BuchtippGünter Grass: Beim Häuten der Zwiebel

Günter Grass: Beim Häuten der Zwiebel

Der Nobelpreisträger Günter Grass ist ohne Zweifel einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller unserer Zeit. In seinem autobiographischen Werk lernen die Leser den Lebenslauf des Schriftstellers von seiner Kindheit bis zur Veröffentlichung seines ersten Romans kennen. Man erfährt von den “Irrwegen” im Leben des jungen Grass – er arbeitete als Steinmetz, studierte bildende Künste, usw. -, dabei erkennt man zahlreiche Motive der späteren Romane.

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Das Buch ist ein Muss für die Anhänger der Günter Grass-Werke, aber auch denjenigen lohnt es, das Werk in die Hand zu nehmen, die gerne einen Augenzeugenbericht über das deutsche Leben zwischen den 30-er und 60-er Jahren lesen möchten.

Aus der Buchbeschreibung von amazon.de:

“Das im Vorfeld seiner Erinnerungen Beim Häuten der Zwiebel bekannt gewordene Bekenntnis des Schriftstellers und Nobelpreisträgers Günter Grass, im Alter von 17 Jahren kurz bei der Waffen-SS gewesen zu sein, hat im Blätterwald der Feuilletons viel Staub aufgewirbelt. Vor allem die späte Auseinandersetzung mit seiner Vergangenheit machte den Kritikern offenbar zu schaffen. Jetzt, sagte Grass, sei die Zeit einfach reif dafür gewesen, dieses lang verdrängte Trauma niederzuschreiben. Wer Beim Häuten der Zwiebel aufmerksam liest, kann die Gründe hierfür – und damit Grass – besser verstehen.

Die Passage von der Zeit bei der Waffen-SS ist nur ein Bruchteil des fast 500 Seiten dicken Buchs. Es schildert die Kindheit und Jugend des Schriftstellers bis zum Erscheinungsjahr seines hoch gelobten und längst zum Klassiker avancierten Debütromans Die Blechtrommel. Es geht um die Liebe zu seiner Mutter, die den Wunsch, Künstler zu werden, unterstützte, seine Verwirklichung durch ihren frühen Krebstod aber nicht mehr erlebte,. Es geht um Hitlers Überfall auf Polen, der den Beginn des Zweiten Weltkriegs und das Ende von Grass’ Kindheit bedeutete. Es geht um die Zeit als ideologiegläubiger Hitlerjunge, Luftwaffenhelfer und Kriegsgefangener. Und es geht nicht zuletzt um die Pariser Jahre, in denen die Blechtrommel entstand. Vor allem aber geht es auch darum, ‘was alles geschehen musste, um diese Sperre vor der Sprache abzubauen, bis es dann zu den Wortkaskaden der »Blechtrommel« kommt’. Dass dies auf verschiedenen Zeit- und Reflexionsebenen und mit Hilfe einer überaus eigenwilligen Sprache geschieht, versteht sich bei Grass von selbst.”

Günter Grass: Beim Häuten der Zwiebel
Göttingen : Steidl, 2006
480 S.
Sprache: Deutsch

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