Der deutsche Maler Friedrich Baudri (1808-1874) war ein gewissenhafter Tagebuchschreiber. Zwischen 1837 und 1840 besuchte er Ungarn. Herausgeber Ludwig Gierse veröffentlichte Baudris Tagebucheinträge, die während der Reise und des Aufenthalts entstanden.
Im Vorwort des Buches werden die wichtigsten Fakten über den Maler und sein Tagebuch zusammengefasst. Baudri kam nach Ungarn in der Hoffnung, Aufträge zu bekommen, aber diese Erwartungen wurden nur teilweise erfüllt. 1840 verließ er das Land – auch wegen einer gescheiterten Liebesaffäre – enttäuscht, und kehrte nach Deutschland zurück.
Das Tagebuch gibt ein detailliertes Bild von der damaligen ungarischen Verhältnisse: der Leser erfährt vieles über die spät-feudalistische Gesellschaft, über das Leben in den Städten, über die Sitten und auch über die wirtschaftlichen Lage des Landes. Das Tagebuch wurde mit Fußnoten versehen, am Ende des Bandes befinden sich die Liste von Baudris in Ungarn gemalten Werke und die Register der Namen und Orte, die im Text vorkommen.
Das Buch ist denjenigen zu empfehlen, die gerne mehr über Ungarns Geschichte aus der Perspektive eines Ausländers erfahren möchten.
Friedrich Baudri: Reise nach Südungarn 1837-1840. Ein Tagebuch
München : Südostdeutsches Kulturwerk, 1989
334 S. ; ill.
Sprache: Deutsch

