreich, an dem Wettbewerb nahmen 51 Teams aus acht Schulen mit insgesamt 204 SchülerInnen teil. Die Jugendlichen suchten nach relevanten Orten der ungarndeutschen Kultur und Geschichte und nach Plätzen mit einem Bezug zur deutschen Sprache. Dabei lösten sie verschiedene Aufgaben, die Kreativität und Sprachkenntnisse verlangten.
Die drei besten Teams der Stadtrallye 2025 waren ein Team aus dem Fünfkirchner Klara-Leőwey-Gymnasium, ein Team aus dem Fünfkirchner Janus-Pannonius-Gymnasium, sowie ein Team aus dem Valeria-Koch-Bildungszentrum. Die Teammitglieder erhielten jeweils eine Urkunde, tolle Geschenkegutscheine und Süßigkeiten.
Die mittlerweile traditionelle Stadtrallye konzipierte in diesem Jahr ifa-Kulturmanagerin Carmen Rohrßen in Zusammenarbeit mit dem Germanistischen Institut der Universität Pécs, organisiert und geleitet wurde der Wettbewerb vom Lenau-Team.

Grimm-Märchen Wettbewerb
Der Grimm-Märchenwettbewerb hat in Fünfkirchen bereits eine fast 20-jährige Tradition. Ins Leben gerufen wurde er von Ágnes Horváth, Deutschlehrerin an der Innenstädtischen Grundschule Fünfkirchen.
In den vergangenen Jahren ist das Interesse stetig gewachsen – so sehr, dass der Wettbewerb 2025 erstmals an zwei Tagen (5. und 6. November 2025) stattfand. Am Mittwoch traten die Gruppen der 5. Klassen an, am Donnerstag folgten die SechstklässlerInnen. Insgesamt nahmen 128 SchülerInnen in 32 Vierergruppen teil, die aus 15 Grundschulen des Komitats Branau angereist waren. Austragungsort war das Lenau-Haus in Fünfkirchen.


Mit fantasievollen Teamnamen und ihren Laufzetteln in der Hand wanderten die Gruppen durch fünf abwechslungsreiche Stationen. Dort galt es, spannende Aufgaben zu lösen, beim Märchen-Jeopardy Wissen zu beweisen und in der kreativen Ecke eigene Ideen umzusetzen. In der Ruhezone warteten Kuchen und Getränke auf die fleißigen Märchenfreunde.
In diesem Jahr gab es erstmals auch eine fakultative Zusatzaufgabe: Die Teilnehmenden konnten zu Josef Michaelis’ „Liebesgeschichte“ ein eigenes kurzes Video gestalten. Acht kreative Beiträge wurden eingereicht – eine echte Herausforderung für die Jury!
Der Wettbewerb wurde von den Projektleiterinnen Viktória Wunderlich-Kleics und Ágnes Horváth, beide Deutschlehrerinnen an der Fünfkirchner Innenstädtischen Grundschule, organisiert. In der Jury wirkten Robert Becker und Zoltán Schmidt mit. Unterstützt wurde das Team von engagierten Kolleginnen, Freiwilligen des Klara-Leőwey-Gymnasiums und den Mitarbeiterinnen des Lenau-Hauses.
Förderer des Projekts war auch dieses Jahr das Goethe-Institut Budapest.

40 Jahre Lenau-Verein
Am 28. November 2025 fand im Lenau-Haus in Fünfkirchen die Feier zum 40-jährigen Bestehen des Nikolaus-Lenau-Kulturvereins statt. In würdigem Rahmen erinnerte sich der Verein an die vergangenen vier Jahrzehnte und an all jene, die über lange Jahre hinweg mit Herz und Engagement für die Bewahrung unserer ungarndeutschen Traditionen gearbeitet haben.

Der erste Redner des Abends war Vereinsvorsitzender János Flódung. Anschließend hielt Ibolya Hock-Englender, Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU), ihre Festrede. Sie erinnerte an die langjährige, enge Zusammenarbeit zwischen der LdU und dem Verein, die sich unter anderem in der Renovierung des Gebäudes im vergangenen Jahr und der kontinuierlichen Unterstützung des Vereins widerspiegelt. Sie betonte, dass nun die Zeit gekommen sei, das erneuerte Lenau Haus wieder mit Leben zu füllen – mit Programmen, Veranstaltungen sowie mit Angeboten für Jugend und Senioren.
Das Festprogramm bereicherte das Männertrio „Die Drei Schwowe“ mit einem authentischen ungarndeutschen Liederstrauß. Im Anschluss sahen die Gäste einen filmischen Rückblick, den Dr. Eva Gerner, Vorstandsmitglied des Vereins, aus dem Archivmaterial des ungarndeutschen TV-Magazins „Unser Bildschirm“ zusammengestellt hatte. Den musikalischen Ausklang des Abends gestaltete die in den ungarndeutschen Kreisen äußerst beliebte Schnaps Kapelle.

Die Ausstattung des Lenau-Hauses wurde durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) gefördert, die LdU und die MitarbeiterInnen des Lenau-Hauses möchten sich auch auf diesem Weg für die Förderung bedanken.

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

Die Wanderausstellung mit den Finalisten des Vorjahres vom ungarndeutschen Online-Fotowettbewerb Blickpunkt war in der Karwoche in Bohl zu sehen.

Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.