Bibliothek @deSchweininger Péter: Sváb világok

Schweininger Péter: Sváb világok

Möchten Sie über ähnliche Themen erfahren?
Drücken auch Sie einen Like auf die –> Zentrum Facebook-Seite

Diese Woche stellen wir Ihnen die Dissertation Schwäbische Welten von Peter Schweininger vor, der kürzlich mit dem Otto-Heinek-Preis ausgezeichnet wurde.

Peter Schweininger wurde 1988 in Totiser Kolonie geboren. Zwölf Jahre lang erforschte er die Geschichte seiner deutschen Heimatgemeinde Saar im 18. und 19. Jahrhundert. Die Ergebnisse seiner Arbeit fasste er in seiner Dissertation zusammen, die er 2022 im Rahmen des Doktorandenprogramms der ELTE BTK verteidigte. Zurzeit ist er Geschichts- und Geografielehrer, wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Geschichte-Hilfswissenschaft des Historischen Instituts an der Fakultät für Geisteswissenschaften der Eötvös-Loránd-Universität und Lehrer fürs Fach Geschichte an dem Trefort-Ágoston-Gymnasium der ELTE. Sein berufliches Interesse gilt der lokalen Geschichte und der historischen Geografie und deren methodischen Fragen sowie der ungarndeutschen Geschichte in der Neuzeit und der Gegenwart.

In seiner Doktorarbeit setzt er sich mit den demographischen Prozessen der Gemeinde Saar während des im Titel genannten Zeitraums auseinander, einschließlich der Analyse der örtlichen Gegebenheiten in Bezug auf die wachsende Gesellschaft und die Struktur der Gemeinde. Das Quellenmaterial für seine Forschungen besteht hauptsächlich aus römisch-katholischen Registern und Kirchenzählungen. Die Gesellschaft, in der die Untersuchung durchgeführt wurde, hatte sich im Wesentlichen noch in einem verbalen Zustand befunden, was es erschwerte, Informationen über die inneren Beweggründe der Menschen zu erhalten. Die Quellen stützten sich auf zwei Arten von Informationen: auf Namen und Zahlen. Anhand dieser kleinen Anhaltspunkte wurde versucht, das Leben einiger Menschen in Saar nachzuzeichnen, da es in den meisten Fällen keine direkten Aufzeichnungen über die Menschen dieser Zeit gibt. Das Hauptziel von Peter Schweininger war es, herauszufinden, ob diese Daten uns helfen würden, die Denkweise, die Gefühlswelt und die Handlungen der Menschen, die vor zweihundertfünfzig Jahren gelebt haben, zu verstehen. Ausgehend von Hunderten von Seiten des Standesregisters sammelte er Hunderttausende von Datenelementen und ordenete sie in eine große Datenbank. Anschließend beschreibt er das geografische Umfeld, das die Bevölkerungsentwicklung beeinflusst hat, und die sozialen Verhältnisse, die in der Bevölkerung geherrscht haben. Historische Bevölkerungsentwicklungen zeigen, dass die Präsenz eines einzelnen Anführers, sei es ein Grundherr, Lehrer, Pfarrer oder Bürgermeister, nicht unterschätzt werden sollte, da er das Verhalten ganzer sozialer Gruppen hat beeinflussen können.

Wir empfehlen unseren Lesern diese Publikation, die es ihnen ermöglicht, die jahrhundertealte Geschichte eines schwäbischen Dorfes in einer noch nie da gewesenen Ausführlichkeit kennenzulernen.

Schweininger Péter: Sváb világok. Népesség és mentalitás Száron 1729-1848 (Schwäbische Welten. Migration und Mentalität in Saar zwischen 1729 und 1848)
Budapest: Bölcsészettudományi Kutatóközpont, Történettudományi Intézet, 2023
302 Seiten
Sprache: Ungarisch

Die empfohlenen Bücher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek – wenn nichts weiteres Angegeben – nur zur Leihe zugänglich.
Weitere Informationen: info@bibliothek.hu
Webseite: www.bibliothek.hu

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

Die Wanderausstellung mit den Finalisten des Vorjahres vom ungarndeutschen Online-Fotowettbewerb Blickpunkt war in der Karwoche in Bohl zu sehen.

Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.