NachrichtenKulturwoche an der ELTE

Kulturwoche an der ELTE

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Kurzer Überblick über die Programmauswahl

Jedes Jahr wird an dem Germanistischen Institut der Loránd-Eötvös-Universität die Kulturwoche veranstaltet, wo die verschiedenen Lehrstühle ein vielfältiges Programmmangebot bieten. Dieses Jahr fand sie vom 9. bis zum 12. November statt.

Kulturwoche_2015

Während dieser Tage haben die Studenten die Möglichkeit, deutschsprachige Kulturveranstaltungen zu besuchen. Die Dozenten und Dozentinnen des Instituts erwarten von den Studenten, dass sie an einigen Programmen teilnehmen und darüber eventuell auch berichten.

Zwei Veranstaltungen lockten so viele Interessenten an, dass einige im Vorlesungssaal keinen Sitzplatz ergattern konnten. Diese waren die offene Lesung des Schreibwettbewerbs und das Gespräch mit László Márton über Goethes Faust:Interpretationen-Übersetzungen-Aufführungen.

An der offenen Lesung nahmen die Kandidaten des Schreibwettbewerbs teil, wobei sie ihre Textauszüge vorlesen mussten, die sie schon für den Wettbewerb angefertigt hatten. Die frei wählbaren Themen waren Heimat-Ferne-Sprache. Wie Verena Vortisch und Anna Böszörményi, die Organisatoren erläuterten, lag die Schwierigkeit des Schreibens darin, dass die TeilnehmerInnen über ein fremdes Objekt schreiben sollten. Als Hilfe für das Spätere wurden die Performances mit einer Videokamera und einem Diktafon aufgenommen.

IMG_2629Das Gespräch mit László Márton, das von Péter Varga moderiert wurde, könnte auch als eine Vorlesung im Kurs „Dramengeschichte“ bezeichnet werden. László Márton ist nach anhand seiner Worten „Übersetzer, Schriftsteller und Goethe-Leser”. Er erzählte dem Publikum über Goethes Literatur, aber im Mittelpunkt stand sein Werk Faust, das auch von ihm Márton übersetzt wurde. Diese Übersetzung wurde in zwei Phasen angefertigt: Der erste Teil ist 1994 fertig geworden und der zweite 2015, weil sie von Árpád Schilling, dem Regisseur der József Katona Theater für ein Theaterstück angefordert wurde. László Márton erläuterte die Schwierigkeiten des Übersetzungsprozesses, aber er hofft, dass Faust nicht mehr zu den unbeachteten Literaturen gehören wird, wozu auch er mit der Veröffentlichung seiner Faust-Übersetzung beitragen möchte.

Diese Veranstaltungen brachten den Studenten der ELTE die deutschsprachige Kultur näher. Solche Chancen sollte man unbedingt nutzen, wenn die Programme so leicht erreichbar sind.

Viktória Nagy

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