NachrichtenEin Wuderscher Abend in Wandorf

Ein Wuderscher Abend in Wandorf

Möchten Sie über ähnliche Themen erfahren?
Drücken auch Sie einen Like auf die –> Zentrum Facebook-Seite

Der Deutsche Kulturkreis Ödenburg lud kürzlich Interessente ins Gemeindehaus von Wandorf/Sopronbánfalva zum Vortrag Meine Muttersprache ist Ungarisch, die Sprache meines Herzens ist Deutsch” – Erneuerung durch die Wurzeln von Dr. Katalin Gajdos-Frank, der Leiterin des Wuderscher Jakob Bleyer Heimatmuseums, ein.

Der Kulturkreis trifft sich monatlich bzw. zweimonatlich in Wandorf und setzt sich mithilfe von Vorträgen und eingeladenen Gästen mit der Geschichte und dem kulturellen Erbe der Ungarndeutschen auseinander. Dr. Katalin Gajdos-Frank nahm die Einladung gerne an und sprach am 28. Januar 2026 neben der Museumsarbeit auch über ihre familiären Wurzeln und persönliche Zugehörigkeit.

Im Mittelpunkt des Vortrags standen die Aufgaben, Projekte und pädagogischen Ziele des Heimatmuseums. Besonders hervorgehoben wurde die Initiative Sprache des Herzens, die zur Förderung der deutschen Sprache beiträgen möchte und seit 2022 großes Interesse bei jungen Menschen weckt. Auch Jugendliche aus Ödenburg beteiligten sich mit ihrem Kurzfilm Ödenburger Geschichten an dem Projekt.

Erwähnt wurde auch das landesweite Wanderschlüssel-Projekt zum 300-jährigen Jubiläum der Ansiedlung der Deutschen in Ungarn, in dessen Rahmen eine kleine bemalte Hartauer Truhe und ein herzförmiger Schlüssel, die Kopie des Schlüssels zum Dachboden des Heimatmuseums in Wudersch, durch verschiedene ungarndeutsche Gemeinden reisten und diese symbolisch miteinander verbanden.

Das Museum hat aber nicht nur zu ungarndeutschen Organisationen, sondern auch zu Vereinen in Deutschland, Österreich und Südtirol gute Kontakte.

Das Wuderscher Heimatmuseum versteht sich als weit mehr als ein Ausstellungsort: Durch interaktive Angebote, einen Lehrpfad zur Vertreibung der Ungarndeutschen sowie digitale Inhalte auf seinem YouTube-Kanal und seiner Facebook-Seite wird Geschichte lebendig vermittelt. Sein Ziel ist ein „lebendiges Museum” zu sein, das alle Generationen anspricht und Lernen mit Kopf und Herz ermöglicht. 

Wir haben aber auch etwas gemeinsam vor: In der nahen Zukunft ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Wuderscher Heimatmuseum, den deutschen Nationalitätenselbstverwaltungen von Ödenburg und Umgebung sowie den Städten Miskolc und Elek geplant. Das Ziel ist, dass sich neben den ungarndeutschen Dörfern auch die in verschiedenen Teilen des Landes lebenden Nationalitätengemeinschaften gegenseitig kennenlernen.

Zsófia Csernus

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

Die Wanderausstellung mit den Finalisten des Vorjahres vom ungarndeutschen Online-Fotowettbewerb Blickpunkt war in der Karwoche in Bohl zu sehen.

Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.