default @deFür die Feiertage…

Für die Feiertage…

Möchten Sie über ähnliche Themen erfahren?
Drücken auch Sie ein Like auf die –> Zentrum Facebook-Seite

xmas2020

Wir wünschen mit dem Weihnachtsgedicht
der donauschwäbischen Dichterin Marie Bodo frohe Festtage!

Marie Bodo: Weihnacht

Klare, helle Nacht.
Lange Schatten ziehen
über Tür und Wand.
Weiße Wolken ziehen
übers helle Land.
Und ich warte lang
im Dunkeln,
bis der Engel
uns erwacht.

Schreite langsam
zu der Türe.
Schaue in die helle Nacht.
Und ich warte
hier im Dunkeln
bis der Engel
uns erwacht.

Marie Bodo wurde am 21. Juli 1907 in Schuschara (Fejértelep/Šušara), noch in der Österreich-Ungarischen Monarchie, im späteren jugoslawischen Banat, im heutigen Serbien geboren. Ihr Vater ist im Ersten Weltkrieg gefallen, unmittelbar darauf starb ihre Mutter. Die kleine Marie kam mit ihren Geschwistern zu Verwandten. Mit zwölf Jahren wurde sie von ihrer Tante in den Dienst zu Bauern geschickt. Mit 19 Jahren flüchtete sie nach Werschetz, wo sie von einer Judenfamilie aufgenommen wurde. Hier lernte sie nicht nur das Kochen, sondern auch „Manieren”. Sie heiratete einen Tagelöhner und gebar in ärmlichsten Verhältnissen fünf Kinder. Nachdem sie im Krieg ihren Mann verloren hatte, wurde sie mit den Kindern 1944 von Titos Partisanen interniert. Dank des Einsatzes eines Schwagers kam sie aus dem Lager, lebte bis 1964 diskriminiert unter Fremden, bis sie die Ausreisebewilligung in die Bundesrepublik Deutschland erhielt. Danach lebte sie in Saarland von ihrer kleinen Witwenrente. Ihre als Analphabetin verfassten volksliedhaften Gedichte wurden in Buchform unter dem Titel Gedichte einer Analphabetin 1984 herausgegeben, wofür sie 1987 die Ehrengabe des Andreas-Gryphius-Preises der Künstlergilde Düsseldorf erhielt.

Quelle: Stefan Teppert (Hg.): Die Erinnerung bleibt. Donauschwäbische Literatur seit 1945. Eine Anthologie. Band 1, A-D .Sersheim : Hartmann Verlag, 1995.

Ungarndeutsche beim Budapester Buchfestival

Wie in den letzten Jahren hatten die LdU, das Zentrum und der VUdAK einen gemeinsamen Stand beim Internationalen Buchfestival Budapest.

Die sieben Schwaben zu Besuch beim Zentrum

Mit viel Humor und Fantasie nahm das zweisprachige Puppentheater von Krisztina Tóth unser Publikum mit auf eine unterhaltsame Reise voller Abenteuer, überraschender Begegnungen und lustiger Missverständnisse.

Über Grenzen hinweg – durch Bildung verbunden

Anfang Oktober begab sich eine 18-köpfige Gruppe von Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften aus Klausenburg auf eine besondere Studienreise nach Fünfkirchen und in die umliegenden ungarndeutschen Ortschaften.

Ein Abend, der das Gemeinschaftsgefühl stärkt

Die deutsch-ungarische Begegnungsschule in Raab veranstaltete auch heuer das Oktoberschulfest, das nun schon als traditionelle Veranstaltung fest im Terminkalender der Einrichtung verankert ist.

Schlepp Ferenc: Agostyán község története 1733-2004-ig

Ein Buch für alle, die sich für Orts- und Familiengeschichte oder eben für die Vergangenheit von Augustin und Umgebung interessieren.

Georg Mertin: Die Hemdvermesser

Eine Familiengeschichte, die sich über drei Generationen erstreckt und deren Handlung von der ungarischen Gemeinde Perwall über ein kleines Dorf in Hessen und die Räume einer Universitätsstadt bis nach Paris führt.

Gábor Kerekes: Der steinige Weg. Studien, Porträts und Interpretationen zur modernen ungarndeutschen Literatur

Ein fundierter Überblick über die Entwicklung, die Themenvielfalt und die wichtigsten Vertreter der modernen ungarndeutschen Literatur.