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xmas2020

Wir wünschen mit dem Weihnachtsgedicht
der donauschwäbischen Dichterin Marie Bodo frohe Festtage!

Marie Bodo: Weihnacht

Klare, helle Nacht.
Lange Schatten ziehen
über Tür und Wand.
Weiße Wolken ziehen
übers helle Land.
Und ich warte lang
im Dunkeln,
bis der Engel
uns erwacht.

Schreite langsam
zu der Türe.
Schaue in die helle Nacht.
Und ich warte
hier im Dunkeln
bis der Engel
uns erwacht.

Marie Bodo wurde am 21. Juli 1907 in Schuschara (Fejértelep/Šušara), noch in der Österreich-Ungarischen Monarchie, im späteren jugoslawischen Banat, im heutigen Serbien geboren. Ihr Vater ist im Ersten Weltkrieg gefallen, unmittelbar darauf starb ihre Mutter. Die kleine Marie kam mit ihren Geschwistern zu Verwandten. Mit zwölf Jahren wurde sie von ihrer Tante in den Dienst zu Bauern geschickt. Mit 19 Jahren flüchtete sie nach Werschetz, wo sie von einer Judenfamilie aufgenommen wurde. Hier lernte sie nicht nur das Kochen, sondern auch „Manieren”. Sie heiratete einen Tagelöhner und gebar in ärmlichsten Verhältnissen fünf Kinder. Nachdem sie im Krieg ihren Mann verloren hatte, wurde sie mit den Kindern 1944 von Titos Partisanen interniert. Dank des Einsatzes eines Schwagers kam sie aus dem Lager, lebte bis 1964 diskriminiert unter Fremden, bis sie die Ausreisebewilligung in die Bundesrepublik Deutschland erhielt. Danach lebte sie in Saarland von ihrer kleinen Witwenrente. Ihre als Analphabetin verfassten volksliedhaften Gedichte wurden in Buchform unter dem Titel Gedichte einer Analphabetin 1984 herausgegeben, wofür sie 1987 die Ehrengabe des Andreas-Gryphius-Preises der Künstlergilde Düsseldorf erhielt.

Quelle: Stefan Teppert (Hg.): Die Erinnerung bleibt. Donauschwäbische Literatur seit 1945. Eine Anthologie. Band 1, A-D .Sersheim : Hartmann Verlag, 1995.

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Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.