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Am 13. August 1802 kam der deutsche Dichter, Nikolaus Lenau, geboren als Nikolaus Franz Nimbsch Edler von Strehlenau, in Tschatad im Banat auf die Welt.
Er wurde in eine adlige Familie hineingeboren, doch sein Vater konnte seinen schädlichen Neigungen nicht widerstehen und trieb die Familie zunächst in Armut und ließ sie dann zu Waisen werden.
Als junger Mann zog Lenau mit seiner Mutter und seinen Geschwistern häufig zwischen Ofen und Wien hin und her, besuchte aber im Laufe der Jahre auch mehrere Orte in Ungarn. Er studierte auch Jura, Volkswirtschaft und Medizin, schloss aber keines dieser Fächer ab, da sie seinem liberalen Geschmack nicht entsprachen. Seinem poetischen Instinkt folgend, reiste er nach dem Tod seiner Mutter im Jahre 1829 in die österreichischen Alpen und anschließend vom Erbe seiner Großmutter nach Amerika.
Seine Poesie war meist von Weltschmerz und Melancholie geprägt, die aus seiner Kindheit und späteren Liebesenttäuschungen herrührten. Er gilt als Entdecker und Dichter der Pußta-Landschaft. Durch seine Gedichte wurde Petöfi inspiriert, die Pußta zu „besingen”.
1844, während der Vorbereitungen zu seiner Hochzeit, erkrankte er an Geisteskrankheit, die mehrere Jahre lang in verschiedenen Irrenanstalten behandelt wurde, bis er schließlich am 22. August 1850 starb.
Sein Andenken wird im Fünfkirchener Lenau-Haus, dem regionalen Kulturzentrum der Ungarndeutschen, bewahrt.
Sonnenuntergang
(Aus dem Gedichtzyklus Schilflieder)
Sonnenuntergang;
Schwarze Wolken zieh’n,
O wie schwül und bang
Alle Winde flieh’n!
Durch den Himmel wild
Jagen Blitze, bleich;
Ihr vergänglich Bild
Wandelt durch den Teich.
Wie gewitterklar
Mein‘ ich dich zu seh’n,
Und dein langes Haar
Frei im Sturme weh’n!


