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Am 29. Dezember fand erneut die Vorsilvesterfeier der Gemeinschaft Junger Ungarndeutscher (GJU) statt, dieses Mal in Wemend. Die Veranstaltung stand nicht nur in engem Zusammenhang mit dem 35-jährigen Jubiläum des Gastgebers, des Wemender Freundeskreises, sondern stellte zugleich ein bedeutendes Gemeinschaftsereignis für die ungarndeutschen Jugendlichen dar. Im Laufe des Abends versammelten sich mehr als 500 junge Menschen aus unterschiedlichen Regionen des Landes, um gemeinsam zu feiern. Die Veranstaltung bot eine hervorragende Gelegenheit zur Stärkung der Gemeinschaft, zum Aufbau neuer Kontakte sowie zum gemeinsamen Erleben und Bewahren der ungarndeutschen Identität und Traditionen in Ungarn. In ihrem Grußwort hob GJU-Präsidentin Anna Schulteisz die Verantwortung und die wichtige Rolle der jungen Generation bei der aktiven Gestaltung der Zukunft der Gemeinschaft hervor. Im Folgenden ist ihre Rede zu lesen:
Liebe eingeladene Gäste,
liebe Freunde,
liebe Freundeskreisleiter,
liebe GJU-ler,
wenn wir ehrlich sind: Das Jahr 2025 war auch im Leben der GJU alles andere als langweilig. Bereits im Mai gab es bei uns zum Beispiel einen Präsidiumswechsel, und genau deshalb stehe ich jetzt hier vor euch auf der Bühne. Um ganz ehrlich zu sein, als ich dieses Amt angenommen habe, habe ich an vieles gedacht, aber daran, dass ich einmal vor rund 500 Menschen eine Rede halten werde, habe ich nicht. Aber gut, man wächst bekanntlich mit seinen Aufgaben.
Umso mehr freue ich mich darüber, dass meine erste Vorsilvesterfeier als Präsidentin ausgerechnet hier in Wemend stattfindet: An einem Ort, der für Gemeinschaft, Tradition und natürlich auch für gute Stimmung steht.
Als ich zur Präsidentin gewählt wurde, habe ich mir eines ganz fest vorgenommen: Die GJU international sichtbarer zu machen. Und ich denke, wir sind in dieser Hinsicht auf einem sehr guten Weg. Dank der Unterstützung der Landesselbstverwaltung der Ungardeutschen konnten unsere Mitglieder in diesem Jahr an mehreren internationalen Konferenzen teilnehmen. Das ist keine Selbstverständlichkeit – und genau deshalb bin ich sehr dankbar dafür.
Mein Wunsch ist es, dass wir diesen Weg auch in der Zukunft weitergehen: internationale Präsenz und gleichzeitig starke, lebendige Projekte hier zu Hause.
Denn eines darf man nie vergessen: Nichts ist wichtiger, als zu dem zu stehen, wer wir sind und was wir vertreten. Wir sind die Zukunft – und es liegt an uns, ob unsere Traditionen und Bräuche weiterleben oder nur schöne Erinnerungen bleiben.
Ich hoffe daher sehr, dass wir auch im Jahr 2026 weiterhin auf die Unterstützung und die Aktivität der Jugend zählen können – und ja, ich meine hier ganz bewusst auch die jungen Erwachsenen.
Denn wie wir alle wissen: Einmal GJU-ler, immer GJU-ler!



